{"id":152582,"date":"2016-06-24T06:13:43","date_gmt":"2016-06-24T04:13:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=152582"},"modified":"2016-06-24T06:13:43","modified_gmt":"2016-06-24T04:13:43","slug":"veranstaltung-zur-solidarischen-landwirtschaft-in-loheland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=152582","title":{"rendered":"Veranstaltung zur \u201eSolidarischen Landwirtschaft\u201c in Loheland"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0086_20140505_8419-schulgarten.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-152588\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0086_20140505_8419-schulgarten-265x175.jpg\" alt=\"DSC_0086_20140505_8419-schulgarten\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0086_20140505_8419-schulgarten-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0086_20140505_8419-schulgarten-768x508.jpg 768w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0086_20140505_8419-schulgarten-600x397.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/DSC_0086_20140505_8419-schulgarten.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Am vergangenen Wochenende fand in Loheland \/ K\u00fcnzell eine Tagung zum Thema \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c statt. Angesichts von verbreiteter Mangel- und Fehlern\u00e4hrung, weltweiter Bodenzerst\u00f6rung in bislang ungekanntem Ausma\u00df und zunehmender Gr\u00f6\u00dfe und Spezialisierung der verbleibenden landwirtschaftlichen Betriebe muss sich etwas \u00e4ndern \u2013 darin sind sich Experten, B\u00e4uerinnen und Bauern und gro\u00dfe Teile der Gesellschaft weitgehend einig.<\/p>\n<p>Die \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c (SOLAWI) versucht darauf Antworten zu finden \u2013 indem eine konkrete Gruppe von Menschen einem Betrieb in ihrer direkten Umgebung die gesamten Produktionskosten vorfinanziert und sich die Ernte teilt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Landwirte und G\u00e4rtner hat dieses Modell den Vorteil, dass sie nicht mehr in der Konkurrenz europ\u00e4ischer oder globaler M\u00e4rkte bestehen m\u00fcssen, sondern sich nach dem Bedarf von Kunden in ihrer direkten Umgebung richten k\u00f6nnen. Klaus Str\u00fcber, landwirtschaftlicher Projektberater und Demeter-Bauer vom Hof Hollergraben in Schleswig-Holstein \u00e2\u201d\u20ac bis vor kurzem einer von wenigen \u201ePionierbetrieben\u201c, die in Deutschland \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c praktizierten \u00e2\u201d\u20ac erkl\u00e4rt die Voraussetzungen folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>Damit eine \u201eSOLAWI\u201c entstehen kann braucht es drei Dinge: Verf\u00fcgbares Land, ein geeignetes landwirtschaftliches Konzept und Menschen, die dieses mittragen wollen. Denn zwar geben 87% der Verbraucherinnen und Verbraucher an, dass ihnen regionale Herkunft der Lebensmittel und Unterst\u00fctzung regionaler Betriebe wichtig sind \u00e2\u201d\u20ac aber eine Umgew\u00f6hnung erfordert es f\u00fcr die meisten schon, wenn Tomate und Mozzarella eben nicht ganzj\u00e4hrig verf\u00fcgbar sind, zumindest nicht vom SOLAWI-Hof nebenan.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr kann es viel Freude machen mitzuerleben, was alles entstehen kann, wenn der \u00f6konomische Druck von den Landwirten und G\u00e4rtnern genommen ist \u00e2\u201d\u20ac und sie sich auf das konzentrieren k\u00f6nnen, was sie wirklich gerne tun: F\u00fcr die Menschen in ihrer Umgebung gute Lebensmittel anbauen. Zu der Sorge, die Bauern k\u00f6nnten die H\u00e4nde in den Scho\u00df legen, wenn ihre Arbeit unabh\u00e4ngig vom Ergebnis schon bezahlt sei, sagt Klaus Str\u00fcber: \u201eIch kenne keinen, der sich nach der Gr\u00fcndung einer \u201eSOLAWI\u201c in die H\u00e4ngematte gelegt h\u00e4tte.\u201c Eher sei das Gegenteil der Fall: Mit dem \u201eSOLAWI\u201c-Konzept kommen wieder Arbeitspl\u00e4tze auf die H\u00f6fe und die Betriebe werden vielf\u00e4ltiger.<\/p>\n<p>Inzwischen sind \u00fcber hundert \u201eSOLAWIs\u201c in einem deutschlandweiten Netzwerk organisiert \u00e2\u201d\u20ac und etwa ebenso viele weitere befinden sich in Gr\u00fcndung. Die Idee greift also um sich, immer mehr Menschen k\u00f6nnen sich daf\u00fcr begeistern. Ein Teilnehmer der Veranstaltung in Loheland fasste es am Schluss folgenderma\u00dfen zusammen: \u201eWir sind von unserem Bewusstsein her so weit, dass wir wissen was heute mit der Erde geschieht. Es liegt in unserer Hand, ob wir diese Entwicklung mit Gleichg\u00fcltigkeit hinnehmen, oder uns auf den Weg machen eine bessere Situation zu schaffen.\u201c<br \/>\nIn Loheland jedenfalls will man sich weiter mit dem \u201eSOLAWI\u201c-Konzept besch\u00e4ftigen meint Thorsten Keuer, Landwirt, Leiter des \u201eGr\u00fcnen Bereichs\u201c der Loheland-Stiftung und Vorstand von Demeter Hessen e.V., der Vereinigung biologisch-dynamischer Landwirtinnen und Landwirte in Hessen, die zu der Veranstaltung eingeladen hatte.<\/p>\n<p>Weitere Information zum Thema: www.solidarische-landwirtschaft.org; www.hof-hollergraben.de; www.loheland.de; www.demeter-hessen.de; www.demeter.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Am vergangenen Wochenende fand in Loheland \/ K\u00fcnzell eine Tagung zum Thema \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c statt. 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