{"id":154138,"date":"2016-08-15T00:25:13","date_gmt":"2016-08-14T22:25:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=154138"},"modified":"2016-08-14T20:33:08","modified_gmt":"2016-08-14T18:33:08","slug":"thueringen-richtete-die-natura-2000-station-rhoen-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=154138","title":{"rendered":"Th\u00fcringen richtete die Natura 2000-Station \u201eRh\u00f6n\u201c ein"},"content":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Freude beim Landschaftspflegeverband (LPV) \u201eBR Th\u00fcringische Rh\u00f6n&#8221; e.V.: Bereits im April dieses Jahres war das von dem Verband betreute Naturschutzgro\u00dfprojekt \u201eTh\u00fcringer Rh\u00f6nhutungen\u201c von hochrangigen Vertretern der Landes- und Bundespolitik als Dekade-Projekt ausgezeichnet worden. Jetzt setzte Th\u00fcringens Umweltministerin Anja Siegesmund noch einen obendrauf und machte den LPV zur Natura 2000-Station. Damit erh\u00e4lt die Einrichtung mit Sitz in Kaltensundheim in ihrem angestammten Wirkungsbereich eine wichtige Zusatzaufgabe. Auch diesmal geht es wieder um die langfristige Bewahrung der Vielfalt der Naturlandschaft im UNESO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, insbesondere um die Betreuung von 21 Natura 2000-Gebieten und -Objekten, darunter das gr\u00f6\u00dfte Vogelschutzgebiet Th\u00fcringens.<\/p>\n<p>Seit nunmehr 25 Jahren widmet sich der einst auf Initiative der th\u00fcringischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n gegr\u00fcndete Landschaftspflegeverband (LPV) dem Erhalt der Rh\u00f6ner Kulturlandschaft. Das mehrj\u00e4hrige Engagement f\u00fcr die Th\u00fcringer Rh\u00f6nhutungen war bislang das anspruchsvollste Projekt. Ziel: die charakteristischen Lebensr\u00e4ume der Th\u00fcringer Rh\u00f6n zu sch\u00fctzen und zu entwickeln. Auf ca. 440 Hektar Fl\u00e4che, \u00fcberwiegend Kalkmagerrasen, konnte die f\u00fcr Schafhutungen typische Biotop-Qualit\u00e4t wiederhergestellt werden. Regelm\u00e4\u00dfige Beweidung h\u00e4lt die Fl\u00e4chen offen und bewahrt die f\u00fcr Magerrasen charakteristische besondere biologische Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt.<\/p>\n<p>Durch eine Erstpflege der in einigen Teilen zugewachsenen Fl\u00e4che konnte ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, das typische Landschaftsbild der Rh\u00f6n zu bewahren. Zur Unterst\u00fctzung der heimischen H\u00fctesch\u00e4ferei, die im Projektgebiet mit 16 gro\u00dfen Herden von jeweils rund 500 Tieren unterwegs ist, wurden 29 Viehtr\u00e4nken angelegt. Die Beweidung durch Schafe und in kleinerem Umfang auch Ziegen h\u00e4lt die Landschaft offen. Zu Recht gilt das Projekt unter dem Motto \u201eRh\u00f6ner Landschaft beh\u00fcten\u201c als gro\u00dfer Erfolg.<\/p>\n<p>Gemeinsam bereits viel erreicht<\/p>\n<p>Nach Abschluss des mit sechs Millionen Euro gef\u00f6rderten Gro\u00dfprojekts sollte es weitergehen, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund bei einer Feier am Kirchberg in Wohlmuthausen. Man wolle sich nicht auf dem Status quo ausruhen, sondern schaue in die Zukunft und habe nach einer \u201eAnschluss-Idee\u201c gesucht. Indem sie den LPV nun zur Natura 2000-Station machte, \u00fcbertrug sie der Einrichtung auf mehrere Jahre besondere Verantwortung f\u00fcr das Aktionsgebiet des Verbandes. Insgesamt sollen in Th\u00fcringen elf solche Stationen entstehen, die Station \u201eRh\u00f6n\u201c ist die dritte. Ein \u00fcbergeordnetes Kompetenzzentrum wird die Arbeit der Stationen koordinieren. Die Finanzierung der Station mit Sitz in Kaltensundheim ist f\u00fcr vier Jahre gesichert.