{"id":157526,"date":"2016-11-26T10:29:29","date_gmt":"2016-11-26T09:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=157526"},"modified":"2016-11-26T10:29:29","modified_gmt":"2016-11-26T09:29:29","slug":"pfarrgemeinderat-bimbach-spendet-500-e-fuer-den-hospiz-foerderverein-fulda-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=157526","title":{"rendered":"Pfarrgemeinderat Bimbach  spendet 500 \u00e2\u201a\u00ac f\u00fcr den Hospiz-F\u00f6rderverein Fulda e.V."},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn im Allgemeinen \u201eSterben und Tod\u201c als Tabuthemen gelten, so zeigten sich viele B\u00fcrger von Bimbach und Gro\u00dfenl\u00fcder aufgeschlossen genug, um der Einladung des Pfarrgemeinderates Bimbach zu folgen und sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten einer w\u00fcrdevollen Sterbebegleitung, insbesondere  \u00fcber die \u201eHerausforderung Hospizarbeit\u201c zu informieren.<\/p>\n<p>Und so konnten Matthias Bien, Sprecher des Pfarrgemeinderates und Ulrike Uebelacker, Vorstandsmitglied, die stellvertretende Vorsitzende des Hospiz-F\u00f6rdervereins Fulda Silvia Hillenbrand als Referentin im B\u00fcrgerhaus in Bimbach begr\u00fc\u00dfen und im Anschluss an die Veranstaltung einen Scheck in H\u00f6he von 500 \u00e2\u201a\u00ac f\u00fcr den Hospiz-F\u00f6rderverein Fulda \u00fcbergeben. Hillenbrand bedankte sich im Namen des Vorstandes und betonte, dass dieses Geld der gesamten hospizlichen Arbeit im osthessischen Raum zu Gute komme.<\/p>\n<p>In ihrem Vortrag berichtete Silvia Hillenbrand, dass sie nach einer Ausbildung durch den Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser \u201eDA-SEIN\u201c nunmehr im 7. Jahr als Ehrenamtliche im station\u00e4ren Hospiz St. Elisabeth arbeite. Nach einer historischen Darstellung der Sterbekultur und deren Ver\u00e4nderungen innerhalb unserer Gesellschaft machte sie deutlich, dass der beste Sterbeort und der Wunsch-Sterbeort von 80 % der Menschen immer noch das eigenen zu Hause sei. Die Wirklichkeit sehe aber anders aus. So sterben immer noch ca. 80 % der Menschen in Krankenh\u00e4user und Pflegeheime, w\u00e4hrend der Anteil der Menschen, die in einem station\u00e4ren Hospiz oder zu Hause sterben, bei 20 % liege.<br \/>\n\u201eDurch eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung durch das Palliativ-Care-Team, unterst\u00fctzt von einer menschlich-seelsorgerische Begleitung durch Therapeuten, Seelsorger und Ehrenamtliche der Malteser kann ein sterbender Mensch in seiner h\u00e4uslichen Umgebung verbleiben und vor allem durch die palliativ-medizinische und pflegerische Betreuung und Beratung \u201eLeben bis zuletzt\u201c.<\/p>\n<p>Machen es die besondere Umst\u00e4nde aber notwendig, in ein Hospiz zu gehen, dann stehen im Station\u00e4ren Hospiz St. Elisabeth, welches im Herz Jesu Krankenhaus in Fulda untergebracht ist, 8 Betten zur Verf\u00fcgung. Unter Hospiz wird allgemein ein Ort verstanden, Hillenbrand machte aber deutlich, dass Hospiz auch f\u00fcr die Haltung und Einstellung gegen\u00fcber Sterbenden stehe. Hier gelte das Prinzip \u201eviel Personal und wenig Technik, daf\u00fcr F\u00fcrsorge, spirituelle Unterst\u00fctzung und Hilfe in dieser letzten Lebensphase.\u201c Vielfach sei es der letzte Wohnort f\u00fcr die G\u00e4ste, die durch eine individuelle Pflege und Hilfe eine bed\u00fcrfnisorientierte Hospizarbeit erfahren und eine h\u00e4usliche Atmosph\u00e4re erleben. Dabei werden die Angeh\u00f6rigen intensiv einbezogen.<br \/>\nVielfach k\u00f6nnten die G\u00e4ste, die eine vielf\u00e4ltige Symptombehandlung erfahren, in Ruhe von ihren Lieben Abschied nehmen und in W\u00fcrde gehen. \u201eEin w\u00fcrdevolles Sterben ist das, was uns friedlich und ertr\u00e4glich erscheint\u201c, dazu geh\u00f6ren weiterstgehende Schmerzfreiheit, Autonomie des Sterbenden so lange wie m\u00f6glich, Abschied und eventuelle Vers\u00f6hnung, offene Kommunikation und das Recht darauf zu wissen, was mit einem selber ist. Nur dann k\u00f6nne, so glaubt Hillenbrand aus ihrer gemachten Erfahrung zu wissen, ein Loslassen in Geborgenheit erfolgen bis hin zu einem friedlichen Gehen. Deshalb sei auch das Leitbild des Station\u00e4ren Hospizes St. Elisabeth \u201eW\u00fcrdevolles Sterben braucht Raum\u201c. <\/p>\n<p>In all ihren sehr pers\u00f6nlichen Berichten \u00fcber die erlebte und Zeit schenkende Hospizarbeit, die nat\u00fcrlich eine herausfordernde, aber auch eine erf\u00fcllende Arbeit sei, schwang die Botschaft mit: \u201eSterben werden wir alle. Leben wir also so, dass uns die eigene Endlichkeit immer bewusst ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Auch wenn im Allgemeinen \u201eSterben und Tod\u201c als Tabuthemen gelten, so zeigten sich viele B\u00fcrger von Bimbach und Gro\u00dfenl\u00fcder aufgeschlossen genug, um der Einladung des Pfarrgemeinderates Bimbach zu folgen und sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten einer w\u00fcrdevollen Sterbebegleitung, insbesondere \u00fcber die \u201eHerausforderung Hospizarbeit\u201c zu informieren. Und so konnten Matthias Bien, Sprecher des Pfarrgemeinderates und Ulrike Uebelacker, &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":157541,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-157526","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/157526","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=157526"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/157526\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":157548,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/157526\/revisions\/157548"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/157541"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=157526"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=157526"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=157526"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}