{"id":161746,"date":"2017-04-02T21:32:59","date_gmt":"2017-04-02T19:32:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=161746"},"modified":"2017-04-02T21:32:59","modified_gmt":"2017-04-02T19:32:59","slug":"im-rahmen-der-liga-aktionswoche-wir-sind-gesellschaft-stellten-caritas-und-awo-in-fulda-gemeinsam-ergebnisse-der-neuen-sozialwirtschaftsstudie-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=161746","title":{"rendered":"Im Rahmen der Liga-Aktionswoche \u201eWir sind Gesellschaft\u201c stellten Caritas und AWO in Fulda gemeinsam Ergebnisse der neuen Sozialwirtschaftsstudie vor"},"content":{"rendered":"<p>Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen ging mit einer Aktionswoche \u201eWir sind Gesellschaft an die \u00d6ffentlichkeit: Landesweit stellte sie in verschiedenen Veranstaltungen eine neue, von ihr in Auftrag gegebene Sozialwirtschaftsstudie vor. Auch in Fulda lud man dazu Presse und \u00d6ffentlichkeit in das Caritas-Altenpflegeheim St. Josef ein, wo Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch gemeinsam mit AWO Nordhessen-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michael  Schmidt und dem Referenten des Frankfurter Instituts f\u00fcr Sozialarbeit und Sozialp\u00e4dagogik ISS, Alejandro Rada die Studie pr\u00e4sentierte. Die Moderation hatte Franz Meyer, Caritas-Ressortleiter Soziale Dienste. <\/p>\n<p>Mit der Sozialwirtschaftsstudie sollte \u00fcberpr\u00fcft werden, welchen Beitrag die Wohlfahrtsverb\u00e4nde mit ihrer Arbeit f\u00fcr Land und Bev\u00f6lkerung leisten. Als zentrale Eckpunkte der Ergebnisse hielt Referent Rada dabei fest, dass die Wohlfahrtsverb\u00e4nde durch ihre T\u00e4tigkeit ein Profil als wesentliche S\u00e4ule des Sozialstaates herausgebildet haben. Sie sind in Hessen ein wichtiger Akteur  in der Sozialpolitik \u2013 als Gestalter mit und gegen die Politik \u2013 sowie auch ein Akteur der  Wirtschaft \u2013 etwa in Bezug auf erbrachte Dienstleistung und als Arbeitgeber. F\u00fcr die Gesellschaft in Hessen erbringt die Freie Wohlfahrtspflege eine bedeutsame \u201esoziale Rendite\u201c, wie es Alejandro Rada formulierte. <\/p>\n<p>Um m\u00f6glichst aussagekr\u00e4ftige und anschauliche Ergebnisse in Bezug auf die von der Wohlfahrtspflege erzielte gesellschaftliche Wertsch\u00f6pfung vorlegen zu k\u00f6nnen, hatte das Institut \u2013 \u00fcber die Gesamtbetrachtung hinaus \u2013 auch einzelne Arbeitsfelder der Wohlfahrtsverb\u00e4nde genauer angeschaut. So untersuchte man zum Beispiel an Hand der Schuldnerberatung, wie die Kosten der Investition durch die \u00f6ffentliche Hand zur  Aufrechterhaltung dieses Sozial-Angebotes im Verh\u00e4ltnis zu den gesellschaftlichen Ersparnissen stehen, die sich durch ausbleibende Hilfe f\u00fcr \u00fcberschuldete Menschen f\u00fcr die Gesellschaft erg\u00e4ben. Referent Rada konnte eine positive Rechnung aufmachen: Jeder investierte Euro erbrachte eine Ersparnis f\u00fcr die Gesellschaft in H\u00f6he von 6,60 Euro. <\/p>\n<p>Der Vortrag und die Ergebnisse der Studie wurden im Anschluss vom anwesenden Fachpublikum intensiv diskutiert. Einig war man sich darin, dass die Studie mit dem Vorurteil aufr\u00e4ume, Wohlfahrtsverb\u00e4nde seien reine Kostenfaktoren und somit ein \u201eLuxus\u201c, den sich die deutsche Gesellschaft leiste. Auch registrierte man einen deutlichen Imagegewinn, den die Verb\u00e4nde durch ihre Fl\u00fcchtlingshilfe der j\u00fcngsten Jahre erfahren konnten. Und ein weiterer positiver Aspekt: Mit der Einbindung von Ehrenamtlichen erm\u00f6glichen die Wohlfahrtsverb\u00e4nde eine in ihrer integrativen Wirkung nicht zu untersch\u00e4tzende Mitwirkung und aktive Teilhabe von breiten Bev\u00f6lkerungsschichten in den sozialen Systemen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend r\u00fcckte Moderator Franz Meyer den Bereich der Altenhilfe in den Blickwinkel, zumal man sich ja auch in einer Altenpflegeeinrichtung der Caritas befinde. Hierbei ging es in der Diskussion darum, wie die Liga mit den Herausforderungen der Zukunft umgehen wolle, die durch den sich bereits abzeichnenden Fachkr\u00e4ftemangel ohne Zweifel gro\u00df sein werden. Caritasdirektor Juch betonte, dass man langfristig dazu kommen m\u00fcsse, die T\u00e4tigkeit \u201ePflege\u201c gesellschaftlich h\u00f6her zu wertsch\u00e4tzen. Dann seien auch die n\u00f6tigen h\u00f6heren Investitionen \u2013 zum Beispiel durch Einstellung von mehr und besser bezahlten Pflegekr\u00e4ften \u2013 machbar. <\/p>\n<p>Die Liga werde, so betonten Juch und AWO-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Schmidt abschlie\u00dfend, die R\u00fcckmeldungen aus den Veranstaltungen zu der Sozialwirtschaftsstudie insgesamt auswerten, um f\u00fcr die weitere Arbeit der Verb\u00e4nde noch zus\u00e4tzliche Erkenntnisse zu gewinnen. Diese werden dann auch selbstverst\u00e4ndlich noch nach au\u00dfen getragen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen ging mit einer Aktionswoche \u201eWir sind Gesellschaft an die \u00d6ffentlichkeit: Landesweit stellte sie in verschiedenen Veranstaltungen eine neue, von ihr in Auftrag gegebene Sozialwirtschaftsstudie vor. 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