{"id":160435,"date":"2017-02-23T08:39:47","date_gmt":"2017-02-23T07:39:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=160435"},"modified":"2017-02-23T08:39:47","modified_gmt":"2017-02-23T07:39:47","slug":"jahresempfang-der-hessen-caritas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=160435","title":{"rendered":"Jahresempfang der Hessen-Caritas"},"content":{"rendered":"<p>Zum f\u00fcnften Mal hatte die Hessen-Caritas am Dienstag in das Wiesbadener Roncalli-Haus zu ihrem Jahresempfang geladen. Rund 300 Vertreter aus den Bistumsleitungen Fulda, Limburg und Mainz, aus den politischen Gremien der Landeshauptstadt und den im Landtag vertretenen Fraktionen sowie aus den landesweiten Sozialinstitutionen und Verb\u00e4nden waren der Einladung gefolgt.<br \/>\nDie Begr\u00fc\u00dfung nahm der Fuldaer Di\u00f6zesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch vor, der ab jetzt f\u00fcr zwei Jahre die Leitung der Hessen-Caritas von seinem Limburger Amtskollegen Dr. Hejo Manderscheid \u00fcbernommen hat. Die Hessen-Caritas mit mehr als 1200 Einrichtungen und rund 26 000 hauptamtlichen Mitarbeitern ist mit der Gesch\u00e4ftsstelle in Wiesbaden direkter Ansprechpartner f\u00fcr Landesregierung und Landespolitik. Sie vertritt gegen\u00fcber Politik und \u00d6ffentlichkeit die sozialpolitischen Positionen des katholischen Wohlfahrtsverbandes und seiner Mitglieder. Juch w\u00fcrdigte die Arbeit seines Amtsvorg\u00e4ngers und betonte den Charakter und die Bedeutung des Jahresempfangs als Forum des Austausches, bei dem Vertreter aus Kirche, Politik und Wohlfahrtspflege einmal die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, auch abseits der offiziellen Gespr\u00e4chskreise zusammenkommen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In seinem Gru\u00dfwort unterstrich Bischof Algermissen, dass die \u00dcbernahme von politischer und sozialer Verantwortung eine durchaus gangbare Form des christlichen Dienstes am N\u00e4chsten sei. Als aktuelles Beispiel dieses auch dem Staat und der Gesellschaft zu Gute kommenden Caritas-Einsatzes nannte Algermissen die kirchliche Fl\u00fcchtlingshilfe zur Integration der Zugezogenen. Der Fuldaer Bischof lobte die \u201egute und verl\u00e4ssliche Zusammenarbeit\u201c zwischen der Hessen-Caritas und den f\u00fcr die Landesspolitik verantwortlichen Politikern und dankte den Caritas-Mitarbeitern im Lande f\u00fcr ihre sichtbaren Zeichen, dass Caritas nicht einfach nur Sozialdienstleistung sondern eben auch Ausdruck der Nachfolge Jesu sei.<\/p>\n<p>Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner richtete in seinem Gru\u00dfwort einen ausdr\u00fccklichen Dank an die Hessen-Caritas f\u00fcr ihre konstruktive Zusammenarbeit mit der Landesregierung und ihre vielen Anregungen sowie aber auch die immer wieder vorgebrachte Kritik. Gr\u00fcttner lobte die Caritas als Institution, die sich nicht scheue, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen anzusprechen und anzugehen. In diesem Zusammenhang erw\u00e4hnte der Minister die aktuelle Jahreskampagne der Caritas \u201eZusammen sind wir Heimat\u201c, mit der die Caritas unterstreiche, dass man die fragilen Werte und Errungenschaften der Gesellschaft und der Heimat gegen Abgrenzung und Ausgrenzung verteidigen m\u00fcsse. Die Caritas setze mit ihrer christlichen Liebe und Zuwendung ein sichtbares Zeichen, dass letztendlich alle Menschen zwar nicht gleich, aber gleich wert seien \u2013 und darauf k\u00e4me es im gesellschaftlichen Zusammensein an.<\/p>\n<p>\u00ef\u00bf\u00bcDer Hauptvortrag des Abends kam von Caritas-Pr\u00e4sident Dr. Peter Neher, der das aktuelle Kampagnenthema 2017 der Caritas \u201eZusammen sind wir Heimat\u201c nochmals ausf\u00fchrlich pr\u00e4sentierte. Dazu analysierte er den Heimatbegriff und fragte: \u201eWas ist f\u00fcr uns eigentlich Heimat?\u201c Es sei ein typisch deutscher Begriff, so Neher, jedoch eben nicht genau umrissen. Wichtig sei es gerade in der jetzigen Zeit des Populismus und der Zuspitzung gesellschaftlicher Auseinandersetzungen um die Deutungshoheit zum Beispiel \u00fcber solche Begriffe wie Heimat, dieses Wort und seine Gewichtung nicht denjenigen zu \u00fcberlassen, die es nutzen wollten, um viele Menschen als nicht dazu geh\u00f6rend auszugrenzen. Denn, so der Caritas-Pr\u00e4sident, Heimat k\u00f6nne man teilen. Heimat forme sich dort, wo Menschen sich im Alltag begegneten. So ziele die Caritas-Kampagne \u201eZusammen sind wir Heimat\u201c auf eine zukunftsgewandte Gestaltung der Heimat, auf Integration durch Austausch und Voneinander-Lernen ab: Alle Menschen, die Alteingesessenen wie die Zugezogenen, sollten dabei die M\u00f6glichkeit bekommen, teilzuhaben an einer offenen Gesellschaft, die auf gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung und dem Respekt vor gemeinsamen Grundwerten basiere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zum f\u00fcnften Mal hatte die Hessen-Caritas am Dienstag in das Wiesbadener Roncalli-Haus zu ihrem Jahresempfang geladen. Rund 300 Vertreter aus den Bistumsleitungen Fulda, Limburg und Mainz, aus den politischen Gremien der Landeshauptstadt und den im Landtag vertretenen Fraktionen sowie aus den landesweiten Sozialinstitutionen und Verb\u00e4nden waren der Einladung gefolgt. 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