{"id":158545,"date":"2016-12-21T12:30:45","date_gmt":"2016-12-21T11:30:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=158545"},"modified":"2016-12-21T12:30:45","modified_gmt":"2016-12-21T11:30:45","slug":"klotzsche-fdp-sparkasse-fulda-muss-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=158545","title":{"rendered":"Klotzsche (FDP): Sparkasse Fulda muss handeln"},"content":{"rendered":"<p>Im Zusammenhang mit der Antwort des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir auf eine Kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten J\u00fcrgen Lenders (Fulda) zu den hessischen Sparkassen erkl\u00e4rt Mario Klotzsche, Vorsitzender der FDP Fraktion im Kreistag Fulda:<\/p>\n<p>\u201eDie Sparkasse Fulda hatte im Jahr 2007 noch 50 Filialen, im n\u00e4chsten Jahr werden es nur noch 34 sein. In weniger als zehn Jahren sind 16 Filialen geschlossen wurden. Auch die Zahl der Mitarbeiter ist von 863 im Jahr 2007 auf 800 Ende 2015 reduziert wurden. Ihr Bilanzsumme konnte die Sparkasse Fulda im gleichen Zeitraum von 2,87 Milliarden Euro um rund 600 Millionen Euro steigern. Die Ertr\u00e4ge und Zins\u00fcbersch\u00fcsse stiegen von rund 86,4 Millionen Euro (2007) auf 92,7 Millionen Euro (2015), also um sieben Prozent. Das Volumen der Kundenkredite blieb dagegen bei rund 1,9 Milliarden Euro auf stabilem Niveau. Auch die Kredite an Unternehmen und Selbstst\u00e4ndige haben sich von 2007 bis 2015 nicht erh\u00f6ht, sondern liegen konstant bei rund 1,05 Milliarden Euro. Erheblich sind allerdings die Vorstandsbez\u00fcge gestiegen, n\u00e4mlich von 482.000 Euro auf 882.000 Euro, ein satter Anstieg um 80 Prozent. Das ist erstaunlich, weil einige Sparkassen, zum Beispiel die Frankfurter, die Summe der Vorstandsbez\u00fcge im gleichen Zeitraum reduziert haben.\u201c<\/p>\n<p>Klotzsche weiter:<br \/>\n\u201eDie Zahlen des hessischen Wirtschaftsministeriums zeigen, dass die Sparkassen finanziell gesund sind und insgesamt \u00fcber 9,3 Milliarden Euro Eigenmittel bei einer durchschnittlichen Kerrkapitalquote von 18,3 Prozent verf\u00fcgen. Bei der Vergabe von Krediten an Privatkunden, Unternehmen und Selbstst\u00e4ndig zeigt sich aber bei der Sparkasse Fulda eine deutliche Zur\u00fcckhaltung. Angesichts der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren stellt sich die Frage, warum das Volumen der Kredite an Kunden und Unternehmen seit fast zehn Jahren stagniert. Vor allem bei der Finanzierung der mittelst\u00e4ndische Unternehmen und Gewebetreibenden in der Region muss die Sparkasse eine aktive Rolle spielen. Es bringt nichts, wenn die EZB immer mehr Geld druckt, aber bei den Firmen davon wenig ankommt. Eine Kreditklemme darf nicht entstehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Zahlen zeigen auch, dass es nicht wirtschaftliche Not ist, die die Sparkassen zur Schlie\u00dfung der Filialen treibt, sondern die Optimierung der Kostenstrukturen. Das ist grunds\u00e4tzlich auch nicht falsch, aber dar\u00fcber d\u00fcrfen die Sparkassen ihren \u00f6ffentlich-rechtlichen Auftrag nicht vergessen. Tr\u00e4ger sind der Landkreis und die Stadt Fulda. Das Hessische Sparkassengesetz sagt, dass \u201edie F\u00f6rderung des Sparens, der Verm\u00f6gensbildung, die Befriedigung des \u00f6rtlichen Kreditbedarfs unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Arbeitnehmer, des Mittelstandes, der gewerblichen Wirtschaft und der \u00f6ffentlichen Hand\u201c Aufgabe der Sparkassen sei und sie unter Beachtung ihres \u00f6ffentlichen Auftrags zu f\u00fchren sind. Au\u00dferdem sei \u201edie Erzielung von Gewinn nicht Hauptzweck des Gesch\u00e4ftsbetriebes\u201c. Mit anderen Worten, als \u00f6ffentlich-rechtliche Anstalten im Eigentum der Kommunen m\u00fcssen Sparkassen mehr tun, als nur Geld verdienen, denn sonst br\u00e4uchte man sie nicht als staatliche Institutionen und k\u00f6nnte gleich auf Privatbanken setzen.\u201c<\/p>\n<p>Klotzsche weiter:<br \/>\n\u201eZu den Aufgaben der Sparkassen geh\u00f6rt es meiner Ansicht nach auch, die Versorgung der l\u00e4ndlichen Gemeinden sicherzustellen, wo viele \u00e4ltere B\u00fcrger wohnen, die seit Jahrzehnten treu ihr Konto bei der Sparkasse f\u00fchren. Deshalb muss sich die Sparkasse Gedanken machen, wie sie mit neuen Formen der Versorgung trotz der Ver\u00e4nderungen in der Fl\u00e4che pr\u00e4sent bleiben kann. Es ist jedenfalls keine L\u00f6sung einfach eine Filiale nach der anderen zu schlie\u00dfen. Zu den Aufgaben geh\u00f6rt au\u00dferdem ein Serviceangebot vorzuhalten, dass nach 16 Uhr ge\u00f6ffnet ist. Die meisten Arbeitnehmer und Gewerbetreibende haben nicht 16 Uhr Feierabend und k\u00f6nnen auch nicht extra Urlaub nehmen, weil sie zur Sparkasse m\u00fcssen. Das passt nicht in eine Zeit, in der viele Gesch\u00e4fte und Superm\u00e4rkte auch nach 20 Uhr ge\u00f6ffnet haben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Zusammenhang mit der Antwort des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir auf eine Kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten J\u00fcrgen Lenders (Fulda) zu den hessischen Sparkassen erkl\u00e4rt Mario Klotzsche, Vorsitzender der FDP Fraktion im Kreistag Fulda: \u201eDie Sparkasse Fulda hatte im Jahr 2007 noch 50 Filialen, im n\u00e4chsten Jahr werden es nur noch 34 sein. 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