{"id":157813,"date":"2016-12-02T10:21:41","date_gmt":"2016-12-02T09:21:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=157813"},"modified":"2016-12-02T10:21:41","modified_gmt":"2016-12-02T09:21:41","slug":"nachhaltige-stadtentwicklung-startschuss-fuer-foerderprogramm-stadtumbau-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=157813","title":{"rendered":"Nachhaltige Stadtentwicklung: Startschuss f\u00fcr F\u00f6rderprogramm Stadtumbau 2017"},"content":{"rendered":"<p>Ministerin Priska Hinz: \u201eKlimaschutz und Klimaanpassung sind wichtige Schwerpunkte in der Stadtentwicklung. Wir unterst\u00fctzen die Kommunen dar\u00fcber hinaus bei der Schaffung von Wohnraum.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen mehr Klimaschutz im St\u00e4dtebau und m\u00fcssen uns gleichzeitig besser auf die Folgen des Klimawandels vor Ort einstellen\u201c, sagte Staatsministerin Hinz heute in Wiesbaden. Die Ministerin gab damit den Startschuss f\u00fcr die Aufnahmerunde 2017 im Bund-L\u00e4nder-Programm \u201eStadtumbau in Hessen\u201c. Das Programm richtet sich an St\u00e4dte und Gemeinden. Aufgenommene Kommunen erhalten in den n\u00e4chsten zehn Jahren F\u00f6rderung f\u00fcr nachhaltige St\u00e4dtebauprojekte. \u201eHessens St\u00e4dte sollen lebenswert bleiben und lebenswerter werden: Darum unterst\u00fctzen wir die Kommunen bei ihren Projekten zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Wir laden alle antragsberechtigten Kommunen ein, die noch nicht in das Programm Stadtumbau aufgenommen wurden, sich f\u00fcr 2017 zu bewerben\u201c, betonte Ministerin Hinz.<\/p>\n<p>Aufstockung der Mittel<\/p>\n<p>Ziel des Programms \u201eStadtumbau in Hessen\u201c ist es, Klimaschutz, Klimaanpassung sowie die Anpassung an demografische und wirtschaftsstrukturelle Ver\u00e4nderungen in einem integrierten Ansatz zu vereinen. \u201eDabei lassen wir die St\u00e4dte und Gemeinden aber nicht allein. Mit dem Programm \u00e2\u20ac\u0161Stadtumbau in Hessen\u00e2\u20ac\u02dc stellen wir ein praxisnahes Instrument zur Unterst\u00fctzung der notwendigen Investitionen zur Verf\u00fcgung\u201c, so Hinz. Die Landesregierung plant daher, das Programm im kommenden Jahr finanziell besser auszustatten. Die Aufstockung der Mittel um zw\u00f6lf Millionen Euro auf rund 25 Millionen Euro hat bereits die zweite Lesung des Haushalts passiert, muss aber noch endg\u00fcltig vom Landtag beschlossen werden.<\/p>\n<p>Stadtumbau: Schwerpunkt Klimaschutz und Klimaanpassung<\/p>\n<p>Ein wichtiger inhaltlicher Schwerpunkt des Programms ist seit 2016 der klimaorientierte Stadtumbau. \u201eZum einen gilt es, den Klimaschutz in den St\u00e4dten zu st\u00e4rken, zum anderen unsere Stadt- und Siedlungsstrukturen baulich an die Folgen des Klimawandels anzupassen\u201c, so die Ministerin. Hintergrund sind die steigenden Durchschnittstemperaturen in Hessen. Diese f\u00fchren zu Hitzebelastung und Gesundheitsbeeintr\u00e4chtigungen in den St\u00e4dten. Zudem verursachen Starkregen und Sturmereignisse gro\u00dfe Sch\u00e4den. Bei der nachhaltigen Stadtentwicklung spielt die sogenannte gr\u00fcne und blaue Infrastruktur eine entscheidende Rolle: Gr\u00fcn- und Wasserfl\u00e4chen, aber auch Stra\u00dfen-, Dach- und Fassadenbegr\u00fcnung k\u00fchlen die umgebenden Quartiere ab und verbessern die Lebensqualit\u00e4t in den Innenst\u00e4dten. Zudem speichern Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser Niederschl\u00e4ge und reduzieren \u00dcberschwemmungen bei Starkregen. \u201eIch bin \u00fcberzeugt: Wir brauchen eine \u00e2\u20ac\u0161gr\u00fcne Welle\u00e2\u20ac\u02dc im St\u00e4dtebau\u201c, sagte Hinz.