{"id":154672,"date":"2016-09-01T10:26:15","date_gmt":"2016-09-01T08:26:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=154672"},"modified":"2016-09-01T10:26:15","modified_gmt":"2016-09-01T08:26:15","slug":"wandern-im-grenzland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=154672","title":{"rendered":"Wandern im Grenzland"},"content":{"rendered":"<p>Die Rh\u00f6n ist altes Grenzland, auch in j\u00fcngster Vergangenheit: trennte doch nach dem Kalten Krieg der \u201eEiserne Vorhang\u201c auf 250 Kilometern das Land der offenen Fernen.<\/p>\n<p>Heute muss man mancherorts genau hinschauen, um die einst nahezu un\u00fcberwindbare Grenze noch zu erkennen. Allerdings gibt es viele Stellen, an denen die Zeugen der deutsch-deutschen Vergangenheit bewusst erhalten werden.<\/p>\n<p>Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr das Leben an der Grenze<\/p>\n<p>Wer auf der Extratour Point Alpha-Weg unterwegs ist, n\u00e4hert sich der Gedenkst\u00e4tte Point Alpha auf naturnahen Wegen im Geisaer Amt. Point Alpha war der wichtigste Vorposten der NATO an der deutsch-deutschen Grenze. Hier, im Fulda Gap, erwartete man den Beginn des Dritten Weltkriegs. Heute zeigen die Sperranlagen die Unmenschlichkeit des \u201eEisernen Vorhangs\u201c. Die Ausstellung im \u201eHaus der Grenze\u201c verdeutlicht die Unterdr\u00fcckung in der ehemaligen DDR.<\/p>\n<p>Jedes Jahr am 3. Oktober findet an der Gedenkst\u00e4tte Point Alpha eine Festveranstaltung statt. Nach einem morgendlichen Gottesdienst gibt es einen Familientag mit einem Markt f\u00fcr regionale Produkte und vielen Angeboten f\u00fcr Kinder.<\/p>\n<p>Auf der Extratour Kegelspiel kommen Wanderer durch die vulkanisch gepr\u00e4gte Landschaft nach Rasdorf, das auf der westlichen Seite von Point Alpha liegt. Durch Wiesen, Felder und Laubw\u00e4lder f\u00fchrt der abwechslungsreiche Wanderweg mit sch\u00f6nen Ausblicken. Sie lassen erahnen, was die Grenze f\u00fcr die Natur bedeutete: Ruhe und Abgeschiedenheit.<\/p>\n<p>Naturparadies Gr\u00fcnes Band<\/p>\n<p>Das Rh\u00f6ner Gr\u00fcne Band entlang des ehemaligen Todesstreifens ist deshalb Lebensraum f\u00fcr viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Es erf\u00fcllt eine wichtige Rolle f\u00fcr den Naturschutz im UNESCO Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. Das Gr\u00fcne Band erlebt man auf einer Halbtageswanderung ebenfalls auf der Extratour Point Alpha-Weg. Auch der Rundweg Schwarzes Moor 2 f\u00fchrt auf drei Kilometern ans Gr\u00fcne Band und zu einem Grenzturm sowie Spuren weiterer Grenzanlagen.<\/p>\n<p>Sie zu finden ist dank des Flyers \u201eDie Rh\u00f6n grenzenlos erleben\u201c ganz einfach. Man erh\u00e4lt ihn kostenlos in den Touristinformationen, im Rh\u00f6n Info-Zentrum auf der Wasserkuppe oder online zum Durchsehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Rh\u00f6n ist altes Grenzland, auch in j\u00fcngster Vergangenheit: trennte doch nach dem Kalten Krieg der \u201eEiserne Vorhang\u201c auf 250 Kilometern das Land der offenen Fernen. Heute muss man mancherorts genau hinschauen, um die einst nahezu un\u00fcberwindbare Grenze noch zu erkennen. 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