{"id":157297,"date":"2016-11-21T20:18:57","date_gmt":"2016-11-21T19:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=157297"},"modified":"2016-11-21T20:18:57","modified_gmt":"2016-11-21T19:18:57","slug":"arbeitgeberveranstaltung-der-kva-vogelsbergkreis-kommunales-jobcenter-mit-schiedsrichter-lutz-wagner-gerechtigkeit-und-fairplay-auf-dem-sportplatz-wie-im-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=157297","title":{"rendered":"Arbeitgeberveranstaltung der KVA Vogelsbergkreis \u2013 Kommunales Jobcenter mit Schiedsrichter Lutz Wagner: \u201eGerechtigkeit und Fairplay \u2013 auf dem Sportplatz wie im Unternehmen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Rolle eines Schiedsrichters und die eines Chefs sind nicht so verschieden, wie man zun\u00e4chst vermuten k\u00f6nnte. Die Parallelen verdeutlichte der Schiedsrichter und Schiedsrichterausbilder Lutz Wagner sehr anschaulich in seinem Vortrag \u201eGerechtigkeit und Fairplay \u2013 auf dem Sportplatz wie im Unternehmen\u201c. Die KVA Vogelsbergkreis \u2013 Kommunales Jobcenter hatte zum f\u00fcnften Mal die heimischen Unternehmen eingeladen, und rund 70 G\u00e4ste waren in die Aula der Schule an der Wascherde gekommen, um den Empfehlungen des Referenten zu lauschen, sich auszutauschen und Kontakte zu kn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Landrat Manfred G\u00f6rig er\u00f6ffnete die Veranstaltung und betonte die Wichtigkeit von Werten wie Gerechtigkeit und Fair Play in allen Bereichen unseres t\u00e4glichen Lebens. Im Unternehmen hat der Chef daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass alles regelkonform abl\u00e4uft \u2013 im Fu\u00dfball ist es die Aufgabe des Schiedsrichters. Von beiden \u2013 Chef und Schiedsrichter \u2013 wird \u00c4hnliches erwartet: Sie sollen Konflikte l\u00f6sen k\u00f6nnen und ein offenes Ohr f\u00fcr Probleme haben, sollen dabei aber stets unparteiisch sein\u00c2\u00a0 und keine Mannschaft oder einzelne Angestellte bevorzugen.<\/p>\n<p>Entscheidungen m\u00fcssen schnell und sicher getroffen werden, sollen f\u00fcr die Betroffenen transparent und nachvollziehbar sein und die Fairness sollte hierbei immer das h\u00f6chste Gebot darstellen. \u201eDer Schiedsrichter hat 0,7 Sekunden Zeit, um seine Entscheidung zu Treffen. Agieren statt reagieren ist hier das Stichwort! Es ist zu sp\u00e4t zu pfeifen, wenn die Fans bereits johlen und auf Foul pl\u00e4dieren \u2013 dann gilt man als beeinflussbar\u201c, betonte Lutz Wagner in seinem Vortrag.<\/p>\n<p>Damit eine Entscheidung beim Personal auf Akzeptanz st\u00f6\u00dft, m\u00fcsse also ein Chef den schmalen Grat zwischen einer zu fr\u00fchzeitigen und einer zu sp\u00e4ten Entscheidung bewandern und den richtigen Zeitpunkt treffen. Und damit seine Aussage akzeptiert wird, m\u00fcssten auch Mimik und Gestik mit der Aussage \u00fcbereinstimmen, so Wagner. Seine Empfehlungen f\u00fcr Gespr\u00e4che und Meetings: \u201eOberstes Gebot ist es, sich solchen Situationen niemals unvorbereitet zu stellen.\u201c Schon im Vorfeld sollte man die Situation analysieren und sich die Fragen stellen: Wer k\u00f6nnte mir im Gespr\u00e4ch Probleme bereiten, welche Argumente vertritt die gegnerische Seite und welche Interessen verfolgt sie, wer steht auf meiner Seite?<\/p>\n<p>Sich vorbereiten: ja, vorbelastet in ein Gespr\u00e4ch gehen: nein. Nur dann k\u00f6nne man faire und unvoreingenommene Entscheidungen treffen, unterstrich Wagner. Auch f\u00fcr den Umgang mit Kritik gab der Schiedsrichter seiner H\u00f6rerschaft etwas mit auf den Weg: Kritik d\u00fcrfe nicht emotionalisiert werden sondern m\u00fcsse auf einer sachlichen Ebene bleiben. \u201eNicht ich als Person werde kritisiert, sondern eine meiner Handlungsweisen, die meinem Gegen\u00fcber nicht gefallen hat. Das muss man trennen.\u201c<\/p>\n<p>Im Anschluss an den interaktiven Vortrag, bei dem die G\u00e4ste anhand von Filmsequenzen aus dem Fu\u00dfball \u00fcber Recht und Unrecht entscheiden und entsprechend die rote oder gelbe Karte z\u00fccken durften, gab es noch Gelegenheit f\u00fcr Fragen an den ehemaligen Profischiedsrichter und f\u00fcr Gespr\u00e4che mit der KVA Vogelsbergkreis \u2013 Kommunales Jobcenter. Dort geh\u00f6ren Gerechtigkeit und Fairplay zur Arbeit: \u00c4hnlich wie gegnerische Fu\u00dfballmannschaften sind die Bewerber, die um einen Arbeitsplatz konkurrieren, auf Fairness und Gerechtigkeit des Schiedsrichters beziehungsweise des Einstellungskomitees angewiesen.<\/p>\n<p>Schon in vier St\u00e4dten und Gemeinden hat die KVA Vogelsbergkreis seit 2014 Regionalprojekte durchgef\u00fchrt. Ziel der Projekte ist es, den Teilnehmern durch eine betriebliche Praxiserprobung neue Erfahrungen zu erm\u00f6glichen, neue Kompetenzen zu entwickeln oder bereits vorhandene Kompetenzen weiter auszubauen. Viele Menschen konnten dadurch eine Besch\u00e4ftigung in Wohnortn\u00e4he finden. Die Regionalprojekte werden durch das Hessische Ministerium f\u00fcr Soziales und Integration im Rahmen des Programmes \u201eKompetenzen entwickeln \u2013 Perspektiven er\u00f6ffnen\u201c gef\u00f6rdert. Sie zeichnen sich durch eine besonders intensive Betreuung der Teilnehmer und eine enge Zusammenarbeit des Arbeitgeberservice der KVA Vogelsbergkreis \u2013 Kommunales Jobcenter mit den Akteuren auf dem Arbeitsmarkt der jeweiligen Gemeinde aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Rolle eines Schiedsrichters und die eines Chefs sind nicht so verschieden, wie man zun\u00e4chst vermuten k\u00f6nnte. 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