{"id":153789,"date":"2016-07-29T23:13:34","date_gmt":"2016-07-29T21:13:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=153789"},"modified":"2016-07-29T23:13:34","modified_gmt":"2016-07-29T21:13:34","slug":"kindertagesstaetten-im-landkreis-fulda-in-hilders-werden-kleine-ab-einem-alter-von-zehn-monaten-im-kindergarten-st-bartholomaeus-betreut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=153789","title":{"rendered":"Kindertagesst\u00e4tten im Landkreis Fulda: In Hilders werden Kleine ab einem Alter von zehn Monaten im Kindergarten \u201eSt. Bartholom\u00e4us\u201c betreut"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend Alexandra Spiegels Kindergartenzeit befand sich im Stockwerk \u00fcber dem Kindergarten \u201eSt. Bartholom\u00e4us\u201c der Tanzsaal des Kolping-Jugendheims. Heute dient dieser als Speisesaal f\u00fcr die Kindergartenkinder, die ihn aufgrund der gem\u00fctlichen Atmosph\u00e4re als Cafeteria bezeichnen &#8211; und die geb\u00fcrtige Hilderserin ist seit 28 Jahren Leiterin der katholischen Kindertageseinrichtung.<\/p>\n<p>In dieser Zeit hat sich, nicht nur baulich, viel ver\u00e4ndert. Den gr\u00f6\u00dften Einschnitt stellte nach Ansicht des Erzieherinnenteams die Erweiterung der Einrichtung im Jahr 2010 dar: Um auch die Betreuung von Unter-Dreij\u00e4hrigen zu erm\u00f6glichen, die bis dahin vom Elternverein \u201eRappelkiste\u201c geleistet worden war, wurden drei neue helle R\u00e4ume mit viel Glas angebaut. Mit einem Mal stand ein riesiges Platzangebot zur Verf\u00fcgung: F\u00fcnf Gruppenr\u00e4ume mit eigenen Toiletten, zwei Ruher\u00e4ume, ein gro\u00dfer Turnraum, Flure, eine K\u00fcche, die Cafeteria f\u00fcr Fr\u00fchst\u00fcck und Mittagessen sowie ein gro\u00dfes Au\u00dfenspielgel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Seit 20 Jahren geh\u00f6rt die teiloffene Arbeit zum p\u00e4dagogischen Konzept der Einrichtung und seit langem auch die Partizipation der Kinder, also die St\u00e4rkung ihrer Mitspracherechte und Selbstverantwortung. Allerdings sei das Prinzip der offenen Gruppen, bei dem die Kinder selbst bestimmen, wo im Haus sie sich aufhalten, durch die pl\u00f6tzlich viel gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che in Frage gestellt worden. \u201eWir haben bemerkt, dass viele Kinder sich auf einmal verloren gef\u00fchlt haben\u201c, erinnert sich Spiegel. \u201eZwei Jahre haben wir gebraucht, um uns Schritt f\u00fcr Schritt an das neue Geb\u00e4ude zu gew\u00f6hnen.\u201c<\/p>\n<p>Den U 3-Kindern, die ab dem 10. Lebensmonat aufgenommen werden k\u00f6nnen, soll vor allem Geborgenheit vermittelt werden. W\u00e4hrend die \u201eGro\u00dfen\u201c ihre Mahlzeiten \u2013 das Mittagessen liefert der Handwerkerhof t\u00e4glich frisch  \u2013  mit jeweils einer Erzieherin am Tisch in der Cafeteria einnehmen, essen die Kleinen in ihren Gruppen im Anbau. Ein Raum im neuen Trakt geh\u00f6rt den Unter-Dreij\u00e4hrigen, ein zweiter ist f\u00fcr die altersgemischte Familiengruppe der Zwei- bis Vierj\u00e4hrigen. Die Kleinen haben einen eigenen Schlaf- und drau\u00dfen einen durch bunte B\u00e4nder abgegrenzten Spielbereich.<\/p>\n<p>Seit es die offene \u201eCafeteria\u201c mit h\u00f6henverstellbaren Tischen gibt, finden hier auch die Besprechungen des 17-k\u00f6pfigen Erzieherinnenteams statt. Der Personalraum dagegen wird nun h\u00e4ufiger von Knirpsen als von Erwachsenen belegt. \u201eIn der Weihnachtszeit haben wir hier unsere geheime Engelswerkstatt, wo die Kinder Geschenke basteln k\u00f6nnen\u201c, erz\u00e4hlt Spiegel. Auch eine B\u00fccherecke mit Fachliteratur und Bilderb\u00fcchern befindet sich dort. \u201eDass wir viel Platz haben, wird von den Kindern ausgiebig genutzt\u201c, sagt die Sozialp\u00e4dagogin und zeigt auf eine Eisenbahn und h\u00f6lzerne Schienen, die auf dem Fu\u00dfboden des Personalraums aufgebaut sind. Dennoch sind die Kapazit\u00e4ten der Einrichtung begrenzt: \u201eBis Sommer 2017 sind wir so gut wie ausgebucht.\u201c<\/p>\n<p>Trotz der beeindruckenden Haus- und Grundst\u00fccksgr\u00f6\u00dfe erweitern die Erzieherinnen den Aktionsradius durch weitere Lernorte: Regelm\u00e4\u00dfig besuchen sie die direkt nebenan liegende Gemeinde- und Pfarrb\u00fccherei, kooperieren mit der NABU-Ortsgruppe, dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, dem \u00f6rtlichen Kleintierzuchtverein und beiden Hilderser Zahnarztpraxen. Jeden Freitag l\u00e4uft die Integrativgruppe ins Buchenw\u00e4ldchen oder in die  Ritterschlucht, und auch f\u00fcr die anderen Kinder finden regelm\u00e4\u00dfig Waldtage statt. \u201eBewegung genie\u00dft bei uns einen hohen Stellenwert\u201c, betont die Leiterin. Deshalb laute ein Motto: \u201eWer sich nicht bewegt, bleibt sitzen.\u201c Auf die Schule werden die Jungen und M\u00e4dchen zudem mit dem \u201eW\u00fcrzburger Sprachprogramm\u201c vorbereitet. F\u00fcr den Sprachvorlaufkurs der Migrantenkinder (derzeit sind es zehn) kommt extra eine Grundschullehrerin in den Kindergarten. Des Weiteren nimmt der Kindergarten am Gewalt-Pr\u00e4ventionsprogramm \u201eFaustlos\u201c teil. <\/p>\n<p>Besonders freut sich Alexandra Spiegel \u00fcber das Engagement von Pfarrer Michael M\u00f6ller: \u201eEr besucht uns regelm\u00e4\u00dfig. Wenn er die Geschichten aus der Bibel mit Erz\u00e4hlfiguren darstellt, kleben die Kinder jedes Mal geradezu an ihm.\u201c  Er unterst\u00fctze das Team bei seiner vom Bistum gestellten Aufgabe, den katholischen Kindergarten als pastoralen Ort zu gestalten, in dem Glaube gelehrt und gelebt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>W\u00e4hrend Alexandra Spiegels Kindergartenzeit befand sich im Stockwerk \u00fcber dem Kindergarten \u201eSt. Bartholom\u00e4us\u201c der Tanzsaal des Kolping-Jugendheims. 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