{"id":159702,"date":"2017-02-01T08:19:58","date_gmt":"2017-02-01T07:19:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=159702"},"modified":"2017-02-01T08:19:58","modified_gmt":"2017-02-01T07:19:58","slug":"international-day-of-zero-tolerance-to-female-genital-mutilation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=159702","title":{"rendered":"International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation."},"content":{"rendered":"<p>Das Fulda-Mosocho-Projekt stellt eine h\u00f6chst erfolgreiche Strategie zur Bek\u00e4mpfung von weiblicher Genitalverst\u00fcmmelung (FGM) bereit: Mit einer an der Hochschule Fulda entwickelten Methode setzt das Team des Vereins LebKom (Sitz: Fulda) alles daran, M\u00e4dchen und Frauen in der kenianischen Region Mosocho vor dem grausamen Ritual zu bewahren. Das Fulda-Mosocho-Projekt z\u00e4hlt laut einer UNICEF-Studie zu den f\u00fcnf besten Projekten weltweit und f\u00fchrt dies auf eine h\u00f6chst wirksame Strategie, den an der Hochschule Fulda von Prof. Muthgard Hinkelmann-Toewe entwickelten Wert-Zentrierten Ansatz zur\u00fcck. Das Projekt wurde 2002 ins Leben gerufen. Weit \u00fcber 20.000 M\u00e4dchen sind nun vor der Verst\u00fcmmelung ihrer Genitalien bewahrt. Das erkl\u00e4rte Ziel ist, der Verst\u00fcmmelung von M\u00e4dchen und Frauen weltweit ein Ende zu setzen. Noch vor Beginn der Projektarbeit waren 98 Prozent der M\u00e4dchen in der Projektregion bedroht. Heute sind 80 % von ihnen nachhaltig gesch\u00fctzt. Wegen der starken Nachfrage wurde die Arbeit auf weitere Regionen in Kenia ausgeweitet, auch dort mit beeindruckenden Erfolgen.<\/p>\n<p>Bereits lange, bevor der erste International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, ist die auf die Abschaffung von FGM spezialisierte Nichtregierungsorganisation (NGO) Lebendige Kommunikation e.V. aus Fulda in enger Zusammenarbeit mit der Kisii-Ethnie in Kenia mit einer besonderen Strategie aktiv und hat durch deren Anwendung im Fulda-Mosocho-Projekt gro\u00dfe Erfolge im Kampf gegen FGM eingefahren. Wichtiger Teil dieser Strategie: Faktenwissen! Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klitoris werden vermittelt &#8211; M\u00e4nner und Frauen der gro\u00dfen betroffenen Ethnie der Kisii in Kenia lassen sich darin ausbilden. Der gesellschaftliche Wandel: Fl\u00e4chendeckend wachsen Kisii-M\u00e4dchen nunmehr mit Klitoris zur ehrbaren Omoiseke (vollwertige Mitglieder der Gesellschaft) heran, die auch sp\u00e4ter von Kisii-S\u00f6hnen \u201eheiratbar\u201c sind.<\/p>\n<p>Zur Dimension: J\u00e4hrlich werden laut UNICEF mehr als 3 Millionen M\u00e4dchen an ihren Genitalien verst\u00fcmmelt \u2013 alle 11 Sekunden eins. Nach neuesten Studien sind es weltweit mindestens 200 Millionen von der Beschneidung betroffene M\u00e4dchen und Frauen. Durch Migration dringt das Problem FGM auch nach Europa. Dort sind ca. 500.000 M\u00e4dchen und Frauen betroffen und j\u00e4hrlich 180.000 bedroht. F\u00fcr Deutschland g\u00fcltige Erhebungen mit aktuellen Zahlen werden in K\u00fcrze zur Verf\u00fcgung stehen, bisherige Sch\u00e4tzungen gehen von ca. 30.000 M\u00e4dchen\/Frauen aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das Fulda-Mosocho-Projekt stellt eine h\u00f6chst erfolgreiche Strategie zur Bek\u00e4mpfung von weiblicher Genitalverst\u00fcmmelung (FGM) bereit: Mit einer an der Hochschule Fulda entwickelten Methode setzt das Team des Vereins LebKom (Sitz: Fulda) alles daran, M\u00e4dchen und Frauen in der kenianischen Region Mosocho vor dem grausamen Ritual zu bewahren. 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