{"id":161799,"date":"2017-04-04T23:35:50","date_gmt":"2017-04-04T21:35:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=161799"},"modified":"2017-04-04T23:35:50","modified_gmt":"2017-04-04T21:35:50","slug":"rekordhoch-bei-gemeldeten-ausbildungsstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=161799","title":{"rendered":"Rekordhoch bei gemeldeten Ausbildungsstellen"},"content":{"rendered":"<p>Die Schere auf dem Ausbildungsstellenmarkt in der Region Fulda geht immer weiter auseinander. Insgesamt 1.401 Ausbildungsstellen sind bis August zu besetzen, nur 628 junge Menschen sind noch auf der Suche nach einer Lehrstelle. <\/p>\n<p>\u201eDie Unternehmen wollen sich ihren Fachkr\u00e4ftebedarf f\u00fcr die Zukunft sichern und haben uns seit Herbst insgesamt 2.197 Ausbildungsstellen f\u00fcr das kommende Ausbildungsjahr gemeldet. Dies sind nochmals 78 Stellen mehr als im Jahr zuvor. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands war das Angebot an Ausbildungsstellen in einem M\u00e4rz noch nie so hoch wie in diesem Jahr. Zugleich ist die Zahl der Bewerberinnen  und Bewerber um 20 auf 1.137 gestiegen\u201c, erkl\u00e4rte Waldemar Dombrowski, Leiter der Agentur f\u00fcr Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, im Rahmen der Ausbildungsmarktkonferenz in Fulda.<br \/>\nZur \u201eHalbzeit\u201c des Gesch\u00e4ftsjahres der Berufsberatung analysierten die regionalen Netzwerkpartner im Rahmen der Ausbildungsmarktkonferenz die aktuelle Lage und Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt. Teilnehmer waren die Agentur f\u00fcr Arbeit, Stadt und Landkreis Fulda, die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft, der Arbeitgeberverband Osthessen sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund und das Staatliche Schulamt.<br \/>\nRein rechnerisch kommen derzeit auf jeden gemeldeten Bewerber, der keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, nahezu zwei freie Ausbildungsstellen. Mit dieser f\u00fcr die Bewerberinnen und Bewerber \u00e4u\u00dferst komfortablen Situation nimmt der Landkreis Fulda in Hessen eine Ausnahmestellung ein. Im Hessendurchschnitt kommen auf 100 Bewerber 96 Stellen. <\/p>\n<p>\u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df ist der Ausbildungsstellenmarkt bis in die Sommerferien hinein in Bewegung. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Abgangsklassen lassen sich immer mehr Zeit mit der Berufswahlentscheidung, Bewerbungen gehen bei den Betrieben zum Teil auch noch kurz vor den Sommerferien ein\u201c, stellten die Netzwerkpartner fest. Sowohl die Industrie- und Handelskammer als auch die Kreishandwerkerschaft Fulda gehen davon aus, dass sich die Anzahl der Ausbildungsvertr\u00e4ge bis September auf dem Niveau des Vorjahres einpendeln wird. \u201eDerzeit liegen uns 414 Vertr\u00e4ge vor, dies ist ein Plus von 14 Prozent gegen\u00fcber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Ausbildungsbetriebe versuchen ihre Auswahlentscheidung schnell zu treffen\u201c, erkl\u00e4rte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Schunck. \u201eGerade f\u00fcr Handwerksbetriebe in den Randgebieten des Landkreises stellt die Auszubildendengewinnung eine besondere Herausforderung dar\u201c, berichtete Dietmar Weidenb\u00f6rner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kreishandwerkerschaft Fulda.<\/p>\n<p>\u201eWer sich eine Ausbildungsstelle in seinem Wunschberuf sichern will, der hat jetzt noch eine gro\u00dfe Auswahl. In nahezu jedem Bereich \u00fcbersteigt die Anzahl der Ausbildungsstellen die der Bewerberinnen und Bewerber\u201c, erkl\u00e4rte Agenturleiter Dombrowski. In vielen gewerblichen Berufen und Berufsfeldern ist der Bewerbermangel deutlich zu sp\u00fcren. Die Chance, in einem solchen Beruf dauerhaft zu arbeiten und einen erfolgreichen Weg zu gehen, ist relativ gro\u00df.<\/p>\n<p>Gesucht werden unter anderem noch 80 angehende Kaufleute im Einzelhandel, 53 K\u00f6ch\/innen, 48 Verk\u00e4ufer\/innen sowie 45 junge Menschen f\u00fcr eine Ausbildung zum Kaufmann\/frau B\u00fcromanagement. Aber auch in etlichen anderen Berufen gibt es interessante Ausbildungsangebote. So sind derzeit noch 19 Duale Studieng\u00e4nge frei.<\/p>\n<p>Potenzial sahen die Konferenzteilnehmer in der Gruppe der jungen Fl\u00fcchtlinge. Unter den 1.137 Bewerbern um eine Ausbildungsstelle befinden sich knapp 60 Personen mit Fluchthintergrund. Auch viele junge Menschen mit Handicaps beweisen im beruflichen Alltag, dass sie einer Berufsausbildung und der anschlie\u00dfenden T\u00e4tigkeit gewachsen sind. F\u00fcr die Einstellung von schwerbehinderten Bewerbern k\u00f6nnen spezifische F\u00f6rderleistungen gew\u00e4hrt werden.<br \/>\nDie Konferenzteilnehmer appellierten an die jungen Menschen, die bisher nicht bei der Berufsberatung waren, die Chancen auf eine Ausbildungsstelle zu nutzen und einen Termin bei der Berufsberatung &#8211; gern zusammen mit den Eltern &#8211; zu vereinbaren, um die derzeit hervorragenden Ausbildungsm\u00f6glichkeiten in der Region zu nutzen. Dies ist m\u00f6glich unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Schere auf dem Ausbildungsstellenmarkt in der Region Fulda geht immer weiter auseinander. 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