{"id":155936,"date":"2016-10-09T14:40:44","date_gmt":"2016-10-09T12:40:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=155936"},"modified":"2016-10-09T14:40:44","modified_gmt":"2016-10-09T12:40:44","slug":"kindergelderhoehung-ist-ein-tropfen-auf-dem-heissen-stein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=155936","title":{"rendered":"Kindergelderh\u00f6hung ist ein Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein!"},"content":{"rendered":"<p>Der Familienbund der Katholiken kritisiert die geplante Erh\u00f6hung des Kindergeldes als Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein. \u201eDie Mini-Erh\u00f6hung des Kindergeldes um 2 Euro und die Anpassung des steuerlichen Kinderfreibetrages sind nicht mehr als ein Pflichtprogramm. Auch die \u00fcberf\u00e4llige Reform des Kinderzuschlags wird wieder nicht angepackt, \u201c sagte der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken, Hubert Schulte, zu den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen. \u201eEs ist dringend notwendig, die wirtschaftliche Basis der Familien zu st\u00e4rken und damit auch ihre Leistungen f\u00fcr die Gesellschaft besser zu honorieren. Familien m\u00fcssen deshalb bei Steuern und bei den Beitr\u00e4gen zur Sozialversicherung deutlich finanziell entlastet werden.\u201c\u00c2\u00a0 Bei einem erwarteten Zuwachs des Steueraufkommens in 2017 und 2018 von rund 55 Milliarden Euro ist eine geplante Kindergelderh\u00f6hung von rund 0,653 Milliarden Euro, d. h. ca. 1 % des Zuwachses, mehr als ungen\u00fcgend. Der Familienbund fordert grunds\u00e4tzlich die Anhebung des Kinderfreibetrages auf das Niveau der Erwachsenen. Das Kindergeld muss zudem auf das Niveau der maximalen Wirkung des Kinderfreibetrages angehoben werden, damit einkommensschw\u00e4chere Familien nicht benachteiligt werden.<\/p>\n<p>Die geplante Erh\u00f6hung des Kinderzuschlages um 10 Euro im Monat ist zwar eine wichtige Ma\u00dfnahme, geht jedoch nicht weit genug. Der Familienbund fordert, das Antragsverfahren des Kinderzuschlages zu vereinfachen und die Mindest- und H\u00f6chsteinkommensgrenzen, insbesondere die sogenannte \u201eAbbruchkante\u201c,\u00c2\u00a0 abzuschaffen.<\/p>\n<p>Dagegen begr\u00fc\u00dft Hubert Schulte ausdr\u00fccklich die geplante Reform des Unterhaltsvorschusses. Die Anhebung der Altersgrenze auf 18 Jahre und die Abschaffung des H\u00f6chstbezugsdauer sind eine effektive Unterst\u00fctzung Alleinerziehender. Da viele Alleinerziehende mit ihren Kindern in prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen leben, ist der Ausbau der Leistung ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Kinderarmut. Allerdings fordert der Familienbund, das Kindergeld in Zukunft nur noch h\u00e4lftig auf den Unterhaltsvorschuss anzurechnen. Dies entspr\u00e4che der Regelung im Unterhaltsrecht und der Gleichwertigkeit von Bar- und Betreuungsunterhalt.\u00c2\u00a0 Auch den geplanten Abbau der kalten Progression f\u00fcr die kommenden zwei Jahre unterst\u00fctzt der Familienbund. Jedoch sollte die Anpassung des Steuertarifs automatisch j\u00e4hrlich entsprechend der Inflationsrate erfolgen.<br \/>\nV.i.S.d.P. Hubert Schulte<\/p>\n<p>Der Familienbund der Katholiken ist der mitgliederst\u00e4rkste Familienverband Deutschlands.<br \/>\nIhm geh\u00f6ren 25 Di\u00f6zesan-, 10 Landes- und 15 Mitgliedsverb\u00e4nde an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Der Familienbund der Katholiken kritisiert die geplante Erh\u00f6hung des Kindergeldes als Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein. \u201eDie Mini-Erh\u00f6hung des Kindergeldes um 2 Euro und die Anpassung des steuerlichen Kinderfreibetrages sind nicht mehr als ein Pflichtprogramm. 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