{"id":154242,"date":"2016-08-21T22:28:36","date_gmt":"2016-08-21T20:28:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=154242"},"modified":"2016-08-21T22:28:36","modified_gmt":"2016-08-21T20:28:36","slug":"sommertour-2016-kernflaechen-am-landecker-berg-studierendenwohnheim-in-fulda-foerderbescheid-fuer-den-abwasserverband-fulda-und-biodiversitaetsmassnahmen-in-der-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=154242","title":{"rendered":"Sommertour 2016: Kernfl\u00e4chen am Landecker Berg, Studierendenwohnheim in Fulda, F\u00f6rderbescheid f\u00fcr den Abwasserverband Fulda und Biodiversit\u00e4tsma\u00dfnahmen in der Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Ministerin Hinz: \u201eMit der Entscheidung die Waldgebiete am Landecker Berg komplett aus der Bewirtschaftung zu nehmen, wurde ein wichtiges R\u00fcckzugsgebiet f\u00fcr Pflanzen und Tieren in Hessen geschaffen.\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen ihrer Sommertour durch Hessen besuchte Umweltministerin Priska Hinz heute den Landecker Berg im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. In diesem Naturschutzgebiet wurden erst vor wenigen Wochen weitere Kernfl\u00e4chen ausgewiesen, also Fl\u00e4chen im Staatswald, die vollst\u00e4ndig von der Bewirtschaftung ausgenommen sind. \u201eDer Landecker Berg ist ein sogenannter Hotspot f\u00fcr die Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Selbst im ohnehin schon artenreichen Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n sticht dieses Gebiet hervor. Darum haben wir den Staatswald hier auch als Kernfl\u00e4che ausgewiesen. Innerhalb der Kernfl\u00e4che findet k\u00fcnftig keine Bewirtschaftung mehr statt und die Natur hat einen Ort zur freien Entfaltung gewonnen\u201c, erkl\u00e4rte Ministerin Hinz bei ihrem Besuch vor Ort. Insgesamt wurden die Kernfl\u00e4chen im hessischen Staatswald auf mehr als 25.500 Hektar ausgeweitet. Dies entspricht etwa acht Prozent der Gesamtfl\u00e4che im Staatswald. \u201eWir leisten damit einen Beitrag zur Umsetzung der hessischen und der nationalen Biodiversit\u00e4tsstrategie\u201c, bekr\u00e4ftigte Umweltministerin Hinz. \u201eBei der Auswahl der Fl\u00e4chen ist es gelungen, viele kleinere Fl\u00e4chen miteinander zu verbinden. Diese Vernetzung ist ein wichtiger Baustein f\u00fcr einen effektiven Arten- und Biotopschutz\u201c, so Hinz weiter. Im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n ist eine der gr\u00f6\u00dften Kernfl\u00e4chen in Hessen entstanden \u2013 auf 600 Hektar finden allerlei Fledermausarten oder auch der Rotmilan ein gesch\u00fctztes Zuhause. Auch andere seltene Vogelarten wie die Waldschnepfe, Hohl- und Turteltaube, Waldohreule sowie Grau-, Schwarz- und Buntspechte finden hier Schutz. \u201eNeben seltenen Tieren ist auch eine gro\u00dfe Pflanzenvielfalt anzutreffen: Gleich 14 verschiedene Orchideenarten wachsen rund um den Landecker Berg und auch die selten gewordene Eibe findet man in der Rh\u00f6n. Ich freue mich, dass dem Forstamt Bad Hersfeld, das rund 18.000 Hektar Wald betreut, der Naturschutz so am Herzen liegt\u201c, so die Ministerin abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend machte die Umweltministerin Station in Fulda, wo sie einen F\u00f6rderbescheid f\u00fcr neue Studierendenwohnungen \u00fcbergab: \u201eHervorzuheben bei diesem Bauprojekt ist, dass ungenutzte Gewerbefl\u00e4chen in Wohnraum umgewandelt werden. Gro\u00dfe Baufl\u00e4chen sind selten und daher hart umk\u00e4mpft. Das neue Wohnheim wird sich mitten in der Fuldaer Innenstadt befinden, unweit der Hochschule mit perfekten Anbindungen an den Bahnhof, sowie nur wenige Meter vom Schlosspark entfernt. Die Lage ist ideal\u201c, freute sich Ministerin Hinz. Das bestehende B\u00fcrogeb\u00e4ude \u201eThe Cube\u201c wurde nach einer Insolvenz nicht fertiggestellt und stand elf Jahre leer. Das Land Hessen f\u00f6rdert nun die BG Immo II GmbH &amp; Co. KG mit 2,7 Millionen Euro, damit hier 84 neue Studierendenwohnungen entstehen k\u00f6nnen. Die Gesamtwohnfl\u00e4che betr\u00e4gt rund 2.105 Quadratmeter, die einzelnen Appartements werden etwa 20 bis 49 Quadratmeter gro\u00df sein. Alle voll m\u00f6blierten Wohneinheiten