{"id":160560,"date":"2017-03-02T07:06:09","date_gmt":"2017-03-02T06:06:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=160560"},"modified":"2017-03-02T07:06:09","modified_gmt":"2017-03-02T06:06:09","slug":"kkv-nicht-die-hoehe-der-managerverguetung-ist-das-problem-sondern-die-fehlende-haftung-keine-boni-zahlungen-bei-langfristigen-schaeden-fuer-die-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=160560","title":{"rendered":"KKV: \u201eNicht die H\u00f6he der Managerverg\u00fctung ist das Problem, sondern die fehlende Haftung\u201c \u2013 Keine Boni-Zahlungen bei langfristigen Sch\u00e4den f\u00fcr die Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eNicht die H\u00f6he der Managerverg\u00fctung ist das Problem, sondern die fehlende Haftung bei schuldhaftem Handeln.\u201c Mit diesen Worten schaltete sich Bernd-M. Wehner, geb\u00fcrtiger Fuldaer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, in die aktuelle Diskussion um die Deckelung von Managergeh\u00e4ltern ein. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcsste auch die H\u00f6he der Verg\u00fctungen f\u00fcr Manager in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zur Leistung und Qualifikation der F\u00fchrungskraft und zur Entlohnung der Mitarbeiter des Unternehmens stehen. Hier\u00fcber habe aber nicht der Staat zu entscheiden, sondern in einer Sozialen Marktwirtschaft der Eigent\u00fcmer und letztlich der Markt. Insofern begr\u00fc\u00dft der KKV die Entscheidung des VW-Konzerns, die Geh\u00e4lter seiner Top-Manager k\u00fcnftig zu deckeln. Gerade VW setzt damit endlich auch ein Zeichen, dass es aus dem Abgasskandal gelernt hat. Im \u00dcbrigen w\u00e4re schon viel gewonnen, \u201ewenn sich die Angeh\u00f6rigen eines Unternehmens bewusst w\u00e4ren, dass die Gemeinschaft, innerhalb derer sie t\u00e4tig sind, ein Gut f\u00fcr alle und keine Struktur darstellt, die ausschlie\u00dflich dazu da ist, die pers\u00f6nlichen Interessen Einzelner zu befriedigen\u201c (Kompendium der Soziallehre der Kirche).<\/p>\n<p>Auch wenn es in der \u00d6ffentlichkeit gut ankomme, wenn eine gesetzliche Begrenzung der Managerverg\u00fctung gefordert w\u00fcrde, so wenig sei eine solche geeignet, f\u00fcr ein Mehr an Gerechtigkeit zu sorgen. \u201eNach welchen Kriterien soll diese Begrenzung denn erfolgen? Und warum soll sich eine H\u00f6chstgrenze auf Manager beschr\u00e4nken?\u201c, so der KKV-Bundesvorsitzende. Wer bei Vorstandsgeh\u00e4ltern eine Regulierung fordere, m\u00fcsse dies dann konsequenterweise auch f\u00fcr Spitzenverdiener im Sport- und Unterhaltungssektor und anderen Bereichen umsetzen. Eine andere Frage sei, bis zu welcher H\u00f6he Unternehmen die Gesamtverg\u00fctung f\u00fcr Manager steuerlich absetzen k\u00f6nnten. Hier h\u00e4tte der Gesetzgeber durch entsprechende H\u00f6chstgrenzen, die sich beispielsweise am Maximalverh\u00e4ltnis zwischen dem durchschnittlichen Verdienst der Mitarbeiter und den Bez\u00fcgen der Vorst\u00e4nde definiert, eine M\u00f6glichkeit, indirekt regulierend einzugreifen.<\/p>\n<p>Keine Boni-Zahlungen bei langfristigen Sch\u00e4den f\u00fcr die Unternehmen<br \/>\nGleichzeitig m\u00fcsse es aber auch klare Regeln geben, dass die Zahlungen von Manager-Boni an eine nachhaltige, positive Entwicklung des Unternehmens gekoppelt sein m\u00fcssen. Denn ob die Entscheidungen einer F\u00fchrungskraft richtig waren oder nicht, das zeige sich mitunter erst Jahre sp\u00e4ter. Die Boni sollten deshalb auch erst dann ausgezahlt werden, wenn man Erfolg oder Misserfolg klar benennen k\u00f6nne. \u201eSowohl bei der Deutschen Bank, als auch bei VW haben ehemalige Verantwortliche hohe Boni-Zahlungen bekommen, obwohl ihre Entscheidungen im Nachhinein beiden Konzernen milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten und Verluste beschert haben.\u201c<\/p>\n<p>Der KKV weist deshalb erneut darauf hin, dass der Mensch im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen m\u00fcsse. Die Wirtschaft d\u00fcrfe nicht am gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Profit, sondern sie m\u00fcsse nach dem Allgemeinwohl gemessen werden. Wirtschaft sei kein wertfreier Raum. Deshalb d\u00fcrfe im Spannungsfeld zwischen Profit und sozialer Verantwortung das Gewissen nicht ausgeschaltet werden. \u201eDer \u00e2\u20ac\u0161ehrbare Kaufmann\u00e2\u20ac\u02dc sollte nicht nur eine wohlfeile Forderung in Sonntagsreden sein, sondern er muss vor allem im Alltagsgesch\u00e4ft praktiziert werden\u201c, so der KKV.<\/p>\n<p>Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit knapp 70 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eNicht die H\u00f6he der Managerverg\u00fctung ist das Problem, sondern die fehlende Haftung bei schuldhaftem Handeln.\u201c Mit diesen Worten schaltete sich Bernd-M. 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