{"id":153768,"date":"2016-07-29T23:08:14","date_gmt":"2016-07-29T21:08:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=153768"},"modified":"2016-07-29T23:08:14","modified_gmt":"2016-07-29T21:08:14","slug":"8-rhoener-wurstmarkt-am-8-9-10-2016-themenschwerpunkt-nachwuchs-fuer-das-metzger-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=153768","title":{"rendered":"8. Rh\u00f6ner Wurstmarkt am 8.\/9.10.2016:  Themenschwerpunkt: Nachwuchs f\u00fcr das Metzger-Handwerk"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/WuMa_HWKPr\u00e4s_Neugebauer_D.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/WuMa_HWKPr\u00e4s_Neugebauer_D-265x346.jpg\" alt=\"WuMa_HWKPr\u00e4s_Neugebauer_D\" width=\"265\" height=\"346\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-153770\" \/><\/a>Hugo Neugebauer, Pr\u00e4sident der Handwerkskammer Unterfranken,<br \/>\nKonrad Ammon jun., Landesinnungsmeister des Bayerischen Fleischerverbandes   <\/p>\n<p>Die Entwicklung der Ausbildungszahlen im Fleischerhandwerk ist besorgniserregend. Wie beurteilen Sie die Situation? <\/p>\n<p>Hugo Neugebauer: \u201eDer Fachkr\u00e4ftemangel und die fehlenden Lehrlinge im Metzgerhandwerk machen mir gro\u00dfe Sorgen. Wir k\u00f6nnen nur in den Schulen und bei den vielen Berufsinformations-Veranstaltungen f\u00fcr unseren wichtigen und wunderbaren Metzgerberuf werben. Dass sich die Feinschmeckermesse das Thema Ausbildungsf\u00f6rderung auf die Fahnen geschrieben hat, halte ich f\u00fcr ein wichtiges Signal. Ich hoffe, dass die eigens eingerichtete Wurstschauk\u00fcche im Rathaus das Interesse junger Leute f\u00fcr den Beruf des Metzgers oder der Metzgereifachverk\u00e4ufers\/-in weckt.  <\/p>\n<p>Konrad Ammon jun.: Der R\u00fcckgang der Lehrlingszahlen ist eine gro\u00dfe Herausforderung &#8211; nicht nur f\u00fcr das Bayerische Metzgerhandwerk, denn die aktuelle Entwicklung trifft alle Branchen. Die Ursachen liegen in erster Linie in den sinkenden Sch\u00fclerzahlen. Unseren Innungsbetrieben begegnet in Gespr\u00e4chen allerdings oft das Bild vom \u201eblutr\u00fcnstigen Metzger\u201c. Dieses Image ist aus den 1970er Jahren und hat mit dem aktuellen Berufsbild wenig zu tun. Metzger sind heute Wurstmacher, Ern\u00e4hrungsberater und Eventmanager, also Genusshandwerker.<\/p>\n<p>Wie wird die Entwicklung weitergehen? <\/p>\n<p>Hugo Neugebauer: Das Metzgerhandwerk hat in den letzten Jahren viele Betriebe bedingt durch den Preiskampf mit den Superm\u00e4rkten verloren. Die Metzgereien, die noch am Markt sind, sind leistungsstarke und innovative Betriebe, die gut ausgelastet sind. Um die Vielfalt unserer guten Fleisch- und Wurstwaren in der Rh\u00f6n zu erhalten, brauchen wir ein starkes Metzgerhandwerk. Dies entscheidet auch das Kaufverhalten der Bev\u00f6lkerung mit. <\/p>\n<p>Konrad Ammon jun.: Aktuell haben wir in Gro\u00dfst\u00e4dten wie M\u00fcnchen eine positive Tendenz. Junge Menschen interessieren sich verst\u00e4rkt f\u00fcr das Ern\u00e4hrungshandwerk und beginnen wieder eine Lehre in Produktion oder Verkauf. Die Aufstiegschancen in unserem Handwerk sind sehr gut und er\u00f6ffnen den jungen Menschen vielf\u00e4ltige Perspektiven. Positiv ist au\u00dferdem, dass die Wertigkeit der Lebensmittel wieder mehr in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit r\u00fcckt und nicht nur der Preis das entscheidende Kaufkriterium ist. Auch die Punkte Regionalit\u00e4t, Authentizit\u00e4t, Kompetenz und Vertrauen spielen beim Lebensmitteleinkauf verst\u00e4rkt eine Rolle. Hier kann der Innungsmetzger des Vertrauens punkten und mit individuellen Produkten den Geschmack der Kunden treffen. Wenn die Leute mehr beim Metzger im Ort einkaufen, wird auch das Berufsbild und Image ins richtige Licht ger\u00fcckt. <\/p>\n<p>Was empfehlen Sie Ihren Mitgliedern, junge Leute f\u00fcr das Fleischerhandwerk zu gewinnen? <\/p>\n<p>Hugo Neugebauer: Ich bin selbst seit \u00fcber 50 Jahren Metzger mit Leib und Seele. Meine Kunden mit guten und vor allem regionalen Wurstspezialit\u00e4ten zu versorgen, macht mir auch heute noch Spa\u00df. Wir haben einen gro\u00dfen Anteil daran, den Menschen Essensgenuss und damit auch Lebensqualit\u00e4t zu bieten. Wir m\u00fcssen versuchen, unsere Leidenschaft bei jungen Leuten zu entfachen. Unsere Kammer bietet Unternehmen zeitgem\u00e4\u00dfe Informationsmedien. Es ist wichtig, dass die Betriebe diese Unterst\u00fctzung nutzen, um die Jugend zu erreichen. <\/p>\n<p>Konrad Ammon jun.: Der Berufsnachwuchs ist die Zukunft unseres Handwerks. Die Betriebe sollten verst\u00e4rkt ausbilden und das Wissen an die n\u00e4chsten Generationen weitergeben. Dabei ist es entscheidend, dass wir wieder stolz auf unseren Beruf sind, der zu einem der sch\u00f6nsten der Welt geh\u00f6rt. Wir sind Genusshandwerker und das sollten wir st\u00e4rker nach au\u00dfen tragen!<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Tonya Schulz, Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit Rh\u00f6ner Wurstmarkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hugo Neugebauer, Pr\u00e4sident der Handwerkskammer Unterfranken, Konrad Ammon jun., Landesinnungsmeister des Bayerischen Fleischerverbandes Die Entwicklung der Ausbildungszahlen im Fleischerhandwerk ist besorgniserregend. Wie beurteilen Sie die Situation? Hugo Neugebauer: \u201eDer Fachkr\u00e4ftemangel und die fehlenden Lehrlinge im Metzgerhandwerk machen mir gro\u00dfe Sorgen. 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