{"id":160231,"date":"2017-02-14T08:12:55","date_gmt":"2017-02-14T07:12:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=160231"},"modified":"2017-02-14T08:12:55","modified_gmt":"2017-02-14T07:12:55","slug":"vogelgrippe-die-stallpflicht-im-vogelsbergkreis-wird-aufgehoben-aber-rings-um-den-antrifttal-stausee-gibt-es-einen-sperrbezirk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=160231","title":{"rendered":"Vogelgrippe: Die Stallpflicht im Vogelsbergkreis wird aufgehoben. Aber: Rings um den Antrifttal-Stausee gibt es einen Sperrbezirk."},"content":{"rendered":"<p>Bei einem toten Schwan, der Ende Januar am Stausee bei Antrifttal im Vogelsbergkreis aufgefunden worden war, wurde das Vogelgrippevirus vom Typ H5N8 nachgewiesen. Das Tier war auf Veranlassung des Vogelsberger Veterin\u00e4ramts beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) untersucht worden (wir berichteten). Am Montag teilte das FLI dem Landratsamt mit: Ja, der Schwan hat den Erreger. Das Amt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen und Verbraucherschutz des Vogelsbergkreises hat daraufhin Restriktionsgebiete rund um den Stausee festgelegt. \u201eMit Ausnahme dieses Gebiets wird jedoch im restlichen Vogelsbergkreis die bisher angeordnete Stallpflicht aufgehoben\u201c, sagt Landrat Manfred G\u00f6rig.<\/p>\n<p>Das Umweltministerium hatte am Donnerstag per Erlass die vorzeitige Aufhebung f\u00fcr Kreise mit geringer Gefl\u00fcgeldichte und keinen Wildvogelrast- und brutgebieten erm\u00f6glicht. Das sei hier im Vogelsbergkreis der Fall, erl\u00e4utert Landrat G\u00f6rig. Konkret bedeutet das: Aufhebung der Stallpflicht im gesamten Kreisgebiet \u2013 mit Ausnahme der \u201eRestriktionszonen\u201c rund um den Stausee bei Antrifttal. Davon betroffen sind 55 Gefl\u00fcgelhalter. Hier gilt weiter die Stallpflicht und weitere Auflagen.<\/p>\n<p>Um Risiken auszuschlie\u00dfen, m\u00fcsse die \u00dcberwachungszone am Stausee geschaffen werden, um den vorbeugenden Seuchenschutz zu gew\u00e4hrleisten. So schreibt es das Gesetz vor.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung besteht \u2013 und bestand \u2013 keine Gefahr, denn dieses Virus verursacht nur beim Gefl\u00fcgel Erkrankungen. Infektionen des Menschen mit H5N8 sind bisher nicht bekannt.<\/p>\n<p>Die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Vogelsbergkreises hat nun in der N\u00e4he des Stausees zwei aufeinander aufbauende Restriktionsgebiete eingerichtet: einen \u201eSperrbezirk\u201c und dar\u00fcber hinaus ein \u201eBeobachtungsgebiet\u201c.<\/p>\n<p>Der Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Fundort des Schwans umfasst die Gemarkung Angenrod und den gesamten angrenzenden Stausee der Antrifttalsperre einschlie\u00dflich einer 1000 Meter breiten Zone um den Stausee.<\/p>\n<p>In diesem Sperrbezirk befinden sich f\u00fcnf Gefl\u00fcgelhaltungen, die zur Zeit amtstier\u00e4rztlich untersucht werden.<\/p>\n<p>Um diesen Sperrbezirk herum wurde dar\u00fcber hinaus ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern festgelegt. In diesem Beobachtungsgebiet liegen die Orte Seibelsdorf, Ohmes, Vockenrod, Reibertenrod, Leusel und Billertshausen mit 50 Gefl\u00fcgelhaltungen.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das f\u00fcr die Gefl\u00fcgelhalter sowie f\u00fcr Hunde- und Katzenbesitzer in der N\u00e4he von Antrifttal?<\/p>\n<p>Im eingerichteten Sperrbezirk gelten f\u00fcr die Dauer von 21 Tagen verschiedene Schutzma\u00dfnahmen wie auch ein Verbot des Verbringens von gehaltenen V\u00f6geln, Bruteiern, Fleisch und Fleischerzeugnissen aus dem Sperrbezirk.<\/p>\n<p>Im Beobachtungsgebiet gehaltene V\u00f6gel d\u00fcrfen f\u00fcr die Dauer von 15 Tagen nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden.<\/p>\n<p>Sowohl im Sperrbezirk als auch im Beobachtungsgebiet d\u00fcrfen Hunde und Katzen nicht frei laufen.<\/p>\n<p>Klare Regel rund um den Stausee: Wer im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet Gefl\u00fcgel h\u00e4lt, der muss das Gefl\u00fcgel weiterhin in geschlossenen St\u00e4llen oder unter einer Schutzvorrichtung  halten.<\/p>\n<p>Klare Regel f\u00fcr den \u00fcbrigen Vogelsbergkreis: Die Stallpflicht im \u00fcbrigen Vogelsbergkreis wird aufgehoben.<\/p>\n<p>Gefl\u00fcgelausstellungen und M\u00e4rkte bleiben weiterhin verboten.<\/p>\n<p>Trotz der Lockerungen im gr\u00f6\u00dften Teil des Landkreises empfiehlt das Veterin\u00e4ramt den Tierhaltern auf Hygienema\u00dfnahmen zur Verhinderung der Einschleppung des Vogelgrippe-Virus zu achten.<\/p>\n<p>Seit Herbst 2016 sind vom Vogelsberger Veterin\u00e4ramt 32 tote V\u00f6gel zur Untersuchung ans Landeslabor in Gie\u00dfen weitergeleitet worden. Diese 32 F\u00e4lle waren alle negativ \u2013 es gab also bisher keine Anhaltspunkte f\u00fcr die Vogelgrippe. Dies ist nun bei dem aufgefundenen Schwan in Antrifttal anders, erl\u00e4utert Dr. Dolderer-Litmeyer, Leiterin des Veterin\u00e4ramtes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bei einem toten Schwan, der Ende Januar am Stausee bei Antrifttal im Vogelsbergkreis aufgefunden worden war, wurde das Vogelgrippevirus vom Typ H5N8 nachgewiesen. Das Tier war auf Veranlassung des Vogelsberger Veterin\u00e4ramts beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) untersucht worden (wir berichteten). Am Montag teilte das FLI dem Landratsamt mit: Ja, der Schwan hat den Erreger. 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