<\/p>\n<p>Nach dem Willen der Ministerin soll die Station vor allem den Mehrwert der Natura 2000-Fl\u00e4chen nach au\u00dfen darstellen. Die artenreichen Kalkmagerrasen der Region h\u00e4tten bundesweite Bedeutung und die Rh\u00f6n z\u00e4hlt laut Bundesamt f\u00fcr Naturschutz zum Kreis der 30 Hotspot-Regionen der biologischen Vielfalt in Deutschland.<\/p>\n<p>Bewusst habe sie f\u00fcr die Aufgabe in der Rh\u00f6n den Landschaftspflegeverband ausgew\u00e4hlt, den sie gut kenne. \u201eWir trauen Ihnen viel zu!\u201c, rief die Ministerin den drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des LPV (Petra Ludwig, Julia Gombert und Kerstin D\u00f6ll) zu. \u201eWir setzen auf Ihr Organisationsgeschick und Ihre Tatkraft. Denn wir wissen, Sie k\u00f6nnen dicke Bretter bohren.\u201c<\/p>\n<p>Unter Beifall der zahlreichen G\u00e4ste aus Politik, Beh\u00f6rden und Verb\u00e4nden \u00fcberreichte Ministerin Siegesmund dem Dreierteam dann eine offizielle Holzplakette, die eine Abbildung des Rotmilans ziert, dem \u201eWappenvogel\u201c der Rh\u00f6n. Jetzt gehe es in der th\u00fcringischen Rh\u00f6n richtig los, versprach die Ministerin.<\/p>\n<p>Erfreut \u00fcber den neuerlichen naturschutzpolitischen Impuls f\u00fcr die th\u00fcringische Rh\u00f6n zeigte sich auch Peter Heimrich, Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, der auch f\u00fcr den ebenfalls am Projektgebiet beteiligten Wartburgkreis sprach. Letztlich gehe es darum, die Sch\u00f6pfung zu bewahren. Daf\u00fcr habe es in der Region von Anfang an \u00fcbergreifenden Konsens gegeben. Auf lokalpolitischer Ebene sei man dankbar f\u00fcr die gro\u00dfz\u00fcgige F\u00f6rderung durch das Land und den Bund.<\/p>\n<p>F\u00fcr den LPV hatte zuvor dessen Vorsitzender Walter Beck die G\u00e4ste am Kirchberg begr\u00fc\u00dft und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten gew\u00fcrdigt, darunter Landwirte und Sch\u00e4fer, Fachbeh\u00f6rden, Verb\u00e4nde und Kommunen sowie die beiden Landkreise und nicht zuletzt die th\u00fcringische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats. Man ziehe an einem Strang und die Natur profitiere davon. Die durch nachhaltige Pflege am Kirchberg erzielten Erfolge seien daf\u00fcr ein gutes Beispiel.<\/p>\n<p>Arbeitsschwerpunkte des LPV Rh\u00f6n und der Natura 2000-Station<\/p>\n<p>&#8211; Immer in enger Zusammenarbeit mit den hiesigen Landwirten, Gebietskennern und Natursch\u00fctzern, in Abstimmung mit Beh\u00f6rden und Kommunen, sowie mit der Verwaltung des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n<br \/>\n&#8211; Beratung von Landwirten, Kommunen und Privatpersonen bei der Beantragung von F\u00f6rdermitteln aus den verschiedenen Landesprogrammen<br \/>\n&#8211; Unterst\u00fctzung der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rden der Landkreise Schmalkalden Meiningen und Wartburgkreis bei der Vorbereitung der F\u00f6rdermittel-Antragsformulare<br \/>\n&#8211; Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt planen und umsetzen<br \/>\n&#8211; Schwerpunkt: die Arten und Lebensr\u00e4ume der FFH- und Vogelschutz-Richtlinie in den 21 Natura 2000-Gebieten und -Objekten im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n<\/p>\n<p>Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung der typischen Rh\u00f6ner Kulturlandschaft mit ihrer bemerkenswerten Artenvielfalt (Flora und Fauna).<\/p>\n<p>www.lpv-rhoen.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gro\u00dfe Freude beim Landschaftspflegeverband (LPV) \u201eBR Th\u00fcringische Rh\u00f6n&#8221; e.V.: Bereits im April dieses Jahres war das von dem Verband betreute Naturschutzgro\u00dfprojekt \u201eTh\u00fcringer Rh\u00f6nhutungen\u201c von hochrangigen Vertretern der Landes- und Bundespolitik als Dekade-Projekt ausgezeichnet worden. 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