<\/p>\n<p>Der Stadtumbau muss zus\u00e4tzlich auch der demografischen Entwicklung und dem Wandel der Wirtschaftsstruktur gerecht werden: \u201eW\u00e4hrend manche Orte in Hessen mit Leerst\u00e4nden zu k\u00e4mpfen haben, haben andere gro\u00dfen Wohnraumbedarf\u201c, sagte die Ministerin. Das Programm \u201eStadtumbau in Hessen\u201c kann hier mit vorbereitenden und infrastrukturellen Ma\u00dfnahmen im Wohnumfeld wichtige Beitr\u00e4ge leisten. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel der Abbruch von Geb\u00e4uden, Grundst\u00fccksneuordnung in Bezug auf Brachen, Baul\u00fccken und Altgewerbestandorten, aber auch die Schaffung der zugeh\u00f6rigen sozialen Infrastruktur mit Kindertagesst\u00e4tten und Jugendzentren, die Erschlie\u00dfung f\u00fcr den Fu\u00dfg\u00e4nger- und Radverkehr sowie die F\u00f6rderung \u00f6ffentlicher Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Kinderspielpl\u00e4tze. Hinz betonte: \u201eZu einer nachhaltigen Stadtentwicklung geh\u00f6rt auch die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum in einem attraktiven Stadtteil. Im Programm Stadtumbau gehen daher Klimaschutz, Klimaanpassung und Wohnraumf\u00f6rderung Hand in Hand.\u201c<\/p>\n<p>F\u00f6rderung des nachhaltigen Stadtumbaus<\/p>\n<p>Auch 2017 wird mit einer gro\u00dfen Resonanz des Programms bei den Kommunen gerechnet. Bereits die Aufnahmerunde 2016 war bei den hessischen St\u00e4dten und Gemeinden auf breites Interesse gesto\u00dfen: Knapp 60 Kommunen hatten die Aufnahme in das Programm beantragt, 20 Antragsteller konnten ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Antr\u00e4ge auf Programmaufnahme im Herbst 2017 k\u00f6nnen bis zum 31. M\u00e4rz 2017 eingereicht werden. Antragsberechtigt sind hessische St\u00e4dte und Gemeinden insbesondere f\u00fcr Stadt- und Ortsteile mit \u00fcber 6.000 Einwohnern.<\/p>\n<p>Weitere Informationen und sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter:<br \/>\nhttps:\/\/nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de\/foerderprogramme\/stadtumbau.html<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\n\u201eStadtumbau in Hessen\u201c ist ein Bund-L\u00e4nder-Programm der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung. In Hessen haben seit Programmstart in 2004 17 interkommunale Kooperationen mit 77 beteiligten Kommunen sowie 41 Einzelstandorte F\u00f6rderung erhalten. In den Jahren 2004 bis 2016 wurden ca. 137 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Gemeinsam mit dem kommunalen Eigenanteil wurden so rund 205 Millionen Euro an Investitionssumme f\u00fcr den hessischen Stadtumbau bereitgestellt. Inhaltlich wurde das Programm 2016 neu ausgerichtet: Der Schwerpunkt des Programms, die st\u00e4dtebauliche Anpassung an den demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel, wurde um die Handlungsfelder Klimaschutz und Klimaanpassung erweitert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ministerin Priska Hinz: \u201eKlimaschutz und Klimaanpassung sind wichtige Schwerpunkte in der Stadtentwicklung. Wir unterst\u00fctzen die Kommunen dar\u00fcber hinaus bei der Schaffung von Wohnraum.\u201c \u201eWir brauchen mehr Klimaschutz im St\u00e4dtebau und m\u00fcssen uns gleichzeitig besser auf die Folgen des Klimawandels vor Ort einstellen\u201c, sagte Staatsministerin Hinz heute in Wiesbaden. 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