{"id":157998,"date":"2016-12-07T10:23:48","date_gmt":"2016-12-07T09:23:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=157998"},"modified":"2016-12-07T10:23:48","modified_gmt":"2016-12-07T09:23:48","slug":"finanzminister-dr-schaefer-will-zinsen-fuer-steuernachzahlungen-senken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=157998","title":{"rendered":"Finanzminister Dr. Sch\u00e4fer will Zinsen f\u00fcr Steuernachzahlungen senken"},"content":{"rendered":"<p>\u201c<br \/>\nHessens Finanzminister Dr. Thomas Sch\u00e4fer begr\u00fc\u00dft \u00dcberlegungen, die Zinsen f\u00fcr Steuernachzahlungen und \u2013erstattungen zu senken. \u00dcber entsprechende Pl\u00e4ne der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion hat heute das Handelsblatt berichtet. \u201eIch hoffe, dass in diese l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Debatte nun Bewegung kommt. Meine Vorschl\u00e4ge dazu sind bereits seit dem Fr\u00fchjahr bekannt\u201c, so Sch\u00e4fer. \u201eWer dem Finanzamt Geld schuldet, sollte daf\u00fcr in Zukunft nicht mehr mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Zinsen belastet werden. Der B\u00fcrger bekommt kaum noch Zinsen, der Staat langt mit 6 % kr\u00e4ftig zu. Das passt in Zeiten der Niedrigzinsen nicht mehr zusammen. Wer sich dar\u00fcber \u00e4rgert, tut dies zu Recht. Deshalb sollten wir handeln und die Zinsen f\u00fcr Nachzahlungen und Erstattungen an das gegenw\u00e4rtige Kapitalmarktniveau anpassen.\u201c So begr\u00fcndete Finanzminister Sch\u00e4fer seine Initiative, den gegenw\u00e4rtigen Zinssatz von 6 % f\u00fcr Steuernachzahlungen und Steuererstattungen zu senken.<\/p>\n<p>In einem Brief an Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Sch\u00e4uble und die Finanzminister der L\u00e4nder schlug Sch\u00e4fer bereits im April vor, baldm\u00f6glichst gemeinsam f\u00fcr eine realistische Verzinsung von Steuerforderungen zu sorgen: \u201eDie heutige realit\u00e4tsferne Zinsh\u00f6he empfinden die Steuerzahler als willk\u00fcrliche G\u00e4ngelung des Staates bei Nachzahlungszinsen.\u201c<\/p>\n<p>Unterschiedliche Zinss\u00e4tze f\u00fcr Nachzahlungen und Erstattungen vorgeschlagen<\/p>\n<p>Finanzminister Sch\u00e4fer schl\u00e4gt zwei L\u00f6sungen vor. So k\u00f6nne der Staat den Zins f\u00fcr Forderungen und Erstattungen gleicherma\u00dfen senken. Oder: \u201eEs spricht viel daf\u00fcr, zuk\u00fcnftig unterschiedliche Zinss\u00e4tze f\u00fcr Nachzahlungen und Erstattungen zu erheben, um sie ans Marktniveau anzupassen\u201c, so der Finanzminister. Zinsspread hei\u00dft dieses Modell.<\/p>\n<p>Orientierung der Zinss\u00e4tze am Marktniveau<\/p>\n<p>Dazu kann man den Fiskus mit einer Bank vergleichen: Bekommt der B\u00fcrger Geld vom Staat erstattet, legt er sein Geld also fiktiv beim Staat an, sollte sich der Zinssatz am Niveau von Einlagezinsen orientieren. Derzeit tendieren die gegen Null. Schuldet der B\u00fcrger dem Finanzamt aber Geld, das er zur\u00fcckzahlen muss, dann sollten sich seine Nachzahlungszinsen an Zinsen f\u00fcr Kredite orientieren.<\/p>\n<p>Gehen die Erstattungszinsen gegen Null und liegt der Nachzahlungszinssatz zweieinhalb Prozent dar\u00fcber, wie das bei Einlagezinsen und Kreditzinsen bei Sparkassen und Banken \u00fcblich ist, kostet die Zinssatzreform keinen Cent.<\/p>\n<p>Variables Modell f\u00fcr mehr Realit\u00e4tsn\u00e4he<\/p>\n<p>\u201eIch bin daf\u00fcr, das neue Modell variabel zu gestalten, so dass zuk\u00fcnftig Anpassungen automatisch den Entwicklungen der Zinss\u00e4tze am Kapitalmarkt folgen: ein so genannter Zinssatz auf R\u00e4dern. Er ist nachvollziehbar f\u00fcr die B\u00fcrger und verhindert realit\u00e4tsferne Verh\u00e4ltnisse, wie wir sie derzeit haben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201c Hessens Finanzminister Dr. Thomas Sch\u00e4fer begr\u00fc\u00dft \u00dcberlegungen, die Zinsen f\u00fcr Steuernachzahlungen und \u2013erstattungen zu senken. \u00dcber entsprechende Pl\u00e4ne der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion hat heute das Handelsblatt berichtet. \u201eIch hoffe, dass in diese l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Debatte nun Bewegung kommt. 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