{"id":161282,"date":"2017-03-21T09:17:50","date_gmt":"2017-03-21T08:17:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=161282"},"modified":"2017-03-21T09:17:50","modified_gmt":"2017-03-21T08:17:50","slug":"was-austauschschueler-in-alsfeld-erleben-und-was-daran-nachhaltig-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=161282","title":{"rendered":"Was Austauschsch\u00fcler in Alsfeld erleben und was daran nachhaltig ist"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/1-fl\u00f6he.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/1-fl\u00f6he-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-161290\" \/><\/a>Das Erlernen von Fremdsprachen geh\u00f6rt ganz selbstverst\u00e4ndlich zur Schulbildung, an Gymnasien sogar eine zweite, wahlweise eine dritte Fremdsprache. Sprache lebt \u2013 wie kaum ein anderes Schulfach \u2013 vom Austausch, vom Gespr\u00e4ch, vom Ausprobieren. Im Idealfall machen Sprachen neugierig, das Land der Fremdsprache zu entdecken. Und weil das so ist, bietet die Albert-Schweitzer-Schule ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern Austauschfahrten an. Sehr regelm\u00e4\u00dfig und sehr best\u00e4ndig findet der Austausch mit dem Coll\u00e8ge Mangin in Sarrebourg statt. Seit dem Jahr 2000 bereits ist er fester Bestandteil im Lehrplan der 9. Klassen. Eine Woche lang sind dann franz\u00f6sische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in den Familien ihrer gleichaltrigen deutschen Austauschpartner untergebracht, im Gegenzug besuchen kurze Zeit darauf die deutschen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Franzosen. Gerade eben erst ging der Besuch der Abordnung aus dem Elsass zu Ende.<\/p>\n<p>\u201eWir sind sehr froh, dass wir unseren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern diese klassische Form des Austauschs bieten k\u00f6nnen\u201c, freut sich der stellvertretende Schulleiter Christian Bolduan, seines Zeichens auch Franz\u00f6sischlehrer an der Albert-Schweitzer-Schule. In dem gemeinsamen Konzept der ASS und des Coll\u00e8ge Mangin sieht er viele Vorteile, darunter nat\u00fcrlich auch eine Vertiefung der Sprachkompetenz: \u201eEs ist immer wieder erstaunlich, mit welchem Gewinn an Sprachkenntnis und Selbstsicherheit meine Sch\u00fcler nach einer Woche zur\u00fcckkehren\u201c, pflichtet ihm Doris Klein, Koordinatorin der franz\u00f6sischen Partnerschule, bei.<\/p>\n<p>\u201eWir w\u00e4hlen die jeweiligen Paarungen der Jugendlichen sehr sorgf\u00e4ltig aus. Anhand eines Steckbriefs schauen wir beispielsweise nach gemeinsamen Interessen oder einem \u00e4hnlichen Lebensumfeld\u201c, erl\u00e4utert Bolduan. Meistens passen die Matches gut, sodass die G\u00e4ste und ihre Gastgeber gerne die zweimal acht Tage im jeweiligen Land miteinander verbringen. Wenn es besonders gut l\u00e4uft, bleiben die Verbindungen auch nach dem Austausch bestehen. \u201eDa trifft es sich gut, dass unsere Partnerschule nahe an der franz\u00f6sischen Grenze liegt. So kann man auch mal eine kleine Wochenendreise planen\u201c, wei\u00df der Organisator des Austauschs aus Erfahrung. F\u00fcr ihn hat der klassische Austausch, also die Unterbringung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Gastfamilien, drei wichtige Komponenten: den Alltag in den Familien, den Alltag im Schulleben und einen touristisch-sozialen Aspekt. Neben dem Leben in und mit den Gastfamilien und dem regul\u00e4ren Schulbesuch spielen auch Ausfl\u00fcge und Exkursionen eine wichtige Rolle. Beim diesj\u00e4hrigen Austausch sahen sich die jungen Franzosen gemeinsam mit ihren deutschen Partnern beispielsweise das Besucherbergwerk in Merkers an und hatten am Point Alpha die Gelegenheit, sich mit der j\u00fcngeren deutschen Geschichte und der Wiedervereinigung auseinanderzusetzen. In Frankreich werden die deutschen G\u00e4ste im Mai unter anderem die Stadt Bitche besuchen und der Frage nachgehen, wie es zu der langen deutsch-franz\u00f6sischen Erbfeindschaft kam und was diese gerade f\u00fcr die Menschen in den Grenzgebieten bedeutete.