{"id":161876,"date":"2017-04-07T08:41:02","date_gmt":"2017-04-07T06:41:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=161876"},"modified":"2017-04-07T08:41:02","modified_gmt":"2017-04-07T06:41:02","slug":"fuenf-millionen-euro-fuer-it-beratung-der-hessischen-kommunen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=161876","title":{"rendered":"F\u00fcnf Millionen Euro f\u00fcr IT-Beratung der hessischen Kommunen"},"content":{"rendered":"<p>Alle St\u00e4dte und Gemeinden in Hessen werden ab sofort kostenlos beraten, wie sie ihre IT-Infrastruktur sicherer machen k\u00f6nnen. Das hat der Hessische Innenminister Peter Beuth auf dem \u201eKommunalkongress Cybersicherheit\u201c in Frankfurt bekanntgegeben. Das Land stellt daf\u00fcr bis 2020 mehr als f\u00fcnf Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. \u201eVerwaltungsdaten sind fast immer B\u00fcrgerdaten und m\u00fcssen vor Cyberattacken besonders gesch\u00fctzt werden. Wir unterst\u00fctzen St\u00e4dte und Gemeinden deshalb mit unseren Experten des \u00e2\u20ac\u0161Kommunalen Dienstleistungszentrum Cybersicherheit Hessen\u00e2\u20ac\u02dc (KDLZ CS) und bieten ihnen praktische und kompetente Hilfe an\u201c, sagte der Innenminister.<\/p>\n<h3>Unterst\u00fctzung f\u00fcr Gemeinden bis 30.000 Einwohnern<\/h3>\n<p>Seit Januar 2016 bietet das Land in Kooperation mit dem IT-Dienstleister \u201eekom21\u201c St\u00e4dten und Gemeinden mit bis zu 30.000 Einwohnern Unterst\u00fctzung an: Von der Analyse der Systeme \u00fcber Schulungen bis hin zu Softwarel\u00f6sungen. Daf\u00fcr wurden 2,5 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Nun kommen weitere 2,7 Millionen Euro hinzu, sodass sich das Gesamtf\u00f6rdervolumen auf mehr als f\u00fcnf Millionen Euro summiert. \u201eDas bisherige Interesse war riesig. Jetzt weiten wir das Programm aus, sodass alle kommunalen Verwaltungen in Hessen die kostenlosen Beratungen beantragen k\u00f6nnen. Ob auf Landes- oder Kommunalebene: Daten die dem Staat zur Verf\u00fcgung gestellt werden, m\u00fcssen immer einen besonderen Schutz genie\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rte Peter Beuth. Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: 158 Kommunen haben ihr Interesse bekundet, sodass in mittlerweile \u00fcber 230 Terminen vor Ort die Verwaltungs-IT auf Risiken, Defizite und Verbesserungspotentiale untersucht werden konnte. 86 St\u00e4dte und Gemeinde haben bereits einen individuellen Beurteilungsbericht und Empfehlungen erhalten, wie sie ihre Datenverarbeitung sicherer gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Ganzheitlicher Ansatz f\u00fcr Cybersicherheit<\/h3>\n<p>Das Kommunale Dienstleistungszentrum ist ein Baustein in der umfassenden Agenda \u201e<a href=\"mailto:Cybersicherheit@Hessen\">Cybersicherheit@Hessen<\/a>\u201c. \u201eWir verfolgen beim Thema Schutz in der virtuellen Welt einen ganzheitlichen Ansatz und wollen Datendieben, Erpressern und Saboteuren das Handwerk legen\u201c, so der Minister. Ein wichtiges Warn- und Alarmierungsinstrument sei dabei das \u201eComputer Emergency Response Team\u201c (CERT) des Landes Hessen. Es unterst\u00fctzt die Landesverwaltung, Kommunen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur bei der L\u00f6sung von IT-Sicherheitsvorf\u00e4llen, warnt vor besonderen Gefahren und erstellt ein t\u00e4gliches Lagebild zur Cybersicherheit in Hessen. Mit dem Format \u201eRunder Tisch Cybersicherheit\u201c bringt das Land Wissenschaft und Verwaltung zusammen und f\u00f6rdert zurzeit sechs Projekte mit rund 1,2 Millionen Euro.<\/p>\n<h3>Neues Kompetenzzentrum gegen Cyberkriminalit\u00e4t<\/h3>\n<p>Bei der Bek\u00e4mpfung der Cyberkriminalit\u00e4t baut das Land k\u00fcnftig auf ein neues Kompetenzzentrum: \u201eHessen Competence Center f\u00fcr Cybersecurity \u2013 Hessen3C\u201c wird aus den Bausteinen Security Operation Center, Big Data Analyse und einer Plattform f\u00fcr Begleitforschung bestehen. Die Kompetenzstelle wird die strukturellen, personellen und technischen F\u00e4higkeiten vom Internet-Monitoring bis hin zu Big-Data-Analyse unter Einbindung der bisherigen Ermittlungs- und Auswertekompetenzen, der bisherigen Cybersicherheits- bzw. CERT-Struktur b\u00fcndeln und weiter ausbauen.<\/p>\n<p>Das neue Kompetenzzentrum soll die Sicherheitsbeh\u00f6rden beraten und operativ unterst\u00fctzen. Hessen3C bietet dabei zentral geb\u00fcndelte Spezialkenntnisse und F\u00e4higkeiten, z.B. im Bereich Kryptographie bzw. Entschl\u00fcsselung von Kommunikation, Monitoring und Auswertung von Interneterkenntnissen oder sozialen Medien, wissenschaftliche Expertise verschiedener Fakult\u00e4ten sowie spezielle Sprachkompetenzen. Mit dem Ausbau der Komponente \u201eBig Data Techniken\u201c soll \u00fcber die Auswertef\u00e4higkeit der Sicherheitsbeh\u00f6rden hinaus erreicht werden, dass neue Angriffsarten im Netz durch Analyse \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen aufgedeckt, abgewehrt und verfolgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Alle St\u00e4dte und Gemeinden in Hessen werden ab sofort kostenlos beraten, wie sie ihre IT-Infrastruktur sicherer machen k\u00f6nnen. Das hat der Hessische Innenminister Peter Beuth auf dem \u201eKommunalkongress Cybersicherheit\u201c in Frankfurt bekanntgegeben. 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