{"id":160691,"date":"2017-03-08T08:23:47","date_gmt":"2017-03-08T07:23:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=160691"},"modified":"2017-03-08T08:23:47","modified_gmt":"2017-03-08T07:23:47","slug":"integration-von-anfang-an-was-als-kleine-idee-begann-ist-laengst-grosser-alltag-geworden-die-hausaufgabenbetreuung-in-der-gu-horas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=160691","title":{"rendered":"Integration von Anfang an \u2013 Was als kleine Idee begann ist l\u00e4ngst gro\u00dfer Alltag geworden: Die Hausaufgabenbetreuung in der GU Horas"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann Integration gelingen? Was sind die wichtigsten Elemente f\u00fcr eine gelungene Integration? F\u00fcr junge schulpflichtige Migranten sind Sprache und strukturelle Assimilation in das Bildungssystem, im Sinne der formalen Chancengleichheit, der Schl\u00fcssel zur Sozialintegration in das Aufnahmeland. So klar der Inhalt dieser Aussage auch scheint, so eindeutig zeigt dieser auch die mannigfachen Herausforderungen an junge Gefl\u00fcchtete Menschen auf. Die Wichtigkeit und Notwendigkeit einer guten sprachlichen und schulischen Ausbildung ist demnach unabdingbar und auch allen bewusst. Mit diesem Wissen und einer Menge sozialem Engagement, hat Cornelia Thiessen-Westerhoff eine ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung f\u00fcr die Gemeinschaftsunterkunft Horas organisiert.<\/p>\n<p>In der Gemeinschaftsunterkunft f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen in Horas leben 120 Menschen, diese wird von der AWO Kreisverband Fulda e.V. betreut. Davon sind 13 junge Menschen auf einer Grund- oder Weiterf\u00fchrenden Schule. Dass f\u00fcr diese Menschen der Schulalltag neben seinen normalen Schwierigkeiten auch noch eine sprachliche H\u00fcrde mit sich bringt, liegt auf der Hand. Jeder von uns kann sich vorstellen, wie ungleich schwerer sich der Unterricht in Mathematik gestaltet, wenn Kurvendiskussionen zus\u00e4tzlich noch in einer anderen Sprache stattfinden. Mit einem starken und zuverl\u00e4ssigen Team von insgesamt 29 ehrenamtlich Aktiven, hat Frau Thiesse-Westerhoff organisiert, dass t\u00e4glich 3-5 Ehrenamtliche f\u00fcr 90 Minuten den Sch\u00fcler\/Innen bei den Hausaufgaben und der Pr\u00fcfungsvorbereitung helfen. Die Ehrenamtlichen, zum Teil selbst noch Sch\u00fcler, betreuen die Gruppe mit viel Geduld und Freude. Dies zeigt sich auch an dem Verhalten der Kinder. Diese kommen nicht selten schon fr\u00fcher und k\u00f6nnen es kaum abwarten, dass die Betreuung anf\u00e4ngt. Auch starten die Kinder selbstst\u00e4ndig mit den Hausaufgaben, um diese nur noch korrigieren zu lassen, da Sie den Rest der Zeit f\u00fcr kleine Spiele wie Memory oder Puzzle nutzen wollen. Somit wird zus\u00e4tzlich das soziale Miteinander gef\u00f6rdert und die Sch\u00fcler haben sichtlich Spa\u00df bei dem Betreuungsangebot. Ein Mitarbeiter der AWO Fulda berichtet von einem Jungen, welcher h\u00e4ufig schon eine Stunde vorher in den Aufenthaltsraum kommt und dort mit seinen Hausaufgaben anf\u00e4ngt, um m\u00f6glichst viel Zeit f\u00fcr das Lesen von B\u00fcchern oder Spielen zu haben. Die Zeit ist auch f\u00fcr die Ehrenamtlichen immer eine Bereicherung. Man lernt sich gegenseitig kennen und es entwickeln sich auch zu den Eltern oder andere Gefl\u00fcchteten in der GU freundschaftliche Beziehungen, berichtet ein Betreuer der\u00c2\u00a0 Gemeinschaftsunterkunft.<\/p>\n<p>Das sich die Erfolge der Arbeit nicht immer sofort zeigen und oftmals mit einem langen Prozess verbunden sind mindert keineswegs die Bereitschaft der Ehrenamtlichen. Es wurden aber auch schon einige Kinder soweit gef\u00f6rdert, dass sie den Mittleren Abschluss anstreben. Dazu ist ein permanenter Austausch unter den Ehrenamtlichen wichtig und erfordert eine gute Organisation.\u00c2\u00a0 Neben der Hilfe im schulischen Alltag erm\u00f6glichen die Hausaufgabenbetreuer aber auch weitere Teilhabe f\u00fcr die gefl\u00fcchteten. Zwei Jungen kamen durch den Kontakt der Betreuer in Sportvereinen unter. \u00dcber die Motivation berichtet Antonia, 16 Jahre alt und selbst noch Sch\u00fclerin \u201edie Arbeit mit Kindern macht mir einfach Spa\u00df und ich denke, dass ich so bei der Integration mithelfen kann.\u201c<\/p>\n<p>Die AWO Kreisverband Fulda e.V. m\u00f6chte sich auf diesem Weg noch einmal f\u00fcr das Engagement bedanken.<\/p>\n<p>Haben Sie Interesse sich auch Ehrenamtlich zu Engagieren oder die Gemeinschaftsunterkunft kennen zu lernen, k\u00f6nnen Sie sich gerne unter der 0661\/29298593 melden. Au\u00dferdem findet regelm\u00e4\u00dfig am letzten Montag im Monat um 17:00 Uhr ein Ehrenamtsstammtisch in der Gemeinschaftsunterkunft in Horas statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wie kann Integration gelingen? Was sind die wichtigsten Elemente f\u00fcr eine gelungene Integration? F\u00fcr junge schulpflichtige Migranten sind Sprache und strukturelle Assimilation in das Bildungssystem, im Sinne der formalen Chancengleichheit, der Schl\u00fcssel zur Sozialintegration in das Aufnahmeland. 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