{"id":153897,"date":"2016-08-05T10:46:47","date_gmt":"2016-08-05T08:46:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=153897"},"modified":"2016-08-05T10:46:47","modified_gmt":"2016-08-05T08:46:47","slug":"sport-coach-soll-vereine-unterstuetzen-und-beraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=153897","title":{"rendered":"Sport-Coach soll Vereine unterst\u00fctzen und beraten"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Integration von Fl\u00fcchtlingen kann Sport eine zentrale Rolle einnehmen. Deshalb hatte sich die Stadt H\u00fcnfeld erfolgreich um die Aufnahme in das Programm \u201eSport und Fl\u00fcchtlinge\u201c des Hessischen Innenministeriums und der Sportjugend Hessen beworben. \u00dcber die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten aus diesem Programm informiert der Magistrat der Stadt H\u00fcnfeld jetzt im Rahmen einer Informationsveranstaltung f\u00fcr heimische Sportvereine. Wie B\u00fcrgermeister Stefan Schwenk bei der Zusammenkunft berichtete, leisteten viele Vereine in H\u00fcnfeld schon heute wertvolle Arbeit, die nun auch durch finanzielle Hilfen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Dazu hat die Stadt H\u00fcnfeld mit Marcel Bernhardt einen sogenannten Sport-Coach gewinnen k\u00f6nnen, der ehrenamtlich f\u00fcr die Koordination zwischen den Bewohnern in den Unterk\u00fcnften und den Vereinen sorgen soll. In einer Qualifikationsma\u00dfnahme der Hessischen Sportjugend und des Innenministeriums hat sich Bernhardt auf diese Aufgabe vorbereitet. Bereits seit dem vergangenen Jahr ist der H\u00fcnfelder ehrenamtlich in der Fl\u00fcchtlingsarbeit t\u00e4tig und hat zu seiner Unterst\u00fctzung mittlerweile auch zwei Junge Syrer gewinnen k\u00f6nnen, die ihm bei der \u00dcberwindung von Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden unterst\u00fctzen sollen.<\/p>\n<p>Aus dem Programm hat das Hessische Innenministerium in Verbindung mit der Sportjugend der Stadt H\u00fcnfeld rund 10.000 Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Damit k\u00f6nnen beispielsweise Aufwandsentsch\u00e4digungen mitfinanziert werden f\u00fcr \u00dcbungsleiter oder besondere Sportangebote sowie Qualifikationsma\u00dfnahmen der Vereine, die auf die Integration von Fl\u00fcchtigen abzielen. Auch Sachmittel wie Sportbekleidung f\u00fcr den Trainings- und Wettkampfbetrieb, Sportger\u00e4te und besondere Veranstaltungen und Angebote mit Fl\u00fcchtlingen k\u00f6nnen aus dem Programm bezuschusst werden.<\/p>\n<p>Nicht anerkannt werden dagegen Platz- und Hallenmieten, Catering und Verpflegungskosten sowie investive Ma\u00dfnahmen in dem Ausbau von Sportst\u00e4tten oder auch die \u00dcbernahme von Mitgliedsbeitr\u00e4gen. Der geb\u00fcrtige Sargenzeller, der heute in H\u00fcnfeld wohnt, berichtete von seinen Erfahrungen in der Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen. Von den gegenw\u00e4rtig rund 160 Fl\u00fcchtlingen die in H\u00fcnfeld lebten, seien mindestens 50 Prozent \u201esportf\u00e4hig und willig\u201c. Es gehe dabei sowohl um niederschwellige Angebote wie offene Treffs beispielsweise zum Kicken, als auch die Integration in die Vereine im laufenden Sportbetrieb, betonte Bernhardt.<\/p>\n<p>Sprecher der Vereine, die zu diesem Abend gekommen waren, berichteten auch von ihren Erfahrungen. So konnte der Taekwondo-Club H\u00fcnfeld einen Pakistani gewinnen, der sehr schnell im Sportbetrieb heimisch wurde und auf anhieb einen Vize-Hessenmeistertitel errang. In Mackenzell gibt es seit einigen Monaten einen offenen Fu\u00dfballtreff jeweils donnerstags abends, bei dem heimische Kicker und Fl\u00fcchtlinge aus dem Schloss Mackenzell und der Unterkunft des DRK in H\u00fcnfeld gemeinsam kicken. Auch in den Kinderturngruppen wirkten Fl\u00fcchtlingskinder mit. Beim H\u00fcnfelder Schwimmsportverein sind ebenfalls einige Kinder aus den Unterk\u00fcnften in den Sportbetrieb integriert worden, allerdings berichteten die Verein auch von Problemen in der Kommunikation insbesondere mit den Einrichtungen. Es sei mitunter nicht leicht, die Fl\u00fcchtlinge direkt zu erreichen und in einen regelm\u00e4\u00dfigen Sportbetrieb zu integrieren. \u201eWenn die Eltern nicht mitziehen und dahinter stehen, dann gibt es h\u00e4ufig Schwierigkeiten\u201c, betonte ein Vorstandsmitglied eines Sportvereins aus den H\u00fcnfelder Stadtteilen. Auch darin sieht Bernhardt eine seiner Aufgaben. Ihm geht es darum, den tats\u00e4chlichen Bedarf zu ermitteln, und f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge transparent zu machen, welche Vielfalt vor Ort angeboten werde und dar\u00fcber hinaus sollen auch M\u00f6glichkeiten auszuloten, Sportarten, die den Fl\u00fcchtlingen aus ihren Herkunftsl\u00e4ndern bekannt seien, in H\u00fcnfeld wieder anbieten zu k\u00f6nnen. Als Beispiel wurde die Basketballabteilung des H\u00fcnfelder Sportvereins genannt, die auf Grund von zu wenig Spielern k\u00fcrzlich ihren Betrieb eingestellt hatte. Deshalb so Bernhardt, k\u00f6nne es auch f\u00fcr die Sportvereine eine Chance sein, diese L\u00fccken durch die Bewohner der Einrichtungen aufzuf\u00fcllen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dies im Bereich des Jungendsports durch die Schulen und durch die Mitsch\u00fcler h\u00e4ufig einfacher gelinge, so die Erfahrung vieler Sportvereine, sei es sehr schwierig vor allem junge Leute \u00fcber 18 Jahren ansprechen zu k\u00f6nnen. Der Sport-Coach, der als Koordinator des Programms \u201eSport und Fl\u00fcchtlinge\u201c in H\u00fcnfeld zur Verf\u00fcgung steht, ist unter marcel.bernhardt@huenfeld.de (0151\/54636980) f\u00fcr die Vereine erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bei der Integration von Fl\u00fcchtlingen kann Sport eine zentrale Rolle einnehmen. 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