{"id":157345,"date":"2016-11-21T20:30:14","date_gmt":"2016-11-21T19:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=157345"},"modified":"2016-11-21T20:30:14","modified_gmt":"2016-11-21T19:30:14","slug":"bischof-algermissen-und-kab-dioezesanvorstand-gemeinsamer-einsatz-fuer-den-arbeitsfreien-sonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=157345","title":{"rendered":"Bischof Algermissen und KAB Di\u00f6zesanvorstand: gemeinsamer Einsatz f\u00fcr den arbeitsfreien Sonntag"},"content":{"rendered":"<p>Zu einem Gedankenaustausch traf sich der Di\u00f6zesanvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Fulda mit Bischof Heinz Josef Algermissen. Neben Fragen zur aktuellen Situation im Kampf um den arbeitsfreien Sonntag standen sozialpolitische Fragestellungen und die Integrationsarbeit mit Fl\u00fcchtlingen im Mittelpunkt des Gespr\u00e4chs. Der Oberhirte forderte die KAB auf, weiterhin \u201eSozialer Mahner\u201c zu bleiben.<\/p>\n<p>Ausdr\u00fccklich bedankte sich Bischof Algermissen bei den Vertretern der KAB f\u00fcr das Engagement um den arbeitsfreien Sonntag, insbesondere mit Blick auf die ausufernde Zahl der verkaufsoffenen Sonntage. Dabei hob er die erfolgreiche Klage der KAB zusammen mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegen die Gemeinde Petersberg hervor. Er ermutigte dazu, diesen stringenten Weg weiter zu verfolgen. Einig waren sich Bischof Algermissen und KAB Di\u00f6zesansekret\u00e4r Michael Schmitt dar\u00fcber, dass verst\u00e4rkt die religi\u00f6se, soziale und kulturelle Bedeutung des Sonntags bewusst gemacht werden muss.<\/p>\n<p>Die Vertreter der KAB informierten den Fuldaer Bischof \u00fcber die derzeitigen Aktionen im sozialpolitischen Bereich, So fordert die KAB die sofortige \u201eR\u00fcckkehr zur parit\u00e4tischen Finanzierung der Krankenversicherung\u201c. Es k\u00f6nne nicht angehen, dass alle zus\u00e4tzlichen Kosten und Ausgabensteigerunge, die \u00fcber die Krankenversicherung zu begleichen sind, allein von Arbeitnehmern und Rentner zu tragen seien, ohne dass Arbeitgeber bzw. die Rentenversicherer einen Anteil \u00fcbernehmen m\u00fcssen. Fragen zum Mindestlohn bis hin zur drohenden Familien-, Kinder- und vor allem Altersarmut wurden ebenfalls er\u00f6rtert. So fordert die KAB eine stufenweise Erh\u00f6hung des Mindestlohns auf 12,50 \u00e2\u201a\u00ac. Im diesem Zusammenhang \u00fcberreichte Schmitt dem Bischof auch die Studie zur Altersarmut in Osthessen, die die KAB zusammen mit anderen Organisationen in Auftrag gegeben hatte.<\/p>\n<p>Seine Unterst\u00fctzung sagte der Oberhirte vor allem auch im Blick auf die bevorstehenden Sozialwahlen 2017 zu. Hier kandidieren Mitglieder der KAB \u00fcber die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA), zu denen auch das Kolpingwerk geh\u00f6rt, f\u00fcr die Selbstverwaltungsorgane der Sozialversicherungstr\u00e4ger. &#8220;Hier k\u00f6nnen wir die Gedanken der katholischen Soziallehre ganz konkret in die Praxis tragen\u201c f\u00fchrte KAB Di\u00f6zesanvorsitzender Wolfgang Spiegel dazu aus.<\/p>\n<p>Einvernehmen bestand zwischen Bischof Algermissen und der KAB mit Blick auf ver\u00e4nderte gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Problemlagen besonderes in den Fokus genommen werden sollten. \u201eWenn viele Arbeitnehmer den Bezug zur Kirche verloren haben oder verlieren, m\u00fcssen wir diese in ihren Lebenswelten aufsuchen\u201c, so KAB Di\u00f6zesanpr\u00e4ses Pfarrer Christian Sack, und bezog sich dabei auch auf die Grunds\u00e4tze zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda und die damit zusammenh\u00e4ngende \u201eStrategie 2030\u201c. Aktivit\u00e4ten in den Pfarreien werden sich in Zukunft nicht mehr vorwiegend um die Kircht\u00fcrme ereignen, sondern dort, wo die Menschen leben und arbeiten. Gerade auch der Bezug von Mensch und Arbeit 4.0 braucht besondere Aufmerksamkeit in der Seelsorge.<\/p>\n<p>KAB Fl\u00fcchtlingsbeauftragter Georg Dreif\u00fcrst berichtete dem Bischof von der Integrationsarbeit des Sozialverbandes. Im Mittelpunkt steht hier die Sprachvermittlung in Erg\u00e4nzung zu Alphabetisierungs- und Integrationskursen. Diese wird von zahlreichen Ehrenamtlichen Helfern\/innen geleistet. Hinzu kommen Hilfestellungen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge im Umgang mit Beh\u00f6rden und Institutionen. Dreif\u00fcrst bedanke sich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung aus dem Bistumsfonds \u201eFl\u00fcchtlingshilfe\u201c. \u201eOhne diese Hilfe w\u00e4re unser Engagement so nicht m\u00f6glich. Der Bischof stellte in Aussicht, dass das Bistum sich gerade im Bereich der Sprachvermittlung weiterhin finanziell engagieren werde.<\/p>\n<p>Im Zeichen gemeinsamer Aufgaben und gegenseitiger Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine menschliche Gesellschaft auf dem Fundament des Evangeliums und der Sozialverk\u00fcndigung der Kirche vereinbarten die Gespr\u00e4chsteilnehmer weiterhin einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zu einem Gedankenaustausch traf sich der Di\u00f6zesanvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Fulda mit Bischof Heinz Josef Algermissen. Neben Fragen zur aktuellen Situation im Kampf um den arbeitsfreien Sonntag standen sozialpolitische Fragestellungen und die Integrationsarbeit mit Fl\u00fcchtlingen im Mittelpunkt des Gespr\u00e4chs. Der Oberhirte forderte die KAB auf, weiterhin \u201eSozialer Mahner\u201c zu bleiben. 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