{"id":154641,"date":"2016-09-01T10:16:40","date_gmt":"2016-09-01T08:16:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=154641"},"modified":"2016-09-01T10:16:40","modified_gmt":"2016-09-01T08:16:40","slug":"bezirkskolpingverbandes-hessisches-kegelspiel-wallfahrte-zum-gehilfersberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=154641","title":{"rendered":"Bezirkskolpingverbandes Hessisches Kegelspiel wallfahrte zum Gehilfersberg"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Leitwort \u201eGott ist Sch\u00f6pfer aller Menschen\u201c stand die diesj\u00e4hrige Wallfahrt des Bezirkskolpingverbandes Hessische Kegelspiel zur Wallfahrtskirche zu den Heiligen 14 Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf. Bereits um 6 Uhr startete eine Pilgergruppe beim Bonifatiuskloster H\u00fcnfeld. Betend und singend folgten sie der Kolpingfahne und zogen der aufgehenden Sonne entgegen. Durch den H\u00fcnfelder B\u00fcrgerpark und Gro\u00dfenbach sowie durch Felder und entlang der B 84 erreichte die Pilgergruppe Rasdorf und kehrte zur ersten Rast im Gasthof Adler ein. Petra Vogt und Beate Krieger hatten die Gebetstext und Lieder zusammengestellt und wurden auf dem Weg durch Matthias Flory unterst\u00fctzt.<br \/>\nNach der Pause in Rasdorf integrierte sich die Pilgergruppe in die Gemeinschaft der Wallfahrerinnen und Wallfahrer, die in musikalischer Begleitung durch die Trachtenkapelle Hessisches Kegelspiel Gro\u00dfentaft (Leitung Harald Hohmann), vom Anger zur Wallfahrtskirche auf dem Gehilfersberg zogen. Nach dem Einzug durch die Heilige Pforte in die Wallfahrtskirche wurde Eucharistie, gefeiert, der Pfarrer Reiner Modenbach, Rasdorf vorstand.<\/p>\n<p>In seiner Predigt stellte er die Frage, ob der Gesellenvater Adolph Kolping und sein Werk heute noch ein Stachel im Fleisch der Gesellschaft seien. Als Stachel k\u00f6nnt angesehen werden, nicht mit dem Strom zu schwimmen, mal gegen den Kamm zu b\u00fcrsten und den Mut zu haben, Werte, die verloren gegangen seien nicht nur als Wandel der Zeit zu begreifen, sondern als Verlust anzusehen. Tradition versucht, das Gute zu bewahren und weiterzutragen. Ein Stachel in der Gesellschaft sei der Mut, sich daf\u00fcr einzusetzen. Adolph Kolping sei ein solcher Stachel. Er habe zu den christlichen Menschen des 19. Jahrhunderts geh\u00f6rt, die das Evangelium gelesen und genau hingeschaut h\u00e4tten, was die Bed\u00fcrfnisse der Menschen gewesen seien. Bundespr\u00e4sident Joachim Gauck habe in seiner Rede zum 200. Geburtstag des Seligen von drei Wesensz\u00fcgen gesprochen. Adolph Kolping sei ein zutiefst frommer Priester gewesen, was in seiner Zeit nach der Aufkl\u00e4rung in der Gesellschaft nicht mehr \u00fcberall zu finden war. Er habe sich mit Leidenschaft f\u00fcr die Menschen seiner Zeit, die unter den sozialen Zust\u00e4nden litten, interessiert, in seinen Publikationen dar\u00fcber berichtet und die M\u00e4ngel beim Namen genannt. Das Entscheidende sei gewesen, dass er als Mann der Praxis den Gesellenverein gegr\u00fcndet habe, um junge Menschen zu sammeln und sie zu f\u00f6rdern. Adolph Kolping habe junge Mensch bef\u00e4higt, selbst\u00e4ndig und selbstt\u00e4tig zu sein. So sei er ein P\u00e4dagoge gewesen, der auf Zukunft hin orientiert gewesen sei und f\u00fcr den Jede und Jeder wichtig war.<br \/>\nSo m\u00fcssten die Kolpingfamilien heute Stachel in der Gesellschaft sein, denn auch unsere Zeit stehe vor der Herausforderung, junge Menschen in den Blick zu nehmen und ihnen Sinn im Leben zu vermitteln. Ihnen zu sagen, dass auch ihr Leben wert habe. Wichtig sei, sie sp\u00fcren zu lassen, wie wertvoll jede und jeder Einzelne ist. Die gro\u00dfe Aufgabe bestehe darin, die jungen Menschen aus einer virtuellen Welt herauszuholen und ihnen zu helfen, einen Platz in der realen Welt zu finden. Das werde nicht jedem gefallen und w\u00fcrde so ebenfalls zu einem Stachel an dem man in weiten Teilen unserer Gesellschaft Ansto\u00df nehme. Ein Mensch, der sich und seinen Weg erkannt habe und dazu stehe, sei weniger manipulierbar.<\/p>\n<p>Pfarrer Reiner Modenbach dankte am Schluss des Gottesdienstes allen Akteuren der Bezirkskolping \u2013 Wallfahrt f\u00fcr die gute Vorbereitung und Durchf\u00fchrung. Sein besonderer Dank galt der Trachtenkapelle aus Gro\u00dfentaft, und an der Orgel Erik Reinhardt. Die Kollekte war f\u00fcr das Schulprojekt von Pfarrer Dr. Jean Parfait Ntsama aus Kamerun bestimmt, der zurzeit als Gastpfarrer in den Pfarreien Gro\u00dfentaft und Rasdorf die Urlaubsvertretung \u00fcbernommen hat und mit diesem Geld mittellosen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern den Unterrichtsbesuch und das Wohnen im Internat erm\u00f6glicht. Weiter Spenden f\u00fcr ihn k\u00f6nnen auf das Konto der Pfarrei Rasdorf, Sparkasse H\u00fcnfeld oder IBAN: DE57 5305 0180 0074 0020 34, BIC: HELADEF1FDS, Vermerk: Pfarrer Ntsama, \u00fcberwiesen werden. Eine Spendenquittung wird ausgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Unter dem Leitwort \u201eGott ist Sch\u00f6pfer aller Menschen\u201c stand die diesj\u00e4hrige Wallfahrt des Bezirkskolpingverbandes Hessische Kegelspiel zur Wallfahrtskirche zu den Heiligen 14 Nothelfern auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf. Bereits um 6 Uhr startete eine Pilgergruppe beim Bonifatiuskloster H\u00fcnfeld. 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