{"id":152595,"date":"2016-06-27T07:48:23","date_gmt":"2016-06-27T05:48:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=152595"},"modified":"2016-06-27T07:48:23","modified_gmt":"2016-06-27T05:48:23","slug":"vom-vereinsheim-zum-beliebten-ausflugsziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=152595","title":{"rendered":"Vom Vereinsheim zum beliebten Ausflugsziel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Enzianh\u00fctte_heute-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-152609\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Enzianh\u00fctte_heute-1-265x185.jpg\" alt=\"Enzianh\u00fctte_heute 1\" width=\"265\" height=\"185\" \/><\/a> Die Enzianh\u00fctte am Weiherberg feiert am 3. Juli ihr 60-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Was 1949 als erste Idee f\u00fcr ein Vereinsheim der DAV (Deutscher Alpenverein) Sektion Fulda und einer kleinen Holzh\u00fctte begann, ist heute zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Rh\u00f6n mit \u00fcberregionalem Bekanntheitsgrad geworden. Dieses Jubil\u00e4um begeht die DAV Sektion Fulda am 3. Juli um 11 Uhr mit einem \u00f6kumenischen Berggottesdienst auf dem Weiherberg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Berggottesdienst.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-152606\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Berggottesdienst-265x177.jpg\" alt=\"Berggottesdienst\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Berggottesdienst-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Berggottesdienst-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Berggottesdienst-600x401.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Berggottesdienst.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>\u201eVon unserer Enzianh\u00fctte schaun\u00e2\u20ac\u02dc wir \u00fcber Wald und Feld, den Frohsinn in unserer Mitte, so sehn\u00e2\u20ac\u02dc wir lachend die Welt.\u201c \u2013 so hei\u00dft es in der zweiten Strophe des Sektionsliedes der DAV Sektion Fulda. Und tats\u00e4chlich: seit 60 Jahren thront die Enzianh\u00fctte nun bereits stolz auf 760 m H\u00f6he am Weiherberg bei Dietges in der Rh\u00f6n. Zu ihrem Geburtstag kann sie auf eine bewegte Geschichte zur\u00fcck blicken:<\/p>\n<p>Wie alles begann\u00e2\u20ac\u00a6<br \/>\nDas damalige Vorstandsmitglied der DAV Sektion Fulda, Georg Steyer, war es, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Sektion ma\u00dfgeblich wiederaufbaute und die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine eigene Vereinsh\u00fctte vorantrieb. Da an eine H\u00fctte in den Alpen nicht zu denken war \u2013 die Wege waren nach dem Krieg noch zerst\u00f6rt oder versperrt \u2013 suchte man nach einer eigenen H\u00fctte im Heimatgebirge.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Enzianh\u00fctte_Baustelle.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-152607\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Enzianh\u00fctte_Baustelle-265x185.jpg\" alt=\"Enzianh\u00fctte_Baustelle\" width=\"265\" height=\"185\" \/><\/a>Zun\u00e4chst wurde diese in Form einer bestehenden H\u00fctte auf der Erika-Alm (auf der Harbacher Hute, nicht weit vom Bahnhof Milseburg) umgesetzt. Da hier aber nur sechs Personen Platz fanden, suchte man bald nach einer neuen H\u00fctte. Die Wahl fiel &#8211; wegen seiner landschaftlich sch\u00f6nen Lage &#8211; schlie\u00dflich auf den 785,7 m hohen Weiherberg bei Dietges.<\/p>\n<p>Der Aufbau einer kleinen, gebrauchten Holzh\u00fctte (Baubude) legte 1949 schlie\u00dflich den Grundstein f\u00fcr die sp\u00e4tere Enzianh\u00fctte. Am Standort des heutigen Biwaks bot die H\u00fctte Platz f\u00fcr 20 Personen und hatte eine kleine K\u00fcche, die mit Holz und Kohle befeuert wurde. Und da man beim Aufbau an dieser Stelle Enzian gefunden hatte, wurde die H\u00fctte auf \u201eEnzianalm-H\u00fctte\u201c getauft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Enzianh\u00fctte_Grundsteinlegung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-152608\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Enzianh\u00fctte_Grundsteinlegung-265x148.jpg\" alt=\"Enzianh\u00fctte_Grundsteinlegung\" width=\"265\" height=\"148\" \/><\/a>Eine \u00dcbernachtung kostete damals 50 Pfennig f\u00fcr Mitglieder und 1 DM f\u00fcr G\u00e4ste. Und die H\u00fctte war gefragt: 1950 gab es 320 \u00dcbernach-<\/p>\n<p>tungen und 780 Tagesg\u00e4ste, 1951 bereits 401 \u00dcbernachtungen und 1.305 Tagesg\u00e4ste.<br \/>\nDoch bei dieser Holzh\u00fctte blieb es nicht. Die H\u00fctte wurde ja gerne und h\u00e4ufig von den Sektionsmitgliedern genutzt. Deshalb\u00c2\u00a0 entstanden schnell &#8211; wieder aus Platzgr\u00fcnden &#8211; die Pl\u00e4ne f\u00fcr die heutige H\u00fctte, die mit Hilfe von Spenden und durch die Eigenleistung der damaligen Sektionsmitglieder entstand.