{"id":158415,"date":"2016-12-19T09:07:58","date_gmt":"2016-12-19T08:07:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=158415"},"modified":"2016-12-19T09:07:58","modified_gmt":"2016-12-19T08:07:58","slug":"vortrag-von-faten-mukarker-aus-bethlehem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=158415","title":{"rendered":"Vortrag von Faten Mukarker aus Bethlehem"},"content":{"rendered":"<p>Einen eindrucksvollen Vortrag hielt die Christin Faten Mukarker im bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrzentrum St. Jakobus H\u00fcnfeld. Am darauffolgenden Tag stand sie im Oberstufenkurs Politik und Wirtschaft der Wigbertschule Rede und Antwort. Auf Einladung von Regionalkantor Christopher L\u00f6bens, der Kirchengemeinde St. Jakobus und Kantor Thomas N\u00fcdling war die in Bethlehem lebende Pal\u00e4stinenserin in der Konrad \u2013 Zuse \u2013 Stadt. Schon ihre Anreise sei schwierig gewesen, denn sie habe zuerst nach Jordanien gemusst, um nach Deutschland fliegen zu k\u00f6nnen. Die Nutzung des Flughafens in Tel Aviv sei auch f\u00fcr christliche Pal\u00e4stinenser verboten. Seit fast einem halben Jahrhundert lebten Israelis und Pal\u00e4stinenser im Konflikt. Darunter litten auch die pal\u00e4stinensischen Christen in Bethlehem. Deren Zahl werde immer kleiner, weil junge Menschen keine Arbeits- und Lebensperspektive h\u00e4tten und deshalb das Land verlie\u00dfen. Au\u00dferdem sei die Zahl der Geburten niedriger als bei islamistischen Pal\u00e4stinensern. Die Menschen in den Pal\u00e4stinensergebieten f\u00fchlten sich von den Israelis besetzt. Um beispielsweise von Jerusalem nach Bethlehem oder umgekehrt zu kommen, m\u00fcsse man Check \u2013 Points passieren, lange Wartezeiten in Kauf nehmen und fahre zwischen Mauern, die \u00fcber 10 Meter hoch seien und eine Stacheldrahtkrone tr\u00fcgen, hindurch. Die Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer waren beim Anblick der auf eine Leinwand projizierten Bilder tief beeindruckt, erinnerte sich doch die \u00e4ltere Zuh\u00f6rerschaft an die deutsche Teilung. Wenn der Konflikt zwischen Israelis und Pal\u00e4stinenser gel\u00f6st werden k\u00f6nne, w\u00fcrde der ganze Nahe Osten davon profitieren, sagte die Rednerin. Hier sei auch die Politik der Bundesrepublik Deutschland gefordert. Dabei verkannt Faten Mukarker nicht, dass diese durch den Holocaust in einer besonderen Verantwortung stehe. Im weiteren Vortrag machte sie die verschiedenen Etappen des Konfliktes transparent. Auf beiden Seiten gebe es Menschen, die an einen gerechten Frieden glaubten. Sie gab einen Einblick in das Leben in Bethlehem, das durch Rationierung von Wasser, zerst\u00f6rte Abwasseranlagen, deren Bau einmal durch Deutschland gef\u00f6rdert worden war und hohe Arbeitslosigkeit gepr\u00e4gt sei. Es sei wichtig, so Faten Mukarker, dass immer wieder Menschen nach Bethlehem k\u00e4men, um die Geburtsst\u00e4tte Jesu und die Hirtenfelder zu besuchen. Wenn diese Reisegruppen, dann auch in Bethlehem \u00fcbernachten w\u00fcrden, k\u00f6nnten sie sich \u201ehautnah\u201c von der Lebenssituation dort \u00fcberzeugen. Der Wunsch angstfrei und selbstbestimmt in einem Staat neben Israel zu leben sei gro\u00df. Faten Mukarker kam mit zwei Monaten mit ihrer Familie aus Bethlehem nach Deutschland. Ihre Eltern behielten die arabische Tradition bei und so lebte sie in zwei unterschiedlichen Kulturen. Als sie 18 Jahre alt war ging die Familie nach Pal\u00e4stina zur\u00fcck. Sie wurde verheiratet, lebt heute im Familienverbund, f\u00fchrt Gruppen und Einzelreisende und l\u00e4dt diese in ihr Haus ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Einen eindrucksvollen Vortrag hielt die Christin Faten Mukarker im bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrzentrum St. Jakobus H\u00fcnfeld. Am darauffolgenden Tag stand sie im Oberstufenkurs Politik und Wirtschaft der Wigbertschule Rede und Antwort. 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