{"id":161854,"date":"2017-04-07T08:36:07","date_gmt":"2017-04-07T06:36:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=161854"},"modified":"2017-04-07T08:36:07","modified_gmt":"2017-04-07T06:36:07","slug":"tegut-und-die-remlinger-rueben-sind-zu-gut-fuer-die-tonne-und-unter-den-ersten-drei-des-bundespreises-fuer-engagement-gegen-lebensmittelverschwendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=161854","title":{"rendered":"tegut\u00e2\u20ac\u00a6 und die Remlinger R\u00fcben sind \u201eZu gut f\u00fcr die Tonne\u201c und unter den ersten drei des Bundespreises f\u00fcr Engagement gegen Lebensmittelverschwendung"},"content":{"rendered":"<p>Am 5. April freuten sich Stella Kircher und Thomas Schwab unter den ersten drei der Auszeichnung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft in Berlin zu sein. Insgesamt waren 168 Bewerbungen bei der zweiten Verleihung dieses Preises eingegangen. \u00dcberzeugt hat in der Kategorie Handel der vorbildliche Einsatz zur Verhinderung von Lebensmittelverschwendung. Die Leiterin der Unternehmenskommunikation wei\u00df, \u201edass wir zusammen mit den Remlinger R\u00fcben entlang der Wertsch\u00f6pfungskette die gesamte Ernte verwenden k\u00f6nnen\u201c. Der Leiter der Remlinger R\u00fcben Thomas Schwab ist \u00fcberzeugt, ein gutes Vorbild f\u00fcr den LEH, die Erzeuger und Verarbeiter zu sein: \u201eEs braucht viel Einsatz, aber wir beweisen, dass es m\u00f6glich ist\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kundenerwartung sch\u00fcrt den Konflikt \u201eTonne oder Teller?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Bundesminister Christian Schmidt machte in der Kategorie Handel deutlich, dass die Kundenerwartung nahezu perfekte Ware vorzufinden, oft bedeute, dass weniger perfekte Lebensmittel nicht im Handel sondern in der Tonne landen: \u201eDies zu verhindern ist vielen Lebensmittelgesch\u00e4ften nicht nur ein ideelles Anliegen\u201c. Der Laudator und Dokumentarfilmer Valentin Thurn betonte, dass Einzell\u00f6sungen die Branche nicht alleine umkrempeln k\u00f6nnten. Es m\u00fcssten zus\u00e4tzlich \u00f6komische Anreize geschaffen werden, bspw. sollten L\u00f6sungen gegen Lebensmittelverschwendung steuerlich beg\u00fcnstigt werden: \u201eDies schm\u00e4lert nicht den Verdienst und die Innovationskraft der Einreichungen zum Preis in diesem Jahr\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von zu kleinen Kartoffeln bis hin zu Sortierabf\u00e4llen \u2013 Die gesamte Ernte wird genutzt<\/strong><\/p>\n<p>Sortierabf\u00e4lle, Pferdemist und Gr\u00fcnschnitt werden kompostiert. \u201eDas Ergebnis ist f\u00fcr uns wertvoller Humusd\u00fcnger, den wir aufs Feld aufbringen\u201c, verdeutlicht Schwab. Das nicht marktf\u00e4hige Gem\u00fcse \u2013 besch\u00e4digt durch Bruch oder Anfra\u00df \u2013 wird gegen den im ersten Schritt ben\u00f6tigten Mist als Futtermittel getauscht. \u201e Kartoffeln mit Macken oder gr\u00fcnen Stellen gehen in Sch\u00e4lbetriebe oder Gastronomie. Schlussendlich bietet tegut&#8230; bspw. acht Kartoffelsorten im Markt an: Lose, mittlere Kartoffeln f\u00fcr den bedarfsgerechten Einkauf und weniger Verschwendung in privaten Haushalten. Verschiedene Kilo-Packungen werden nach Kocheigenschaften angeboten. Auf den ersten Blick zu kleine Schwenkkartoffeln oder zu gro\u00dfe Back&amp;Grill- Kartoffeln runden das Angebot ab. Man m\u00fcsse zwar immer die lokalen Gegebenheiten der Produzenten betrachten, \u201eaber wer die Konsequenzen seiner Produktion kenne, findet auch Einsparpotentiale\u201c, erg\u00e4nzt Schwab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Umfassend und einzigartig im deutschen LEH<\/strong><\/p>\n<p>Seit sechs Jahren schaffen es der Produzent aus Remlingen und der H\u00e4ndler aus Fulda die gesamte Ernte an Bio-Zwiebeln, M\u00f6hren und Kartoffeln zu verwenden. Die Produktion garantiert, dass keine Lebensmittel vernichtet werden. Zugleich sind die Kunden sensibilisiert f\u00fcr bedarfsgerechte Mengen und nat\u00fcrlich gewachsenes Gem\u00fcse. \u201eWir zeigen bewusst, dass Qualit\u00e4t und Geschmack anstatt ausschlie\u00dflich Optik ausschlaggebend sind f\u00fcr den Anbau und die Vermarktung\u201c, so Kircher. Langj\u00e4hriger Vertragsanbau und feste Abnahmemengen sind Grundlage f\u00fcr das gemeinsame Entwickeln schmackhafter Sorten \u201eWir hoffen, dass mehr Produzenten mit uns einen solchen Weg gehen und dadurch nicht nur in Remlingen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette die gesamten Erntemengen genutzt werden\u201c, w\u00fcnscht sich Kircher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Automatische Bestellung, Rabatte kurz vor Ablauf des MHDs oder die Weitergabe an die Tafeln<\/strong><\/p>\n<p>Das gemeinsame und gesamtgesellschaftliche Ziel Lebensmittelverschwendung einzud\u00e4mmen wird auch in den tegut\u00e2\u20ac\u00a6 M\u00e4rkten verfolgt. Zum einen werde rund 82 Prozent des Sortiments anhand des Abverkaufs automatisch nachbestellt. Die kurz vor Ablauf des MHDs stehenden Produkte werden rabattiert verkauft. Die nicht mehr zum Verkauf nutzbaren, aber verzehrf\u00e4higen Produkte holen die regionalen Tafeln und Stadtmissionen im Markt ab. Der letzte Schritt ist die Belieferung von Biogasanlagen, so werden keine Lebensmittel als Energiepflanzen genutzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Am 5. April freuten sich Stella Kircher und Thomas Schwab unter den ersten drei der Auszeichnung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft in Berlin zu sein. Insgesamt waren 168 Bewerbungen bei der zweiten Verleihung dieses Preises eingegangen. \u00dcberzeugt hat in der Kategorie Handel der vorbildliche Einsatz zur Verhinderung von Lebensmittelverschwendung. 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