{"id":158891,"date":"2017-01-03T19:06:02","date_gmt":"2017-01-03T18:06:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=158891"},"modified":"2017-06-01T14:49:54","modified_gmt":"2017-06-01T12:49:54","slug":"die-suche-nach-azubis-sichere-arbeitsplaetze-aber-bewerbermangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=158891","title":{"rendered":"Die Suche nach Azubis: Sichere Arbeitspl\u00e4tze, aber Bewerbermangel"},"content":{"rendered":"<p>Auszubildende sind gefragt wie nie. Besonders mittelst\u00e4ndische Unternehmen sind momentan verzweifelt auf der Suche nach Azubis. Daf\u00fcr gibt es mehrere Gr\u00fcnde: Deutschlandweit <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article159614650\/Schulabbrecher-sind-die-Loesung-fuer-den-Azubi-Mangel.html\">absolvieren mittlerweile durchschnittlich 41 Prozent eines Jahrgangs das Abitur<\/a> \u2013 dadurch steigt Jahr f\u00fcr Jahr die Anzahl der Studienanf\u00e4nger. Die klassische Ausbildung verliert somit bei vielen jungen Menschen an Attraktivit\u00e4t. Besonders gro\u00df ist die Notlage bei B\u00e4cker- und Fleischerbetrieben, Geb\u00e4udereinigungen und im Baugewerbe. Aber auch beliebte Branchen wie die Automobilindustrie bekommt den Mangel allm\u00e4hlich zu sp\u00fcren. Vereinzelt greifen Unternehmen sogar zu Sachpr\u00e4mien wie Firmenautos oder Geldpr\u00e4mien oder bieten andere Anreize, um junge Menschen f\u00fcr unbeliebte Berufsbilder zu begeistern. Viele Betriebe stellen auch immer h\u00e4ufiger Schulabbrecher ein und unterst\u00fctzen diese durch Qualifizierungsangebote und Nachhilfe \u2013 in der Hoffnung, dass sie dadurch die Ausbildung schaffen und den Mangel an Bewerbern ausgleichen.<\/p>\n<h2>Situation versch\u00e4rft sich<\/h2>\n<p>Die Lage k\u00f6nnte sich innerhalb der n\u00e4chsten Jahre noch deutlich verschlimmern. Bis 2020 <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/arbeitsmarkt-2020-zu-viele-akademiker-zu-wenig-azubis\/11806536.html\">k\u00f6nnten in Deutschland rund 1,8 Millionen Arbeitskr\u00e4fte fehlen<\/a> \u2013 davon werden nur knapp eine halbe Millionen Stellen f\u00fcr Akademiker sein. Die restlichen 1,3 Millionen werden f\u00fcr Fachkr\u00e4fte bestimmt sein, die aus klassischen Ausbildungsberufen stammen. Somit findet momentan eine Verschiebung des Fachkr\u00e4ftebedarfs statt, hin zu den Berufen, deren Qualifikationen \u00fcber eine Ausbildung erworben werden k\u00f6nnen. Diese Entwicklung wird auch als Resultat der Bildungsexpansion gesehen, die die Zahl der Akademiker innerhalb der letzten Jahrzehnte steigen lie\u00df. Ohne entsprechende Gegenma\u00dfnahme k\u00f6nnte die Zahl der offenen Stellen bis 2040 auf 3,9 Millionen anwachsen.<\/p>\n<h2>Anreize und Hilfen f\u00fcr Azubis<\/h2>\n<p>Wer heute eine Ausbildung anf\u00e4ngt, hat demnach in Zukunft gute Berufsaussichten. Gegen eine Berufsausbildung spricht allerdings meist immer noch die Verg\u00fctung, schlie\u00dflich erhalten Azubis w\u00e4hrend ihrer Ausbildungszeit nur einen geringen Lohn. Dieser reicht meist nicht einmal aus, um davon eine eigene Wohnung zu bezahlen. Die Fachkr\u00e4fte von morgen sind allerdings nicht g\u00e4nzlich auf sich gestellt: <a href=\"https:\/\/clever.naspa.de\/\">Ratgeberportale wie diese<\/a> geben Tipps f\u00fcr junge Leute \u2013 unter anderem den, von der sogenannten Berufsausbildungshilfe (BAB) Gebrauch zu machen. Diese funktioniert \u00e4hnlich wie das BAf\u00f6G f\u00fcr Studenten, das Geld muss jedoch nach Abschluss der Ausbildung nicht zur\u00fcckgezahlt werden. Berechtig ist dabei jeder Azubi, der eine staatlich anerkannte Ausbildung absolviert und dessen Einkommen 900 Euro nicht \u00fcberschreitet. Die BAB kann direkt bei der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit beantragt werden, dabei sollten jedoch die Fristen eingehalten werden. Denn gef\u00f6rdert wird erst ab der Antragsstellung \u2013 eine r\u00fcckwirkende F\u00f6rderung, wie sie beim Baf\u00f6g m\u00f6glich ist, gibt es nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/c1.staticflickr.com\/7\/6060\/6214299904_7aeb26aa85_z.jpg\" \/><br \/>\nBildrechte: Flickr <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mearbeitgeber\/6214299904\/\" rel=\"nofollow\">Ausbildung: Das Modell von Johnson Controls in Rockenhausen<\/a> <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/mearbeitgeber\/\" rel=\"nofollow\">Arbeitgeberverband Gesamtmetall<\/a> CC BY 2.0 <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" rel=\"nofollow\">Bestimmte Rechte vorbehalten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Auszubildende sind gefragt wie nie. Besonders mittelst\u00e4ndische Unternehmen sind momentan verzweifelt auf der Suche nach Azubis. 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