<\/p>\n<p>\u201eUnser Programm bietet einen ausgewogenen Dreiklang aus Schule, Kultur und Freizeit\u201c, findet Bolduan, auch zum Shoppen und Feiern sei ausreichend Zeit. Dazu sei diese Form der Begegnung f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler durchaus erschwinglich, betont er, da eigentlich nur die Reisekosten ins Nachbarland und die Betreuung der G\u00e4ste vor Ort anfallen. Als Gewinn eines solchen Austausches sieht der P\u00e4dagoge ganz klar eine Vertiefung der sprachlichen Kompetenz sowie eine Horizonterweiterung: \u201eNur wer sich kennt, kann sich auch respektieren\u201c, findet er.<\/p>\n<p>Nicht nur aus Lehrersicht, sondern auch aus Sch\u00fclersicht ist der Frankreichaustausch ein Erfolg: \u201eWir kommen gut miteinander klar, lachen sehr viel gemeinsam und teilen ein gemeinsames Hobby: die Musik\u201c, best\u00e4tigt Sonja Karl. Sie lernt seit vier Jahren Franz\u00f6sisch und freut sich dies praktisch anzuwenden. Ihre Austauschpartnerin H\u00e9l\u00e8ne Lhussier lernt seit acht Jahren Deutsch, sodass die Verst\u00e4ndigung kein Problem darstellt. Besonders interessant ist es f\u00fcr die beiden, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Leben in Deutschland und Frankreich festzustellen. In Frankreich zum Beispiel nimmt das Essen einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert ein, in den Familien wird ausgiebiger gegessen und auch in der Schule essen alle gemeinsam zu Mittag, manchmal sogar mit Nachtisch. Allerdings dauert in Frankreich ein normaler Schultag bis 17:00 Uhr und auch die einzelnen Unterrichtsstunden sind l\u00e4nger als in Deutschland. Au\u00dferdem gef\u00e4llt der franz\u00f6sischen Austauschsch\u00fclerin die allgemeine Stimmung an der deutschen Schule sehr gut; auch die Lehrer w\u00fcrden nicht so streng unterrichten wie in Frankreich, sagt sie.<\/p>\n<p>Neben dem Programm der Schule organisieren die Gastfamilien auch selbst Ausfl\u00fcge und Highlights, wie zum Beispiel sch\u00f6ne Shoppingtouren oder eine Abschlussgrillfeier. Auch kleinere Aktionen wie gemeinsames Eis essen oder ganz normale Familienveranstaltungen machen den jungen Franzosen Spa\u00df und lassen sie besser in die deutsche Lebensweise hineinblicken.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich pr\u00e4sentierte auch die Albert-Schweitzer-Schule selbst den G\u00e4sten ihre Besonderheiten. Schulleiterin Elisabeth Hillebrand zeigte ihnen stolz das neue Sch\u00fclerlabor und den altehrw\u00fcrdigen Schulturm. Dort nutzten viele von ihnen die Gelegenheiten sich mit Namen und Jahreszahl zu verewigen.<br \/>\nIn wenigen Wochen machen sich die deutschen Sch\u00fcler auf den Weg nach Frankreich. Man darf gespannt sein, was sie von dort berichten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das Erlernen von Fremdsprachen geh\u00f6rt ganz selbstverst\u00e4ndlich zur Schulbildung, an Gymnasien sogar eine zweite, wahlweise eine dritte Fremdsprache. 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