{"id":157989,"date":"2016-12-07T10:21:53","date_gmt":"2016-12-07T09:21:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=157989"},"modified":"2016-12-07T10:21:53","modified_gmt":"2016-12-07T09:21:53","slug":"rekordzuwachs-bei-oekolandbau-in-hessen-10-000-hektar-zusaetzlich-im-jahr-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=157989","title":{"rendered":"Rekordzuwachs bei \u00d6kolandbau in Hessen: 10.000 Hektar zus\u00e4tzlich im Jahr 2016"},"content":{"rendered":"<p>Ministerin Priska Hinz: \u201eVor drei Jahren haben wir die F\u00f6rderung f\u00fcr den \u00d6kolandbau ganz neu ausgerichtet, heute k\u00f6nnen wir den Erfolg ernten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn diesem Jahr haben wir einen Fl\u00e4chenzuwachs im \u00d6kolandbau von 10.000 Hektar. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das selbst die optimistischsten Prognosen \u00fcbertrifft. Hessen hat seine Spitzenposition beim \u00d6kolandbau damit weiter ausgebaut\u201c, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden bei einer Pressekonferenz zur Entwicklung des \u00d6kolandbaus in Hessen. \u201eVor meinem Amtsantritt lag das Jahresmittel beim Zuwachs an \u00f6kologisch bewirtschafteter Fl\u00e4che bei ungef\u00e4hr 2.500 Hektar. Wir haben im Jahr 2016 also eine Vervierfachung erreicht. Das ist ein gro\u00dfer Erfolg unserer Agrarpolitik, bei der finanzielle Unterst\u00fctzung, Beratungsleistungen und der Aufbau von Vermarktungsstrukturen aufeinander abgestimmt sind\u201c, sagte Hinz.<\/p>\n<p>Von den zus\u00e4tzlichen 10.000 Hektar im \u00d6kolandbau entfallen 8.700 Hektar auf Betriebe, die sich entschlossen haben, auf \u00f6kologische Landwirtschaft umzustellen. Das ist eine Verdopplung der Fl\u00e4che im Vergleich zum Vorjahr. \u201eWir sehen hier einen deutlichen Trend: Immer mehr Landwirtinnen und Landwirte entscheiden sich, auf \u00d6kolandwirtschaft umzustellen: In diesem Jahr waren es fast so viele wie in den Jahren 2014 und 2015 zusammen\u201c, betonte Hinz. Insgesamt sind es 155 Betriebe, die 2016 entschieden haben, auf biologische Landwirtschaft umzustellen, in den zwei Jahren zuvor waren es 180.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist dieser signifikante Zuwachs unter anderem auf die Einf\u00fchrung des Hessischen Programms f\u00fcr Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Ma\u00dfnahmen (HALM) im Jahr 2014, das Betriebe, die auf \u00d6kolandbau umstellen wollen und \u00d6kobetriebe, die ihre Anbaufl\u00e4che erweitern wollen, deutlich st\u00e4rker f\u00f6rdert. Neben der besseren finanziellen Unterst\u00fctzung hat auch die Einf\u00fchrung des \u00d6koaktionsplans die Rahmenbedingungen f\u00fcr den \u00d6kolandbau in Hessen ma\u00dfgeblich verbessert. Dieser umfasst unter anderem die Gr\u00fcndung von drei \u00d6komodellregionen, die Ausweitung der Beratung f\u00fcr die landwirtschaftlichen Betriebe und dem Aufbau von Vermarktungsstrukturen um den Absatz von hessischen \u00d6koprodukten zu st\u00e4rken. \u201eUnsere agrarpolitische Weichenstellung vor mehr als zwei Jahren zeigt deutliche Erfolge. Wir haben damit ein Umdenken in der hessischen Landwirtschaft angesto\u00dfen und das freut mich besonders\u201c, sagte Ministerin Hinz.<\/p>\n<p>Mehr Ackerbaubetriebe stellen um<\/p>\n<p>Insgesamt wurden \u00fcber das HALM in diesem Jahr knapp 300 Antr\u00e4ge f\u00fcr eine F\u00f6rderung in H\u00f6he von rund elf Millionen Euro gestellt, um auf \u00d6kolandbau umzustellen oder die \u00d6koanbaufl\u00e4che zu erweitern. Von den elf Millionen entfallen auf die Umsteller 10,2 Millionen Euro und auf die Erweiterer 800.000 Euro. Von den neuen Betrieben wurden zu 55 Prozent Ma\u00dfnahmen im Gr\u00fcnland, zu 44 Prozent im Ackerland und zu einem Prozent in Weinbau und Gem\u00fcseanbau \u00fcber das HALM gef\u00f6rdert. Auch das ist ein positiver Trend: \u201eBisher lag der Schwerpunkt der \u00d6kolandwirtschaft in der extensiven Gr\u00fcnlandbewirtschaftung. Daher freuen wir uns sehr, dass jetzt auch zusehends mehr Ackerbaubetriebe auf eine \u00f6kologische Bewirtschaftung umstellen. Denn so produzieren wir mehr an pflanzlichen, biologischen Lebensmitteln, die den regionalen \u00d6komarkt versorgen k\u00f6nnen\u201c, sagte Hinz. In den Vorjahren lag der Ackerlandanteil nur bei etwa einem Drittel.