{"id":158537,"date":"2016-12-21T12:29:43","date_gmt":"2016-12-21T11:29:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=158537"},"modified":"2016-12-21T12:29:43","modified_gmt":"2016-12-21T11:29:43","slug":"mittel-und-grosssaeuger-bildbestimmungsschluessel-anhand-von-schaedelmerkmalen-von-joachim-jenrich-paul-walter-loehr-franz-mueller-henning-vierhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=158537","title":{"rendered":"Mittel- und Gro\u00dfs\u00e4uger \u2013 Bildbestimmungsschl\u00fcssel anhand von Sch\u00e4delmerkmalen von Joachim Jenrich, Paul-Walter L\u00f6hr, Franz M\u00fcller, Henning Vierhaus"},"content":{"rendered":"<p>Der Verein f\u00fcr Naturkunde in Osthessen e.V. (VNO) stellte gestern in Petersberg im Michael Imhof Verlag das vierte Buch in der Reihe der Sch\u00e4delbestimmungsb\u00fccher vor, das sich mit den Mittel- und Gro\u00dfs\u00e4ugern befasst. Es ist als Supplementband 53\/1 der Schriftenreihe des Vereins im Imhof Verlag erschienen, kostet 34,95 Euro und ist beim Michael Imhof Verlag sowie beim Verein f\u00fcr Naturkunde in Osthessen erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Dieses Sch\u00e4delbestimmungsbuch m\u00f6chte mit ausf\u00fchrlichen Texten sowie zahlreichen, detaillierten Abbildungen eine L\u00fccke in der Bestimmungsliteratur f\u00fcr heimische S\u00e4ugetiere schlie\u00dfen. Es wendet sich an einen gro\u00dfen Benutzerkreis: Zoologen, Pal\u00e4ontologen, Arch\u00e4ologen oder Veterin\u00e4rmediziner, aber auch Lehrer, J\u00e4ger und interessierte Laien. Im Text und im Schl\u00fcssel werden nur wenige wissenschaftliche Fachbegriffe oder Bezeichnungen aus der J\u00e4gersprache verwendet. Das Buch behandelt 57 Arten bzw. Taxa der Mittel- und Gro\u00dfs\u00e4uger Mitteleuropas. Dazu geh\u00f6ren 36 urspr\u00fcnglich beheimatete sowie neun eingeb\u00fcrgerte Arten. Goldschakal oder Elch treten in Deutschland immer wieder auf. Von Robben und Walen werden nur die an deutschen K\u00fcstengew\u00e4ssern regelm\u00e4\u00dfig festgestellten Arten aufgef\u00fchrt. Da sich immer wieder Sch\u00e4del von Haustieren in der Natur finden, werden auch Pferd, Esel, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund, Katze und Stallkaninchen mit ihren Sch\u00e4delmerkmalen beschrieben und im Bestimmungsschl\u00fcssel ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Aufgrund des sehr weiten Spektrums der hier behandelten S\u00e4ugetierarten bzw. Taxa werden in einf\u00fchrenden Kapiteln zu den einzelnen Ordnungen und Familien entsprechende Besonderheiten an den Sch\u00e4deln herausgestellt. Auf die anhand von Sch\u00e4del- und Gebissmerkmalen m\u00f6gliche Alterssch\u00e4tzung und ihre Grenzen sowie auf die Geschlechtsbestimmung wird ebenso eingegangen. Die Schl\u00fcssel f\u00fcr S\u00e4ugetiersch\u00e4del von ANSORGE 2010, MARCHESI et al. 2009 sowie SPITZENBERGER 2001 dienten dem vorliegenden Bildbestimmungsschl\u00fcssel als Anhaltspunkt. In diesem sind die Texte kurzgehalten und Abk\u00fcrzungen auf ein Minimum reduziert. Der Schl\u00fcssel ist zweispaltig angelegt und stellt nah verwandte Arten bzw. Taxa unmittelbar gegen\u00fcber. Verweise f\u00fchren vom Schl\u00fcssel in die Artkapitel, die einen beschreibenden Text sowie Ansichten des Sch\u00e4dels enthalten. Die Abbildungen zeigen die Ober- und Unterseite der Sch\u00e4del sowie die Ansicht der linken Seite. Der Unterkiefer wird von der linken Seite und in der Aufsicht auf das Gebiss gezeigt. Bei einigen Arten sind zus\u00e4tzlich weitere zur Bestimmung notwendige Detailabbildungen zu finden. Als eine wesentliche Grundlage der beschreibenden Texte dienten die B\u00e4nde vom Handbuch der S\u00e4ugetiere Europas (NIETHAMMER &amp; KRAPP 2013), aber auch weitere Schl\u00fcssel und Fachbeitr\u00e4ge wurden ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die Beschreibungen der Sch\u00e4delmerkmale der Arten haben die Autoren um ihre Erkenntnisse erg\u00e4nzt, die sie an Sch\u00e4deln aus verschiedenen Museen und Instituten sowie an denen aus eigenen Sammlungen gewonnen haben. Gleichzeitig wurde anhand dieses Materials die Brauchbarkeit vieler Merkmale f\u00fcr eine Artbestimmung gepr\u00fcft. Es wurde darauf geachtet, dass m\u00f6glichst nur solche Sch\u00e4del als Vorlage f\u00fcr die Abbildungen dienten, bei denen die beschriebenen Merkmale der jeweiligen Art m\u00f6glichst typisch ausgebildet sind. Bei einigen Abbildungen stammen die gezeigten Obersch\u00e4del und Unterkiefer nicht von einem einzigen Tier. Auch in namhaften Museen und Instituten fehlen oft einwandfrei pr\u00e4parierte und vollst\u00e4ndig erhaltene Sch\u00e4del (besch\u00e4digte oder fehlende Knochenteile, ausgefallene Z\u00e4hne), die alle wichtigen Sch\u00e4delmerkmale in allen Ansichten deutlich zeigen. Aus diesem Grund mussten gelegentlich Obersch\u00e4del und Unterkiefer unterschiedlicher Individuen als Zeichenvorlage verwendet werden. Aufgrund zum Teil erheblicher geografischer, individueller und altersabh\u00e4ngiger Merkmalsvariationen k\u00f6nnen zu bestimmende Sch\u00e4del von den hier gezeigten Beispielen abweichen. In einzelnen F\u00e4llen wird nur unter Heranziehung von Vergleichsmaterial oder durch erfahrene Fachleute eine Artbestimmung gelingen. Bei den Angaben in den Artkapiteln handelt es sich \u00fcberwiegend nur um Alterssch\u00e4tzungen.<\/p>\n<p>Foto zeigt von links nach rechts: Dr. Franz M\u00fcller (Autor), Martin Engel (Schriftleiter VNO), Joachim Jenrich (Autor), J\u00f6rg Burkard (1. Vorsitzender VNO), Dr. Michael Imhof (Verleger)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der Verein f\u00fcr Naturkunde in Osthessen e.V. (VNO) stellte gestern in Petersberg im Michael Imhof Verlag das vierte Buch in der Reihe der Sch\u00e4delbestimmungsb\u00fccher vor, das sich mit den Mittel- und Gro\u00dfs\u00e4ugern befasst. 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