{"id":153859,"date":"2016-08-01T09:39:41","date_gmt":"2016-08-01T07:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=153859"},"modified":"2016-08-01T09:39:41","modified_gmt":"2016-08-01T07:39:41","slug":"psychosoziale-notfallversorgung-breiter-aufgestellt%e2%80%a8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=153859","title":{"rendered":"Psychosoziale Notfallversorgung breiter aufgestellt\u00e2\u20ac\u00a8"},"content":{"rendered":"<p>Bei Unf\u00e4llen, dem pl\u00f6tzlichen Verlust von Angeh\u00f6rigen oder Katastrophenf\u00e4llen leidet die Seele unter den Eindr\u00fccken und ben\u00f6tigt Erste Hilfe. Daf\u00fcr gibt es Notfallseelsorger und ausgebildete Kriseninterventionskr\u00e4fte, die in akuten Belastungssituationen Betroffenen und Angeh\u00f6rigen beistehen.<\/p>\n<p>In Landkreis und Stadt Fulda gab es allein im vergangenen Jahr 56 Notfallseelsorge-Eins\u00e4tze. In 2014 waren es 42 und in 2008 genau 24 Eins\u00e4tze. Bis vor kurzem konnte der Fachdienst Gefahrenabwehr, der f\u00fcr die Sicherstellung der Psychosozialen Notfallversorgung in Landkreis und Stadt Fulda verantwortlich ist, bei Bedarf auf Notfallseelsorger der katholischen und evangelischen Kirche sowie ausgebildete Kriseninterventionskr\u00e4fte des Malteser Hilfsdienstes zur\u00fcckgreifen. \u201eVor zwei Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, den Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung breiter aufzustellen\u201c, berichtet Frank Reith, Fachdienstleiter Gefahrenabwehr. \u201eHeute geh\u00f6ren zum Kriseninterventionsteam (KIT) neben dem Malteser Hilfsdienst auch die Feuerwehren sowie das DRK Fulda und H\u00fcnfeld.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ausbildung der KIT-Kr\u00e4fte hat der Landkreis Fulda laut Frank Reith ein eigenes Konzept entwickelt, das sich an bestimmten Festlegungen sowie Qualit\u00e4tsstandards, die auf Bundesebene entwickelt wurden, orientiere sowie die bisherigen Erfahrungen und aktuellen Entwicklungen ber\u00fccksichtige. So besteht die Ausbildung aus einem Grundkurs \u201ePsychosoziale Notfallversorgung\u201c, der 40 Stunden umfasst, einem 60-st\u00fcndigen Aufbaukurs \u201eKrisenintervention\u201c sowie sechs bis sieben Hospitationen bei Notfalleins\u00e4tzen. \u201eRund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von DRK, Maltesern und Feuerwehren haben den Grundkurs absolviert. 15 Personen haben bislang am Aufbaukurs Krisenintervention teilgenommen, davon befinden sich einige inzwischen am Ende der Hospitationsphase oder sind bereits bei Notf\u00e4llen im Einsatz\u201c, berichtet Kristina Schmidt, Sprecherin des Kriseninterventionsteams. <\/p>\n<p>Im Rahmen der Ausbildung, die vom Landkreis Fulda finanziert wird, wurde Wissen vermittelt, das notwendig ist, um Menschen in Belastungssituationen gut betreuen, begleiten und stabilisieren zu k\u00f6nnen, so dass es m\u00f6glichst nicht zu l\u00e4ngerfristigen Belastungsreaktionen kommt. \u201eEbenso wichtig ist es, dass die KIT-Kr\u00e4fte wissen, wo in Eins\u00e4tzen auch eigene Grenzen liegen und wann beispielsweise der Punkt erreicht ist, an dem Betroffene an weitere Institutionen oder Hilfeerbringer vermittelt werden sollten, um eine angemessene Begleitung auch \u00fcber die Akutsituation hinaus zu gew\u00e4hrleisten\u201c, erg\u00e4nzt die Sprecherin. Eingesetzt werden das KIT und die Notfallseelsorger beider Konfessionen nicht nur bei Unf\u00e4llen mit t\u00f6dlichem Ausgang, sondern auch bei erfolgloser Reanimation, bei suizidalen Notf\u00e4llen, Kinder- oder Babynotf\u00e4llen oder bei Gro\u00dfschadensereignissen. Oft begleiten sie die Polizei auch beim \u00dcberbringen einer Todesnachricht. <\/p>\n<p>Dabei \u00fcben die Menschen, die in der Krisenintervention arbeiten, ihre T\u00e4tigkeit auf rein ehrenamtlicher Basis aus. Und nicht alle haben Erfahrung im Rettungsdienst gesammelt. \u201eWir haben Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen ausgebildet\u201c, berichtet Kristina Schmidt. Der Pool aus Notfallseelsorgern und Kriseninterventionskr\u00e4ften umfasst derzeit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Perspektivisch k\u00f6nnten Notfallseelsorge und KIT gemeinsam ein Team bilden und mittelfristig auch weitere Professionen in der psychosozialen Notfallversorgung Ber\u00fccksichtigung finden. Wer sich vorstellen kann, die Notfallseelsorge und das Kriseninterventionsteam zu verst\u00e4rken, kann sich an Frank Reith wenden und per Telefon (0661)6006-6092oder E-Mail frank.reith@landkreis-fulda.de  n\u00e4here Informationen einholen. <\/p>\n<p>Bild: Notfallseelsorger der katholischen und evangelischen Kirche sowie Kriseninterventionsteams, die sich aus Vertretern von Malteser Hilfsdienst, DRK und Feuerwehren zusammensetzen, stellen die psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis Fulda sicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bei Unf\u00e4llen, dem pl\u00f6tzlichen Verlust von Angeh\u00f6rigen oder Katastrophenf\u00e4llen leidet die Seele unter den Eindr\u00fccken und ben\u00f6tigt Erste Hilfe. Daf\u00fcr gibt es Notfallseelsorger und ausgebildete Kriseninterventionskr\u00e4fte, die in akuten Belastungssituationen Betroffenen und Angeh\u00f6rigen beistehen. 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