{"id":152714,"date":"2016-06-29T07:51:57","date_gmt":"2016-06-29T05:51:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=152714"},"modified":"2016-06-29T07:51:57","modified_gmt":"2016-06-29T05:51:57","slug":"hessenforst-schafft-wohlfuehlzone-fuer-schwarzstoerche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=152714","title":{"rendered":"HessenForst schafft Wohlf\u00fchlzone f\u00fcr Schwarzst\u00f6rche"},"content":{"rendered":"<p>Lange war der Schwarzstorch vom Aussterben bedroht, inzwischen ist die Population in Hessen weitgehend stabil. HessenForst versteht es als seine Aufgabe, den Lebensraum dieser sensiblen Art zu sch\u00fctzen und zu entwickeln. Dies gelingt im Rahmen einer naturnahen Bewirtschaftung hessischer W\u00e4lder gut. Das zeigen Bruterfolge im ganzen Land.<\/p>\n<p>Vor 50 Jahren z\u00e4hlte man im gesamten Bundesgebiet etwa 20 Brutpaare, heute sind es allein in Hessen 50 \u2013 70. Besonders wohl f\u00fchlen sich die Schwarzst\u00f6rche in Nordwest-Hessen, im Vogelsberg und der Rh\u00f6n. Die positive Entwicklung ist erfreulich &#8211; und best\u00e4rkt F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rster in ihrem Handeln.<\/p>\n<p>Immer wieder nach Hessen<br \/>\nDie Zugv\u00f6gel bilden Paare auf Lebenszeit. \u201eBesonders erstaunlich: Hier finden sie &#8211; nach ihrer Reise ins entfernte Afrika &#8211; exakt ihren eigenen Horstbaum wieder\u201c, so Dr. J\u00fcrgen Willig, Sachbereichsleiter f\u00fcr Waldnaturschutz bei HessenForst. Beim Bau des Horstes ist Teamwork gefragt: M\u00e4nnchen und Weibchen sind stets gemeinsam an der Arbeit. Durch j\u00e4hrliches Ausbessern entstehen mit der Zeit gewaltige Bauwerke von enormem Gewicht.<br \/>\nUm den Schwarzstorch zu f\u00f6rdern, verbessert und sch\u00fctzt HessenForst seit Jahren passende Biotope wie z. B. Nahrungsteiche. Als Waldnatursch\u00fctzer zieht Willig Bilanz: \u201eDie schwarzen Gro\u00dfv\u00f6gel finden in unseren W\u00e4ldern gute Bedingungen vor. Sie br\u00fcten erfolgreich &#8211; unser Naturschutzkonzept zeigt Wirkung\u201c.<\/p>\n<p>HessenForst sch\u00fctzt die Sensibelchen<br \/>\nSchwarzst\u00f6rche reagieren empfindlich auf St\u00f6rungen. Deshalb hat HessenForst eine Schutzzone von 300 m rund um jeden Schwarzstorchhorst eingerichtet. Hier finden w\u00e4hrend der Brut- und Aufzuchtzeit keine forstlichen Arbeiten statt. \u201eUm den Tieren die n\u00f6tige Ruhe zu gew\u00e4hren, sperren wir gelegentlich auch Waldwege ab. Waldbesucher sollten zum Schutz der Tiere die Warnschilder und eingerichtete Umleitungen beherzigen\u201c, erkl\u00e4rt Willig. So verlockend der Anblick des belebten Horstes f\u00fcr Spazierg\u00e4nger und Hobbyfotografen auch sein mag: St\u00f6rungen des Brutgesch\u00e4ftes sind streng verboten, weil dies f\u00fcr die Jungen und ihre Aufzucht durch die Elterntiere gef\u00e4hrlich ist.<br \/>\nEine weitere Gefahr, die den jungen St\u00f6rchen droht, sind Raubtiere wie der Waschb\u00e4r. Um zu verhindern, dass die geschickten Akrobaten am Stamm herauf klettern und den Horst ausr\u00e4ubern, bringt HessenForst Aufstiegsbarrieren an den Horstb\u00e4umen an.<\/p>\n<p>Flug ins Unbekannte<br \/>\nSchwarzst\u00f6rche ziehen j\u00e4hrlich zwei bis vier Jungv\u00f6gel gro\u00df. Die Mitte Mai geschl\u00fcpften Jungen verlassen mit nur zw\u00f6lf Wochen endg\u00fcltig das Nest und starten im Herbst bereits ihre erste gro\u00dfe Reise. \u201eOhne Begleitung der Eltern und ohne jemals eine Karte gesehen zu haben, finden sie den Weg nach Afrika. Ein kleines Wunder\u201c, so Willig. Nach ihrem Flug in den S\u00fcden, kehren sie wie ihre Eltern zur\u00fcck, um ihre eigene Familie zu gr\u00fcnden. Die hessischen F\u00f6rsterinnen und F\u00f6rster hei\u00dfen sie willkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lange war der Schwarzstorch vom Aussterben bedroht, inzwischen ist die Population in Hessen weitgehend stabil. HessenForst versteht es als seine Aufgabe, den Lebensraum dieser sensiblen Art zu sch\u00fctzen und zu entwickeln. Dies gelingt im Rahmen einer naturnahen Bewirtschaftung hessischer W\u00e4lder gut. Das zeigen Bruterfolge im ganzen Land. 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