{"id":159841,"date":"2017-02-03T20:31:35","date_gmt":"2017-02-03T19:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=159841"},"modified":"2017-02-03T20:31:35","modified_gmt":"2017-02-03T19:31:35","slug":"abgeordnete-trifft-sich-mit-vertretern-der-bi-lebenswertes-bronnzell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=159841","title":{"rendered":"Abgeordnete trifft sich mit Vertretern der BI &#8220;Lebenswertes Bronnzell&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Wir brauchen unabh\u00e4ngig vom geplanten Ausbau der Bahnstrecke einen besseren Schallschutz f\u00fcr Bronnzell&#8221;, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit K\u00f6mpel nach einem Gespr\u00e4ch mit Vertretern der B\u00fcrgerinitiative &#8220;Lebenswertes Bronnzell&#8221;. &#8220;Die L\u00e4rmbelastung hier ist schon jetzt sehr hoch. Es muss schnell gehandelt werden: Nicht erst, wenn mit dem Ausbau der Bahnstrecke Fulda-Frankfurt begonnen wird&#8221;, sagte die SPD-Politikerin. Im Etat des Bundeshaushalts seien 150 Millionen Euro f\u00fcr L\u00e4rmschutzerweiterungen vorgesehen. Und in einem neuen Positionspapier ihrer Partei zum Thema L\u00e4rmschutz ist festgeschrieben, dass die Region Fulda eine Modellregion werden soll. Hier sollen\u00c2\u00a0 in unterschiedlichen Varianten von L\u00e4rmschutz wie zum Beispiel Gabionen (mit Steinen gef\u00fcllt Drahtk\u00f6rbe) oder Monitoring der Gleise erprobt werden. K\u00f6mpel: &#8220;Ich bin sehr stolz darauf, dass ich das Fuldaer Projekt in meiner Fraktion durchsetzen konnte. Jetzt muss die Union im Bund und in den Kommunen mitziehen, dann k\u00f6nnen wir viel Gutes f\u00fcr unsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger erreichen.&#8221;<br \/>\nLaut Vorgaben der Bahn sind beim Ausbau der Strecke Fulda-Frankfurt nur da L\u00e4rmschutzma\u00dfnahmen vorgesehen, wo auch tats\u00e4chlich neue Gleise verlegt werden. Nachdem die Bahn erst geplant hatte, im Zuge des Ausbaus Bronnzell mit zwei Gleisen auf der Westseite der bestehenden Bahnlinie anzubinden, wurden nunmehr weitere Linien vorgestellt: So k\u00f6nnte der Ort durch zwei eingleisige Strecken angebunden werden:\u00c2\u00a0 Eine \u00fcber die Bestandstrecke Fulda-Frankfurt auf der Ostseite und eine \u00fcber eine Neubaustrecke auf der Westseite des bestehenden Bahnk\u00f6rpers.<br \/>\nDa laut Bahn zus\u00e4tzlicher Schallschutz nur in den tats\u00e4chlichen Neubaubereichen hergestellt werden soll, h\u00e4tte dies zur Folge, dass m\u00f6glicherweise der s\u00fcdliche Teil Bronnzells zus\u00e4tzlichen Schallschutz erh\u00e4lt, der n\u00f6rdliche Teil Bronnzells jedoch nicht. BI-Sprecher Paul Schneider: &#8220;Und das bei einer Steigerung der G\u00fcterz\u00fcge um 50 Prozent, die Zuganzahl somit um rund 24 Prozent auf 595 Z\u00fcge t\u00e4glich. Ohne direkten Nutzen f\u00fcr die Bronnzeller werden die Einwohner dann alle zweieinhalb Minuten durch einen der 231 Personen- oder einen der 364 G\u00fcterz\u00fcge beschallt. Das nehmen wir nicht hin.&#8221;<\/p>\n<p>Die BI lehnte im Gespr\u00e4ch mit der Abgeordneten den Bau neuer Gleise in der Ortslage Bronnzell ab. Sie fordert vielmehr den Anschluss der neuen Gleise weiter s\u00fcdlich auf die bestehende Schnellfahrstrecke W\u00fcrzburg-Fulda. Diese M\u00f6glichkeiten sehen sechs von den sieben noch zur Auswahl stehenden Streckenf\u00fchrungen vor. Die BI zeigt aber auch Alternativen auf, die der Bundestagsabgeordneten und der DB rechtzeitig zum anstehenden Dialogforum am 10. Februar \u00fcbergeben wurden. So k\u00f6nnte ein neues Gleis aus S\u00fcden kommend vor der \u00dcberquerung der Fulda, in H\u00f6he der Kl\u00e4ranlage, \u00f6stlich auf das Bestandsgleis Fulda-Frankfurt gef\u00fchrt werden. &#8220;Damit w\u00fcrde auch L\u00f6schenrod neuen Schallschutz bekommen&#8221;, sagt Schneider.<\/p>\n<p>Die Einwohner Bronnzells sind\u00c2\u00a0 schon heute stark vom Bahnl\u00e4rm belastet. Alle Wohnh\u00e4user werden laut Schneider mit mindestens 60 dB, die meisten\u00c2\u00a0 der Wohnh\u00e4user mit 65 dB bis \u00fcber 75 dB beschallt. Die Belastungen aus dem Stra\u00dfenl\u00e4rm der Bundesstra\u00dfe 27 und der Ortsdurchfahrt seien hierbei noch nicht ber\u00fccksichtigt. Schneider bef\u00fcrchtet, dass der Ausbau des Bronnzeller Kreisels weiteren L\u00e4rm mit sich bringen wird. Hinzu komme die angeblich grundwassergef\u00e4hrdende M\u00fclldeponie an der Eichenzeller Stra\u00dfe, die mit\u00c2\u00a0 schadstoffbelastetem Erdreich (bis Z2) abgedeckt werden soll. &#8220;Eine Sanierung, bei der giftiger M\u00fcll mit vergiftetem Erdreich zugedeckt werden soll. Irgendwann reicht es auch den Bronnzellern&#8221;, emp\u00f6rt sich Schneider: &#8220;Es gibt bei uns kein Gesch\u00e4ft mehr zur Grundversorgung,\u00c2\u00a0 keinen Arzt, keine Poststelle und keine B\u00e4ckerei mehr. Wenn jetzt noch jahrelange Bauimmissionen, und am Ende noch mehr L\u00e4rm kommen, wer soll denn dann hier noch leben?&#8221;\u00c2\u00a0 Weil der Bahnausbau ein Projekt des Bundes sei, w\u00fcnsche sich die BI von &#8220;Ihrer&#8221; Abgeordneten verbindliche Unterst\u00fctzung zur Erreichung eines optimalen L\u00e4rmschutzes. &#8220;Die Menschen aus Bronnzell sollten nicht mehr lange auf L\u00e4rmschutz warten m\u00fcssen. Hier muss gleich etwas passieren&#8221;, sagte Birgit K\u00f6mpel abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>&#8220;Wir brauchen unabh\u00e4ngig vom geplanten Ausbau der Bahnstrecke einen besseren Schallschutz f\u00fcr Bronnzell&#8221;, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit K\u00f6mpel nach einem Gespr\u00e4ch mit Vertretern der B\u00fcrgerinitiative &#8220;Lebenswertes Bronnzell&#8221;. &#8220;Die L\u00e4rmbelastung hier ist schon jetzt sehr hoch. Es muss schnell gehandelt werden: Nicht erst, wenn mit dem Ausbau der Bahnstrecke Fulda-Frankfurt begonnen wird&#8221;, sagte die SPD-Politikerin. 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