{"id":159833,"date":"2017-02-03T20:30:13","date_gmt":"2017-02-03T19:30:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=159833"},"modified":"2017-02-03T20:30:13","modified_gmt":"2017-02-03T19:30:13","slug":"vierte-ausschreibung-fuer-den-hessischen-landespreis-flucht-vertreibung-eingliederung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=159833","title":{"rendered":"Vierte Ausschreibung f\u00fcr den Hessischen Landespreis \u201eFlucht, Vertreibung, Eingliederung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Nach 2011, 2013 und 2015 schreibt die Hessische Landesregierung zum vierten Mal den im Zweijahresrhythmus vergebenen Landespreis \u201eFlucht, Vertreibung, Eingliederung\u201c aus. Dies k\u00fcndigte Staatsminister Stefan Gr\u00fcttner heute in Wiesbaden an. \u201eMit der Stiftung des Preises erinnert das Land daran, dass fast jede dritte Hessin und jeder dritte Hesse entweder Flucht oder Vertreibung selbst erlebt haben, von Fl\u00fcchtlingen und Vertriebenen abstammen oder als Aussiedlerin und Aussiedler bzw. Sp\u00e4taussiedlerin und Sp\u00e4taussiedler hier leben\u201c, hob Gr\u00fcttner hervor. Mit der Auszeichnung werden literarische und kulturelle Werke pr\u00e4miert, die sich mit der Vertreibung, Aussiedlung und Eingliederung der Vertriebenen sowie Sp\u00e4taussiedler oder der Kultur der Vertreibungsgebiete auseinandersetzen. Dies gilt ebenso f\u00fcr Arbeiten mit historischem, soziologischem, kulturellem, sprachwissenschaftlichem oder auch wirtschaftlichem Inhalt. Eine achtk\u00f6pfige Jury entscheidet \u00fcber die Vergabe des Preises.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend es bei den ersten Preisverleihungen jeweils thematische Vorgaben gab, war die Themenwahl in 2015 freigestellt. Vor dem Hintergrund des diesj\u00e4hrigen Reformationsjubil\u00e4ums hat sich das Ministerium entschieden, die Preisverleihung erneut mit einem Motto zu verbinden\u201c, erkl\u00e4rte Minister Gr\u00fcttner.<br \/>\nDie einzureichenden Arbeiten sollen daher einen Bezug zu dem Thema \u00e2\u20ac\u0161Kirche in der Heimat \u2013 Kirche als Heimat der Vertriebenen und Deportierten\u00e2\u20ac\u02dc haben. Die Kirchengemeinden seien immer auch ein Kristallisationspunkt in den St\u00e4dten und D\u00f6rfern der fr\u00fcheren Heimat gewesen und h\u00e4tten das Leben der Menschen nachhaltig gepr\u00e4gt. Vor allem aber h\u00e4tten auch nach der Vertreibung viele der Entwurzelten, die, all ihrer Habe beraubt, in der Fremde neu anfangen mussten, im Glauben Trost und Halt gefunden.<\/p>\n<p>Da das Land Hessen infolge des Zweiten Weltkriegs rund eine Million Heimatvertriebene und seit 1979 auch \u00fcber 264.000 Aussiedler und Sp\u00e4taussiedler aufgenommen hat, besitzt heute fast jeder dritte hessische B\u00fcrger und jede dritte B\u00fcrgerin einen Vertreibungshintergrund. \u201eDie Erinnerung an Flucht und Vertreibung ist somit keine Angelegenheit einer schwindenden Minderheit, sondern betrifft weite Teile unserer Bev\u00f6lkerung. Das kulturelle Erbe der Herkunfts- und Vertreibungsgebiete zu bewahren, verpflichtet Politik und Gesellschaft gleicherma\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt die Beauftragte der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf. Sie erhoffe sich daher eine rege Beteiligung und freue sich schon auf die Einsendung zahlreicher interessanter Arbeiten. Zur Teilnahme berechtigt seien alle hessischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger jeden Alters sowie Institutionen oder Organisationen mit Sitz in Hessen. \u201eMit dem Preis sollen gerade auch junge Leute angeregt werden, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und mit eigenen Forschungsleistungen einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Erinnerung nicht verloren geht. Der Preis wird am Samstag, 10. Juni 2017, im Rahmen des Tages der Vertriebenen auf dem Hessentag in R\u00fcsselsheim verliehen\u201c, so Gr\u00fcttner abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Am 5. August 1950 hatten die Vertriebenen in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen erkl\u00e4rt, auf Vergeltung zu verzichten und am Aufbau eines geeinten Europas mitwirken zu wollen. Anl\u00e4sslich des 60. Jahrestags der Verk\u00fcndung der Charta beschloss das Land Hessen im Jahr 2010, den Preis \u201eFlucht, Vertreibung, Eingliederung\u201c auszuschreiben. Seither wird der mit 7.500 \u00e2\u201a\u00ac dotierte Preis im Zwei-Jahresrhythmus am Tag der Vertriebenen w\u00e4hrend des Hessentages durch den Ministerpr\u00e4sidenten des Landes Hessen, Volker Bouffier, verliehen.<\/p>\n<p>Einsendeschluss ist der 31. M\u00e4rz 2017. Vorschl\u00e4ge oder Bewerbungen sind zu richten an:<br \/>\nHessisches Ministerium f\u00fcr Soziales und Integration<br \/>\nAbteilung IV<br \/>\nDostojewskistr. 4<br \/>\n65187 Wiesbaden<br \/>\nE-Mail: Landesausgleichsamt-Hessen@HSM.Hessen.de<br \/>\nWeitere Informationen und die Statuten zum Landespreis finden Sie unter www.vertriebenenbeauftragte.hessen.de , Landespreis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Nach 2011, 2013 und 2015 schreibt die Hessische Landesregierung zum vierten Mal den im Zweijahresrhythmus vergebenen Landespreis \u201eFlucht, Vertreibung, Eingliederung\u201c aus. 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