{"id":161894,"date":"2017-04-07T08:48:08","date_gmt":"2017-04-07T06:48:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=161894"},"modified":"2017-04-07T08:48:08","modified_gmt":"2017-04-07T06:48:08","slug":"projektkoordinatorin-fuer-die-oekomodellregion-landkreis-fulda-hatte-zu-seminar-im-treffpunkt-bioland-eingeladen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=161894","title":{"rendered":"Projektkoordinatorin f\u00fcr die \u00d6komodellregion Landkreis Fulda hatte zu Seminar im Treffpunkt Bioland eingeladen"},"content":{"rendered":"<p><b>Was zeichnet biologisch erzeugte Lebensmittel aus, und wie erfolgen Kontrolle und Kennzeichnung? Welche Ma\u00dfnahmen sind f\u00fcr die schrittweise Einf\u00fchrung von regionalen Bio-Produkten im Betrieb notwendig? Was ist f\u00fcr eine nachhaltige Umsetzung zu beachten? Welche Produkte passen in die K\u00fcche? Welche Zertifizierung ist die Richtige?<\/b><\/p>\n<p>Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten interessierte K\u00f6chinnen und K\u00f6che, Betreiber von Gastst\u00e4tten, Kantinen, Mensen und sonstige Au\u00dfer-Haus-Verpfleger bei dem Seminar \u201eKeine Angst vorm Bio-Zertifikat! Wie mit Bio starten?\u201c, das am vergangenen Montag im Treffpunkt Bioland in Fulda stattfand.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen Bio-Produkte kaufen und in der heimischen K\u00fcche verwenden, hatte die Projektkoordinatorin der \u00d6komodellregion Landkreis Fulda, Simone M\u00fcller, zu der Veranstaltung eingeladen. Hinter den Bio-Lebensmitteln steht eine nachhaltige, ressourcenschonende und tierfreundliche Landwirtschaft und eine schonende nat\u00fcrliche Weiterverarbeitung, die die Menschen immer mehr Wert sch\u00e4tzen. Viele Verbraucher, die heute Essen gehen, wollen Bio und Regional.<\/p>\n<p>Eva-Maria Huber vom Bioland Serviceteam Gastronomie berichtete, dass es inzwischen 3.000 bio-zertifizierte K\u00fcchen und weitere 92 Bio-Hotels in Deutschland gebe. Im Netzwerk deutscher Bio-St\u00e4dte h\u00e4tten sich aktuell zehn Kommunen zusammengeschlossen, um den Einsatz von Bio-Lebensmitteln in ihrem eigenen Verantwortungsbereich kontinuierlich zu steigern. Beim Einkauf sei zwischen dem EU-Bio-Siegel, den Verbands-Bio-Siegeln und den Bio-Handelsmarken zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Interessant war auch zu erfahren, dass nur 48 Zusatzstoffe in EU-Bio-Lebensmitteln und sogar nur 23 in Bioland zertifizierten Lebensmitteln zugelassen sind. Ein wichtiges Kriterium f\u00fcr die Verwendung von Zusatzstoffen in \u00f6kologischen Lebensmitteln ist, dass diese ohne solche Stoffe nachweislich nicht hergestellt oder haltbar gemacht werden k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich stellt sich die Frage des h\u00f6heren Preises, und wie sich der gegen\u00fcber dem Verbraucher rechtfertigen l\u00e4sst? F\u00fcr den Landwirt sind die Ertr\u00e4ge geringer und das Anbaurisiko h\u00f6her. Frau Huber ging auch auf die betriebswirtschaftliche Berechnung ein und erkl\u00e4rte eine Men\u00fc-Kalkulation an einem Fallbeispiel. \u201eBio-Lebensmittel sind nicht zu teuer, sondern konventionelle Lebensmittel zu billig!\u201c<\/p>\n<p>Vor der Mittagspause bekamen die Seminarteilnehmer einen genauen Einblick \u00fcber den Ablauf einer Bio-Kontrolle durch Carina Frick von der Gesellschaft f\u00fcr Ressourcenschutz in G\u00f6ttingen. \u201eWarum ist eine Zertifizierung und somit eine Kontrolle notwendig?\u201c Verbraucherschutz, Schutz vor unlauterem Wettbewerb und Markttransparenz seien hier vor allem zu nennen. Sie erkl\u00e4rte, dass es die M\u00f6glichkeit der Jahreszertifizierung und Event- Zertifizierung gebe, ebenso die Zertifizierung eines \u201eBio-Gerichts\u201c, einer Bio-Komponente (mindestens 2 Zutaten) und einer Bio-Zutat (z.B. Kartoffeln). Wichtig im Sinne des Verbraucherschutzes sei es, dass die \u00d6ko-Kontrollstellennummer immer sichtbar, entweder in der Speisenkarte abgedruckt oder in der Gastst\u00e4tte aufgeh\u00e4ngt, sein m\u00fcsse.<\/p>\n<p>In der Mittagspause konnten sich die Teilnehmer mit einer Kartoffelsuppe und W\u00fcrstchen, gekocht und zubereitet von Antonius Netzwerk Mensch, st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Nachmittags erkl\u00e4rte Eva-Maria Huber den praktischen Weg der Bio-Produkteinf\u00fchrung in der Gastst\u00e4tte. Der Bezug von Bio-Produkten k\u00f6nne entweder \u00fcber die regionalen Bio-Landwirte oder\/und auch \u00fcber den Gro\u00dfhandel erfolgen. Es gebe immerhin schon zwei Bio-Gro\u00dfh\u00e4ndler, die sich auf die Gastronomie spezialisiert h\u00e4tten. Beschreibung und Werbung in der Speisenkarte seien sehr wichtig, deshalb hatte Frau Huber einige Beispiele mitgebracht, die von den Anwesenden diskutiert wurden.<\/p>\n<p>Zum Ende des Seminars sagte eine Teilnehmerin: \u201eIch bin froh, mich so kurzfristig zur Teilnahme entschieden zu haben. Ich habe viel gelernt und nehme viel mit nach Hause.\u201c<\/p>\n<p><b>Info<\/b><\/p>\n<p>Wer weitere Informationen rund um das Thema \u201eBio-Zertifizierung in der Gastronomie\u201c haben m\u00f6chte, kann sich an Simone M\u00fcller unter Telefon (0661)6006-749 oder Email <a href=\"mailto:simone.mueller@landkreis-fulda.de\">simone.mueller@landkreis-fulda.de<\/a> wenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Was zeichnet biologisch erzeugte Lebensmittel aus, und wie erfolgen Kontrolle und Kennzeichnung? 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