{"id":156758,"date":"2016-11-02T21:24:01","date_gmt":"2016-11-02T20:24:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=156758"},"modified":"2016-11-02T21:24:01","modified_gmt":"2016-11-02T20:24:01","slug":"edward-dupeire-kommt-als-us-soldat-in-die-region-und-bleibt-hier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=156758","title":{"rendered":"Edward Dupeire kommt als US-Soldat in die Region und bleibt hier"},"content":{"rendered":"<p>Er lebt seit mehr als einem halben Jahrhundert in Deutschland und ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie gut Integration funktionieren kann, wenn Fremde mit offenen Armen empfangen werden. Die Rede ist von Edward &#8220;Ed&#8221; Dupeire (74) aus Dirlos.<\/p>\n<p>Ed Dupeire kommt als Soldat zu einem Zeitpunkt nach Deutschland, als der Konflikt zwischen Ost und West einen vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt erreicht hat. Die Wasserkuppe ist durch die unmittelbare Lage an der Zonengrenze ein strategischer Radarposten der US-Luftwaffe und von besonderer Bedeutung f\u00fcr die NATO. Gerade einmal 19 Jahre alt, nimmt der junge Soldat als Radarexperte hier seine Arbeit auf.<\/p>\n<p>Nach dem Highschool-Abschluss im Mai 1961 ist der junge Mann in die Air Force eingetreten und hat die Grundausbildung in San Antonio\/Texas, sp\u00e4ter die Radarschule in Biloxi\/Mississippi, absolviert. Fr\u00fcher als geplant erh\u00e4lt er wegen des Mauerbaus den Befehl, nach Deutschland zu gehen. Im Oktober 1961 wird er in die Aufkl\u00e4rungseinheit auf der Wasserkuppe abkommandiert.<\/p>\n<p>Die meiste Zeit verbringt der junge Amerikaner an seinem St\u00fctzpunkt, nur ab und zu kommt er mit der deutschen Bev\u00f6lkerung in Ber\u00fchrung. Durch die Nachwirkungen des Krieges sind die Menschen in der Region nicht \u00fcberall gut auf die US-Soldaten zu sprechen und so bleiben viele Armeeangeh\u00f6rige unter sich. Eines Tages wird Ed Dupeire von einem Kollegen, der in Schmalnau verheiratet ist, zu einer Feier eingeladen. Dort lernt er am selben Tag noch seine sp\u00e4tere Ehefrau Barbara kennen und verliebt sich in sie.<\/p>\n<p>Mit Barbara an seiner Seite f\u00fchlt sich der junge Mann gut aufgehoben und gew\u00f6hnt sich langsam an die deutsche Mentalit\u00e4t. Er verl\u00e4ngert seine Dienstzeit auf der Wasserkuppe und heiratet Barbara im November 1964, als der Tod seines Stiefvaters ihn im Fr\u00fchsommer 1965 veranlasst, in die Vereinigten Staaten zur\u00fcckzukehren. Dort bleiben die Dupeires zweieinhalb Jahre, ehe sie an Heiligabend 1967 nach Deutschland zur\u00fcckkehren. Hier angekommen arbeitet er zun\u00e4chst im Holzbetrieb seines Schwiegervaters in Schmalnau. Nach weiteren beruflichen Stationen in Berlin und Frankfurt wechselt er 1971 zu Jumo in Fulda, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 mehr als 35 Jahre t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Wie Ed Dupeire seinen Lebensmittelpunkt in der Region gefunden hat, welche Erfahrungen er und seine Familie mit d\u00f6rflicher Gemeinschaft gemacht haben und was er mit den drei Gedenks\u00e4ulen auf der Wasserkuppe zu tun hat, k\u00f6nnen interessierte Leser im neuen Jahrbuch des Landkreises Fulda nachlesen, das Ende November erscheint und unter dem Rahmenthema &#8220;Internationale Beziehungen&#8221; steht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Er lebt seit mehr als einem halben Jahrhundert in Deutschland und ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie gut Integration funktionieren kann, wenn Fremde mit offenen Armen empfangen werden. Die Rede ist von Edward &#8220;Ed&#8221; Dupeire (74) aus Dirlos. 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