{"id":162070,"date":"2017-04-13T08:00:52","date_gmt":"2017-04-13T06:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=162070"},"modified":"2017-04-13T08:00:52","modified_gmt":"2017-04-13T06:00:52","slug":"erstes-umsetzungsprojekt-der-daseinsvorsorge-zur-mobilitaet-im-testbetrieb-wirtschaftsdezernent-und-fachleute-besichtigten-die-innovation-in-romrod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=162070","title":{"rendered":"Erstes Umsetzungsprojekt der Daseinsvorsorge zur Mobilit\u00e4t im Testbetrieb \u2013 Wirtschaftsdezernent und Fachleute besichtigten die Innovation in Romrod"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mitfahrb\u00e4nke aus Holz kennt man vielleicht, zumindest im Norden Deutschlands sind sie bekannt: Sie stehen an bekannten Stellen und wer darauf sitzt, der m\u00f6chte an einen bestimmten Ort mitgenommen werden. In Romrod ist jetzt die digitale Version einer Mitfahrbank an den Start gegangen, sie nennt sich \u201eFairfahrt\u201c und verbindet die Stadtteile mit dem REWE-Markt in Romrod. Es handelt sich dabei um das erste Konzept, das im Rahmen des Modellvorhabens \u201eMobilit\u00e4t und Daseinsvorsorge\u201c (MoDaVo) entwickelt und jetzt zur Umsetzung gebracht wurde.\u00c2\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erster Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak hie\u00df die Teilnehmer des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der Forschungsassistenz in Romrod willkommen \u2013 sie hatten schon eine erste Testfahrt vom Bahnhof in Zell zum REWE-Markt absolviert. \u201eMobilit\u00e4t und Versorgung sind derzeit \u00fcberall Thema. Nicht die Entfernungen sind ma\u00dfgebend, sondern die Fahrzeit und die Verkehrsmittel z\u00e4hlen\u201c, f\u00fchrt er an. Aus Mitteln des Modellvorhabens wurde das Konzept und Teile der Umsetzung von \u201eFairfahrt\u201c finanziert. Man wolle ausprobieren und schauen, ob ein solches Angebot auszuweiten oder auch in den regionalen Nahverkehrsplan zu integrieren sei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Markt selbst demonstrierte Jonathan Waschkewitz, einer der vier Entwickler, die Funktionsweise direkt am Ger\u00e4t: Jeder interessierte Mitfahrer oder Fahrer l\u00e4sst sich registrieren und erh\u00e4lt eine Chipkarte. Mit der loggt er sich ein und gibt sein Fahrtziel an \u2013 derzeit sind das die vier Stadtteile Zell, Strebendorf, Ober- und Nieder-Breidenbach. \u201eDas wird dann auf dem Bildschirm angezeigt, so dass ein Eink\u00e4ufer beim Rausgehen sieht, dass jemand nach Zell m\u00f6chte und ihn mitnehmen kann\u201c, so Waschkewitz. \u00dcbrigens sind s\u00e4mtliche Daten anonymisiert, auf der Tafel erscheint weder ein Name noch sonstige Angaben, lediglich die Zahl der angemeldeten Fahrten. In den Stadtteilen stehen jeweils Terminals an zentralen Stellen wie dem Bahnhof in Zell oder der Raiffeisenbank, betrieben werden sie mit Batterie und Solarstrom, um netzunabh\u00e4ngig zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Hintergrund: Der Vogelsbergkreis ist einer von 18 Landkreisen im Modellvorhaben \u201eLangfristige Sicherung von Versorgung und Mobilit\u00e4t in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen\u201c. Im Fokus stehen der Erhalt und die Erreichbarkeit von Infrastruktureinrichtungen sowie die Sicherstellung der Mobilit\u00e4t, besonders f\u00fcr Jugendliche (Auszubildende), \u00e4ltere und\/oder in ihrer Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkte Menschen aber eben auch f\u00fcr Familien mit Kindern. Es sollen Konzepte erarbeitet werden, mit denen in Zukunft sowohl die Daseinsvorsorge und Nahversorgung als auch die Mobilit\u00e4t gew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nnen. Das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur f\u00f6rdert l\u00e4ndliche R\u00e4ume wie den Vogelsbergkreis, damit dort die Lebensqualit\u00e4t gesichert und neue Konzepte und Ideen entwickelt und erprobt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eFairfahrt\u201c in Romrod ist das erste Konzept, das nun umgesetzt und erprobt wird. Es ist komplett kostenfrei, f\u00fcr alle Nutzerinnen und Nutzer. Auch Kinder bzw. Jugendliche ab 12 Jahren k\u00f6nnen einen Chip erhalten, der allerdings gekoppelt ist an ein Elternteil. \u201eDas dient der Sicherheit, so dass im Falle einer Mitnahme der Elternteil auch eine Meldung auf sein Smartphone erh\u00e4lt\u201c, erl\u00e4utert Waschkewitz. Apropos Smartphone: Es gibt eine dazugeh\u00f6rige App, die aber nicht n\u00f6tig ist, um \u201eFairfahrt\u201c zu nutzen. \u201eWir wollten niemanden benachteiligen, der kein Smartphone nutzen kann oder will\u201c, so die einfache Erkl\u00e4rung. In der App sind auch nur Angebote einstellbar, keine Suche nach Mitfahrgelegenheiten. \u201eJeder soll einfach zum Treffpunkt gehen und dort mitgenommen werden k\u00f6nnen \u2013 es ist im Grunde wie Trampen, nur ein bisschen sicherer.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Mitfahrb\u00e4nke aus Holz kennt man vielleicht, zumindest im Norden Deutschlands sind sie bekannt: Sie stehen an bekannten Stellen und wer darauf sitzt, der m\u00f6chte an einen bestimmten Ort mitgenommen werden. 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