{"id":159959,"date":"2017-02-07T20:16:03","date_gmt":"2017-02-07T19:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=159959"},"modified":"2017-02-07T20:16:03","modified_gmt":"2017-02-07T19:16:03","slug":"zahl-der-berufspendler-nach-hessen-nimmt-weiter-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=159959","title":{"rendered":"Zahl der Berufspendler nach Hessen nimmt weiter zu"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte in Hessen gilt: Ihr Arbeitsort und ihr Wohnort sind nicht identisch und liegen oftmals in unterschiedlichen Bundesl\u00e4ndern. Das Land Hessen und besonders der Ballungsraum Rhein-Main folgen weiterhin dem Trend steigender Pendlerzahlen. Parallel zur sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung stieg innerhalb eines Jahres auch die Zahl der Ein- und Auspendler weiter an.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber dem Vorjahr erh\u00f6hte sich die Zahl der Einpendler, die in einem sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis stehen, von 344.667 auf 353.395 Menschen. Das waren 8.728 oder 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. 14,4 Prozent der insgesamt 2.457.858 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten mit Arbeitsort in Hessen (Stand 30.06.2016), kamen aus einem anderen Bundesland oder dem Ausland.<\/p>\n<p>Die Zahl der Auspendler stieg ebenfalls an: 237.392 Menschen verlie\u00dfen ihren hessischen Wohnort, um au\u00dferhalb der Landesgrenze zu arbeiten. Das waren 13.858 oder 6,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Hessen pendelten beruflich prim\u00e4r in die benachbarten Bundesl\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg (56.764), Rheinland-Pfalz (51.262), Nordrhein-Westfalen (43.237) und Bayern (40.519).<\/p>\n<p>Berufst\u00e4tige aus anderen Bundesl\u00e4ndern, die ihre sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung in Hessen aus\u00fcben, kamen \u00fcberwiegend aus Rheinland-Pfalz (100.204), Bayern (60.845) und Nordrhein-Westfalen (55.646). An vierter Stelle stehen die Einpendler aus Baden-W\u00fcrttemberg (46.480). Im Gegensatz zu den anderen Bundesl\u00e4ndern ist die Zahl derjenigen, die von ihrem Wohnort in Hessen zur Arbeit nach Baden-W\u00fcrttemberg auspendeln, h\u00f6her, als die Zahl der Einpendler. Bei den anderen Bundesl\u00e4ndern weist Hessen hingegen einen Einpendler\u00fcberschuss auf.<\/p>\n<p>Auf den Weg zur Arbeit nach Hessen machen sich besonders Besch\u00e4ftigte aus der Unternehmensf\u00fchrung und \u2013organisation, dem Bereich Verkehr und Logistik, den Einkaufs-, Vertriebs- und Handelsberufen, dem Finanzdienstleistungssektor und der Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Allein aus diesen \u201eTop F\u00fcnf\u201c der Berufsgruppen kamen rund 153.000 Besch\u00e4ftigte: 43,2 Prozent aller Einpendler.<\/p>\n<p>Frankfurt bleibt Pendlermagnet<\/p>\n<p>Insgesamt 551.231 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer \u00fcbten in Frankfurt am Main eine sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung aus. Davon leben lediglich 196.417 Personen in der Mainmetropole. Dies entspricht einem Anteil von 35,6 Prozent. Gegen\u00fcber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Besch\u00e4ftigten mit Wohnsitz in Frankfurt allerdings um 5.454 Menschen erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfere Teil, insgesamt 259.391 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, pendelten aus anderen hessischen Regionen in die Mainmetropole (47,1 Prozent). Im Vorjahr waren es mit 256.204 Berufst\u00e4tigen noch 47,3 Prozent.<\/p>\n<p>93.338 Menschen (2015: 92.622) arbeiteten in Frankfurt, wohnten aber in einem anderen Bundesland, 1.668 kommen aus dem Ausland (2015: 1.586). Der Einpendleranteil liegt damit bei 64,4 Prozent und ist gegen\u00fcber dem Vorjahr (64,7 Prozent) leicht zur\u00fcckgegangen. Der Anteil nichthessischer Einpendler an allen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in das Stadtgebiet Frankfurt ist mit 17,3 Prozent weiterhin deutlich h\u00f6her als im landesweiten Durchschnitt (14,4 Prozent). Rund 355.000 Besch\u00e4ftigte pendeln regelm\u00e4\u00dfig zur Arbeit in die Mainmetropole, etwa 4.600 mehr als vor einem Jahr.<\/p>\n<p>Ihren Wohnort Frankfurt verlassen 90.523 Berufspendler, um au\u00dferhalb der Stadt ihren beruflichen T\u00e4tigkeiten nachzugehen. Darunter arbeiten 66.656 Menschen in Hessen, 23.867 in einem anderen Bundesland.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen, spricht diese Dynamik f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t des Wirtschaftsstandortes Hessen, birgt aber auch Herausforderungen: \u201eDie stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung und ein aufnahmef\u00e4higer Arbeitsmarkt machen Hessen zu einem gefragten Einzugsgebiet. Dies und auch die zentrale Lage beg\u00fcnstigen die Mobilit\u00e4t zwischen Arbeits- und Wohnort. Dass sich ein gro\u00dfer Teil dieser Bewegungen auf die Ballungsr\u00e4ume konzentriert, allen voran das Rhein-Main Gebiet mit der Stadt Frankfurt als Knotenpunkt, verst\u00e4rkt allerdings auch Effekte wie eine stark zunehmende Verkehrsdichte, einen angespannten Wohnungsmarkt und steigende Lebenshaltungskosten. Deshalb sollte die Attraktivit\u00e4t l\u00e4ndlich gepr\u00e4gter Regionen als Wohn- und Arbeitsst\u00e4tte, auch in Hinblick auf die demografische Entwicklung und den Fachkr\u00e4ftebedarf, weiter gef\u00f6rdert werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte in Hessen gilt: Ihr Arbeitsort und ihr Wohnort sind nicht identisch und liegen oftmals in unterschiedlichen Bundesl\u00e4ndern. Das Land Hessen und besonders der Ballungsraum Rhein-Main folgen weiterhin dem Trend steigender Pendlerzahlen. 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