<\/p>\n<p>Baubeginn war am 3. Juni 1951. Die Jungmannen- und Jungfrauen-mannschaft des Alpenvereins machte sich mit Schippen, Hacken und Spaten flei\u00dfig ans Werk. Aber es gab noch keine Stra\u00dfe und so musste das Material auf den Berg geschleppt werden. Insgesamt haben 1951 63 Mitglieder 1.228 Arbeitsstunden geleistet. Das Richtfest wurde dann gleich zweimal gefeiert: denn nach dem ersten Richtfest zerst\u00f6rte ein schwerer Sturm das Dach und die Giebelmauern, so dass im April 1954 erneut Richtfest gefeiert wurde.<\/p>\n<p>Die feierliche Er\u00f6ffnung der Enzianh\u00fctte fand am 1. Juli 1956 mit einem Bergfest statt. Zun\u00e4chst bestand sie aus dem Gastraum, Schlafr\u00e4umen, einer Selbstversorgerk\u00fcche, dem Raum f\u00fcr den H\u00fctten-wirt und einem Raum f\u00fcr den H\u00fcttendienst der Sektion, der am Wochenende Hausherr war. Vor allem f\u00fcr die Sektion wurde die H\u00fctte mit verschiedenen Veranstaltungen &#8211; vom Faschingsball bis zum Bergfest &#8211; zum gesellschaftlichen Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Zerrei\u00dfprobe in den 70er Jahren<br \/>\nIn den 70ziger Jahre hatte die H\u00fctte dann mit einigen Zerrei\u00dfproben zu k\u00e4mpfen: neue Auflagen, Probleme mit den H\u00fcttenp\u00e4chtern sowie ein vorr\u00fcbergehender Eigenbetrieb (mit zeitweiser Schlie\u00dfung) f\u00fchrten dazu, dass die H\u00fctte verkauft werden sollte. Dem stimmten die Mitglieder der Sektion aber nicht zu. Nachdem 1981 ein Notvorstand bestellt wurde und mit den Ehepaar B\u00f6ge neue P\u00e4chter gefunden waren, zog wieder Leben in die H\u00fctte ein.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich hatte auch die Jugendgruppe der Sektion als \u201eFundament des Vereins\u201c Einzug in die Souterrainr\u00e4ume der Enzianh\u00fctte gehalten und es wurde eine Fahrstra\u00dfe mit Parkplatz gebaut. Denn auch bei guter Witterung hatten PKWs aufgrund der starken Steigung Probleme, die H\u00fctte zu erreichen. Auch deshalb mussten die Vorr\u00e4te f\u00fcr den Winter immer bis November zur H\u00fctte gebracht werden. 1987 erkennt der DAV-Hauptverband in M\u00fcnchen die Enzianh\u00fctte offiziell als Mittelgebirgsh\u00fctte an.<\/p>\n<p>Die Enzianh\u00fctte heute \u2013 eine Erfolgsgeschichte<br \/>\nAls 1988 Birgit und Georg Koch &#8211; die heutigen H\u00fcttenwirte &#8211; das Ruder \u00fcbernahmen, begann endg\u00fcltig die Erfolgsgeschichte der Enzianh\u00fctte. Gemeinsam mit der DAV Sektion Fulda entwickelten die beiden die Enzianh\u00fctte immer weiter, renovierten sie und erweiterten ihre Angebote. Zwar wurde die H\u00fctte in den letzten 25 Jahren immer weniger als Mittelpunkt der Sektion genutzt, daf\u00fcr ist sie heute aber als Rh\u00f6ner-Ausflugsziel oder Veranstaltungsort gefragt und weit \u00fcber die Region hinaus bekannt.<\/p>\n<p>Neben der beliebten Sonnenterasse mit einem Blick weit \u00fcber das Rh\u00f6ner Land ist sie f\u00fcr ihr z\u00fcnftiges Speisenangebot bekannt und bietet ihren G\u00e4sten auch 58 Schlafpl\u00e4tze in Mehrbettzimmern an. Ihre einzigartige Lage zwischen Milseburg und Wasserkuppe, direkt am Hochrh\u00f6ner und der Steinwand lockt jedes Jahr \u00fcber\u00c2\u00a0 \u00dcbernachtungs- und Tagesg\u00e4ste aus nah und fern an, die zum Wandern, Mountainbiken oder einfach zum Genie\u00dfen hierher kommen.<\/p>\n<p>Die Enzianh\u00fctte ist eine Erfolgsgeschichte, die ohne die damaligen und heutigen Mitglieder der DAV Sektion Fulda, die umliegenden Gemeinden und nat\u00fcrlich den P\u00e4chtern und H\u00fcttenwirten nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Ihnen gilt der Dank der DAV Sektion Fulda f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung in den letzten 60 Jahren.<\/p>\n<p>Feierlicher Berggottesdienst zum Jubil\u00e4um<br \/>\nDas Jubil\u00e4um der Enzianh\u00fctte feiert die DAV Sektion Fulda mit einem \u00f6kumenischen Berggottesdienst auf dem Weiherberg am 3. Juli 2016 um 11 Uhr. Die Gestaltung des Gottesdienstes \u00fcbernehmen der evangelische\u00c2\u00a0Pastor Edwin R\u00f6der aus Eichenzell und\u00c2\u00a0 Pfarrer Willi Schmitt aus Petersberg. Der Chor \u201eLyra K\u00fcnzell\u201c sorgt f\u00fcr die musikalische Umrahmung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Enzianh\u00fctte am Weiherberg feiert am 3. Juli ihr 60-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Was 1949 als erste Idee f\u00fcr ein Vereinsheim der DAV (Deutscher Alpenverein) Sektion Fulda und einer kleinen Holzh\u00fctte begann, ist heute zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Rh\u00f6n mit \u00fcberregionalem Bekanntheitsgrad geworden. Dieses Jubil\u00e4um begeht die DAV Sektion Fulda am 3. Juli um &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":152605,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-152595","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=152595"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152595\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":152610,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152595\/revisions\/152610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/152605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=152595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=152595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=152595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}