<\/p>\n<p>Argumente f\u00fcr \u00d6kolandbau: Stabile Preise und steigende Nachfrage<\/p>\n<p>Die meisten Umsteller auf \u00d6kolandbau gab es im Vogelsbergkreis, der vor allem von Gr\u00fcndlandbewirtschaftung und Milcherzeugung gepr\u00e4gt ist. Auch der Schwalm-Eder-Kreis (Ackerbauregion, Schweinmast, Gefl\u00fcgelhaltung) und der Landkreis Marburg-Biedenkopf (Ackerbau) haben besonders viele Umsteller zu verzeichnen. \u201eGerade im Schwalm-Eder-Kreis ist die konventionelle Landwirtschaft stark ausgepr\u00e4gt. Dass hier so viele Betriebe beschlossen habe, auf \u00d6kolandbau umzustellen, zeigt, dass sich die Landwirtschaft grunds\u00e4tzlich in einem Wandel befindet\u201c, sagte Hinz. \u201eDas liegt nat\u00fcrlich an unserer F\u00f6rderung. Aber auch die Krise am Milchmarkt und der Preiskampf bei anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen werden dazu gef\u00fchrt haben, dass die Umstellung wirtschaftlich attraktiver wird. Schlie\u00dflich haben die Beratungen, die wir individuell f\u00fcr Betriebe und auch f\u00fcr die Phase der Umstellung anbieten, Wirkung gezeigt.\u201c Hinz verwies in diesem Zusammenhang auf die stabilen Preise bei Bio-Produkten und die anhaltende positive Entwicklung der Nachfrage durch die Verbraucherinnen und Verbraucher.<\/p>\n<p>S\u00fcdhessen und Wetterau k\u00f6nnen noch nachlegen<\/p>\n<p>\u201eIn Zukunft werden wir unseren Fokus noch mehr auf die sogenannten Gunstlagen in S\u00fcdhessen und in der Wetterau ausrichten. Denn hier gibt es die fruchtbarsten B\u00f6den, aber der Anteil an \u00d6kolandbau ist deutlich geringer als in anderen Landesteilen\u201c, sagte Hinz. Darum wurde hier \u00fcber den \u00d6koaktionsplan ein Versuchsfeld angelegt. Wissenschaftlich begleitet wird erprobt, welche Ackerfr\u00fcchte sich f\u00fcr Klima und Boden in den hessischen Gunstlagen am besten eignen.<\/p>\n<p>Erfreulich ist auch die Anzahl der \u00d6kobetriebe, die ihre Anbaufl\u00e4che erweitert haben. Im Jahr 2016 waren dies 139 Betriebe mit 1.300 Hektar und einer Bewilligungssumme von etwa 800.000 Euro. \u201eDas zeigt uns sehr deutlich: \u00d6ko lohnt sich!\u201c, sagte Hinz.<\/p>\n<p>Aus dem HALM werden auch viele Ma\u00dfnahmen gef\u00f6rdert, die konventionelle Betriebe auf ihren Fl\u00e4chen umsetzen. Denn das Ziel des Programms ist eine umweltschonende Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Fl\u00e4chen in Hessen. Bis 2020 sind im HALM insgesamt 257 Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln eingeplant, das sind rund 40 Prozent mehr als in der vorangegangen F\u00f6rderperiode.  \u201eZiel ist es, den Zustand des Wassers zu erhalten und zu verbessern, die Artenvielfalt zu bewahren, den Boden vor Erosion zu sch\u00fctzen und einen wirksamen Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten\u201c, sagte Ministerin Hinz. \u201eMit dem HALM schaffen wir vielf\u00e4ltige Anreize, auch f\u00fcr die konventionelle Landwirtschaft, ihre Betriebe zu mehr Nachhaltigkeit f\u00fchren.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ministerin Priska Hinz: \u201eVor drei Jahren haben wir die F\u00f6rderung f\u00fcr den \u00d6kolandbau ganz neu ausgerichtet, heute k\u00f6nnen wir den Erfolg ernten.\u201c \u201eIn diesem Jahr haben wir einen Fl\u00e4chenzuwachs im \u00d6kolandbau von 10.000 Hektar. 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