werden barrierefrei erreichbar sein, im Erdgeschoss entstehen dar\u00fcber hinaus acht rollstuhlgerechte sowie sieben barrierefreie Appartements. Die Anfangsmiete ohne Betriebskosten betr\u00e4gt etwa acht Euro pro Quadratmeter. \u201eDas Land Hessen wird auch zuk\u00fcnftig Studierende mit allen Mitteln darin unterst\u00fctzen, bezahlbaren Wohnraum zu finden und Projekte wie dieses finanziell f\u00f6rdern\u201c, so die Ministerin abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Danach \u00fcbergab die Ministerin dem Abwasserverband Fulda einen F\u00f6rderbescheid in H\u00f6he von gut 1,5 Millionen Euro. \u201eNach den gro\u00dfen Hochwassersch\u00e4den im Juni und August 2013 m\u00f6chten wir hier nun einen effektiven Hochwasserschutz f\u00f6rdern\u201c, sagte Hinz bei der \u00dcbergabe. 2013 wurden in der Gemeinde K\u00fcnzell die Ortsteile Pilgerzell und Engelhelms sowie der Fuldaer Stadtteil Bronzell von einem Hochwasser heimgesucht. Um solche \u00dcberschwemmungen am Engelhelmsbach zwischen K\u00fcnzell und Fulda-Bronzell k\u00fcnftig besser auffangen zu k\u00f6nnen, sollen hier f\u00fcnf Hochwasserr\u00fcckhaltebecken, sogenannte Retentionsbecken, errichtet werden. Diese Becken werden bis zu 27.200 Kubikmeter Wasser halten k\u00f6nnen. Zudem wird das Flussbett des Engelbaches in Pilgerzell und in Engelhelms verbreitert. \u201eSo steht der Kommune ein Instrument zur Verf\u00fcgung, das sie vor Hochwassern sch\u00fctzt, die zumindest statistisch, nur einmal in hundert Jahren vorkommen\u201c, so die Ministerin abschlie\u00dfend. \u201eDie betroffenen Stadtteile werden somit k\u00fcnftig besser vor weiteren \u00dcberschwemmungssch\u00e4den gesch\u00fctzt sein.\u201c Die Kosten f\u00fcr das gesamte Vorhaben des Hochwasserschutzes belaufen sich auf gut 1,9 Millionen Euro \u2013 das Land Hessen f\u00f6rdert die Ma\u00dfnahmen mit knapp 80 Prozent.<\/p>\n<p>Zum Abschluss ihres Besuchs in Osthessen war Ministerin Hinz zu Gast bei der landwirtschaftlichen Betriebsgemeinschaft Schneider\/Jest\u00e4dt in Kleinl\u00fcder. \u201eEin Ziel unseres \u00d6koaktionsplans ist es, die Landwirtinnen und Landwirte zu beraten, wie sie in ihren betrieblichen Abl\u00e4ufen auf den Erhalt und den Schutz der Biodiversit\u00e4t achten k\u00f6nnen. Daf\u00fcr braucht es gute Beispiele. Ein hervorragendes Beispiel ist der Betrieb Schneider\/Jest\u00e4dt\u201c, sagte Ministerin Hinz. Einen positiven Beitrag k\u00f6nnen alle landwirtschaftlichen Betriebe leisten, egal ob sie konventionell oder \u00f6kologisch wirtschaften. Die Beratung des LLH richtet sich an alle landwirtschaftlichen Betriebe. \u201eIch freue mich besonders dar\u00fcber, dass die Betriebsgemeinschaft Schneider\/Jest\u00e4dt, als konventioneller Hof, in der Struktur der neuaufgelegten Biodiversit\u00e4tsberatung des LLH fest verankert ist\u201c, so die Ministerin. Die Betriebsgemeinschaft Schneider\/Jest\u00e4dt nimmt eine Vorreiterrolle ein und baut ein Testbetriebsnetz mit auf, das bei der Umsetzung von Biodiversit\u00e4tsma\u00dfnahmen auf landwirtschaftlichen Betrieben helfen soll. So wollen landwirtschaftliche Betriebe und das LLH praktische Erfahrungen und Beobachtungen austauschen. Das Land Hessen f\u00f6rdert dieses Projekt mit rund 210.000 Euro. \u201eUm die Vielfalt an Tieren und Pflanzen zu erhalten, braucht es das Engagement aller\u201c, bekr\u00e4ftigte die Ministerin. \u201eDeshalb begr\u00fc\u00dfe ich umso mehr, dass sich Betriebe wie die Betriebsgemeinschaft Schneider\/Jest\u00e4dt finden, die bereit sind, neue Ans\u00e4tze auszuprobieren, um andere an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen.\u201c Es stehen insgesamt eine Million Euro j\u00e4hrlich im \u00d6koaktionsplan zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Ministerin Hinz: \u201eMit der Entscheidung die Waldgebiete am Landecker Berg komplett aus der Bewirtschaftung zu nehmen, wurde ein wichtiges R\u00fcckzugsgebiet f\u00fcr Pflanzen und Tieren in Hessen geschaffen.\u201c Im Rahmen ihrer Sommertour durch Hessen besuchte Umweltministerin Priska Hinz heute den Landecker Berg im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. 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