{"id":159823,"date":"2017-02-03T20:28:26","date_gmt":"2017-02-03T19:28:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=159823"},"modified":"2017-02-03T20:28:26","modified_gmt":"2017-02-03T19:28:26","slug":"aufklaerung-bei-multipler-sklerose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=159823","title":{"rendered":"Aufkl\u00e4rung bei Multipler Sklerose"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/050-dmsg2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-159831\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/050-dmsg2-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/050-dmsg2-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/050-dmsg2-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/050-dmsg2-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/050-dmsg2.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Im Sommer letzten Jahres ist die Beratungsstelle der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) nach 23 Jahren am Standort Alsfeld nach Fulda umgezogen. Im Zentrum Vital befindet sich eine von insgesamt vier DMSG-Beratungsstellen in ganz Hessen. Die Leiterin der Beratungsstelle, Diplom-Sozialarbeiterin Kerstin Springob, berichtet im Folgenden von den Erfahrungen am neuen Standort, den Leistungen der Beratungsstelle und den h\u00e4ufigsten Fragen, die bei der Diagnose \u201eMultiple Sklerose\u201c auftauchen.<\/p>\n<p>Wie sind die ersten Monate am neuen Standort verlaufen?\u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: Die Beratungsstelle wird gut angenommen. Es kommen weitaus mehr Menschen zu uns, als dies in Alsfeld der Fall war. Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir die neuen R\u00e4ume mit Unterst\u00fctzung des Landkreises Fulda gefunden haben und beziehen konnten.<br \/>\nWarum sind Sie umgezogen?\u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: Unser Einzugsgebiet ist sehr gro\u00df. Wir sind f\u00fcr Betroffene im Landkreis und in der Stadt Fulda sowie in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg, Werra-Mei\u00dfner, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill da. Die Beratungsstelle in Alsfeld war mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln nicht gut erreichbar. In Fulda ist der Bahnhof nicht weit entfernt, die Bushaltestelle befindet sich quasi vor der Haust\u00fcr, und wer mit dem Auto kommt und einen Rollstuhl benutzen muss, kann direkt mit dem Aufzug zur Beratungsstelle gelangen.<\/p>\n<p>Bieten Sie auch Hausbesuche an? \u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: Ja, denn es gibt auch Personen, die schwerstpflegebed\u00fcrftig und immobil sind. Diesen bieten wir Hausbesuche im gesamten Einzugsgebiet an. Und dienstags bieten wir zwischen 10 und 12 Uhr eine telefonische Beratung an.<\/p>\n<p>Muss man Mitglied der DMSG sein, um beraten werden zu k\u00f6nnen? \u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: Wir haben ungef\u00e4hr 780 Mitglieder, die wir beraten und betreuen. Es wenden sich aber auch Personen an uns, die nicht Mitglied in unserem Verein sind \u2013 auch diese werden von uns zun\u00e4chst beraten. Allerdings ist auf l\u00e4ngere Sicht eine Mitgliedschaft erw\u00fcnscht. Unsere Arbeit finanziert sich \u00fcber den Mitgliedsbeitrag, der bei 48 Euro im Jahr liegt, aber haupts\u00e4chlich \u00fcber Spenden. Ohne die Unterst\u00fctzung von Unternehmen, Einzelpersonen und auch Kleinspendern k\u00f6nnten wir diese Arbeit nicht durchf\u00fchren.<br \/>\nWelche Leistungen erbringt die Beratungsstelle? \u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: Wir kl\u00e4ren \u00fcber das Krankheitsbild Multiple Sklerose und m\u00f6gliche Therapieformen auf \u2013\u00c2\u00a0 verweisen in diesen Punkten aber auch immer auf den behandelnden Arzt. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchren wir viele psychosoziale Beratungsgespr\u00e4che und geben Hilfestellung bei sozialrechtlichen Fragen wie beispielsweise Widerspruchsverfahren. Wir beraten dabei immer im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie das genauer erkl\u00e4ren?\u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: Sehr h\u00e4ufig geht es in den Beratungsgespr\u00e4chen um das Annehmen der Diagnose, die Krankheitsverarbeitung oder auch um famili\u00e4re Aspekte. Eine chronische Erkrankung, insbesondere wenn sie zukunftsungewiss ist oder einen schwerwiegenden Verlauf nimmt, greift auch immer in das Familiensystem ein.<\/p>\n<p>Was sind h\u00e4ufige Fragen? \u00e2\u20ac\u00a8K. Springob: In den Familien besteht h\u00e4ufig eine gewisse Ungewissheit, wie man mit dem betroffenen Angeh\u00f6rigen umgehen soll. Es gibt viele MS-Patienten, denen man die Krankheit \u00fcberhaupt nicht ansieht. Es sind h\u00e4ufig die sogenannten unsichtbaren Symptome der MS wie zum Beispiel das Fatigue-Syndrom \u2013 die starke Erm\u00fcdbarkeit \u2013, die den Betroffenen das Leben sehr schwer machen. F\u00fcr viele Angeh\u00f6rige, Arbeitgeber oder Arbeitskollegen sind einige Symptome der Krankheit \u00fcberhaupt nicht nachvollziehbar. Daher leisten wir auch viel Aufkl\u00e4rungsarbeit.<br \/>\nKontakt \u00e2\u20ac\u00a8Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Hessen e.V.\u00e2\u20ac\u00a8Beratungsstelle Fulda, Gerloser Weg 20, 36039 Fulda\u00e2\u20ac\u00a8Telefon (0661)9689300, E-Mail fulda@dmsg-hessen.de, www.dmsg-hessen.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Sommer letzten Jahres ist die Beratungsstelle der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) nach 23 Jahren am Standort Alsfeld nach Fulda umgezogen. Im Zentrum Vital befindet sich eine von insgesamt vier DMSG-Beratungsstellen in ganz Hessen. 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