{"id":153923,"date":"2016-08-05T10:53:23","date_gmt":"2016-08-05T08:53:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=153923"},"modified":"2016-08-05T10:53:23","modified_gmt":"2016-08-05T08:53:23","slug":"pflegedialog-bei-der-caritas-in-geisa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=153923","title":{"rendered":"Pflegedialog bei der Caritas in Geisa"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen seiner Sommertour 2016 besuchte der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) den Caritasverband f\u00fcr die Regionen Fulda und Geisa im Athanasius \u2013 Kircher \u2013 Haus in Geisa. Mit ihm kam der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bundesregierung Staatssekret\u00e4r Karl \u2013 Josef Laumann (CDU), um sich mit den B\u00fcrgern in dem bis auf den letzten Platz gef\u00fcllten Pfarrsaal im Athanasius \u2013 Kircher \u2013 Haus in einen Pflegedialog zu begeben. Neben B\u00fcrgermeistern, politisch Verantwortlichen, Mitarbeiterinnen aus der Sozialstation Geisa \u2013 Vacha sowie von Diakonie und Pflegeeinrichtungen konnte Caritas \u2013 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Reuter zahlreiche B\u00fcrger und von der Caritas den Vorsitzenden Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau, die Referentinnen f\u00fcr Altenhilfe Kristin Klinzing, Fulda, Jeannette Krah, Erfurt, Stadtpfarrer Martin Lerg und Geisas B\u00fcrgermeister Martin Henkel (CDU) begr\u00fc\u00dfen. Pflege habe f\u00fcr den Regionalcaritasverband einen besonderen Stellenwert, weil in f\u00fcnf Sozialstationen ca. 700 Patientinnen und Patienten versorgt w\u00fcrden. Hinzu k\u00e4me noch die station\u00e4re Pflege, die vom Di\u00f6zesancaritasverband verantwortet w\u00fcrde, so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. In komplexer Weise seien das Problem der sozialen Infrastruktur im l\u00e4ndlichen Raum, das Demographie \u2013 Problem sowie die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften, der b\u00fcrokratische Aufwand und die Problematik der kostendeckenden Finanzierung miteinander verkn\u00fcpft. Die Politik suche f\u00fcr all diese Problemfelder nach passenden Antworten. Dazu geh\u00f6rten die Pflegest\u00e4rkungsgesetze I bis III und die Neufassung des Pflegeberufegesetzes. Deshalb sei er Staatssekret\u00e4r Karl \u2013 Josef Laumann, der sich f\u00fcr die Generalistik einsetze, dankbar, dass er dar\u00fcber referieren und sich anschlie\u00dfend mit den Anwesenden ins Gespr\u00e4ch begeben werde. In seinem Impulsreferat hielt der Staatssekret\u00e4r R\u00fcckschau auf die Einf\u00fchrung der Pflegeversicherung, die als beitragsfinanzierte Versicherung den Pflegebed\u00fcrftigen nicht zum Bittsteller mache, sondern ihm einen Rechtsanspruch auf finanzielle Leistungen f\u00fcr Pflege garantiere. In der Betrachtung der aktuellen Situation von Pflege wies Karl \u2013 Josef Laumann darauf hin, dass durch die ver\u00e4nderte Besch\u00e4ftigungssituation von Frauen und M\u00e4nnern heute mehr als die H\u00e4lfte der Pflegebed\u00fcrftigen tags\u00fcber alleine seien. Diese w\u00fcrden die M\u00f6glichkeit zuhause gepflegt zu werden durch \u201eErtragen von Einsamkeit\u201c erkaufen. Blickrichtung f\u00fcr die Pflege in den n\u00e4chsten 20 Jahren sei nicht mehr Geld, sondern Menschen zu finden, die bereit seien, Pflege zu ihrem Beruf zu machen. Das Pflegeproblem sei nur l\u00f6sbar durch gute Zusammenarbeit von Familie, Nachbarschaft sowie professioneller und ehrenamtlicher Pflege. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch Einrichtungen, die Tagespflege anbieten w\u00fcrden. Um eine angemessene qualifizierte Pflege zu gew\u00e4hrleisten sei es aus seiner Sicht sinnvoll die Ausbildung von Pflegekr\u00e4ften zu generalisieren. Das bedeute, dass die getrennten Ausbildungsberufe Alten- und Krankenpflege zu einer einheitlichen Ausbildung zusammengef\u00fchrt w\u00fcrden. Staatssekret\u00e4r Karl \u2013 Josef Laumann bezeichnete die \u201eGeneralistik\u201c als Baustein zur St\u00e4rkung der Pflege, f\u00fcr den er sich vehement einsetze. Pflege brauche einen anderen Stellenwert als zurzeit, m\u00fcsse fair bezahlt werden und die Pflegekr\u00e4fte sollten sich auch organisieren. Wichtig sei auch, dass Krankenpflege und Hospizarbeit in Altenheimen gesichert sein m\u00fcssten, damit der alte Mensch in seinem Lebensumfeld Altenheim nicht st\u00e4ndig \u201everlegt\u201c werde, sondern verbleiben k\u00f6nne.<br \/>\nEs folgte eine rege Diskussion, geleitet von MdB Christian Hirte und Christian Reuter, die zeigte, dass zuk\u00fcnftige Pflege ein wichtiges Thema ist, das jede und jeden angeht.<br \/>\nMdB Christian Hirte dankte f\u00fcr die gute Organisation der Veranstaltung durch den Caritasverband f\u00fcr die Regionen Fulda und Geisa. Er sei gerne wieder zur Caritas gekommen, die f\u00fcr ihn ein wichtiger Partner im sozialen System in der Bundesrepublik sei. Aus den unterschiedlichen Meinungen zum Thema Pflege habe man heraush\u00f6ren k\u00f6nnen, dass dieses ein wichtiges Thema der Zukunft sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Im Rahmen seiner Sommertour 2016 besuchte der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) den Caritasverband f\u00fcr die Regionen Fulda und Geisa im Athanasius \u2013 Kircher \u2013 Haus in Geisa. 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