{"id":152562,"date":"2016-06-24T06:06:31","date_gmt":"2016-06-24T04:06:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=152562"},"modified":"2016-06-24T06:07:22","modified_gmt":"2016-06-24T04:07:22","slug":"geologische-wanderungen-zeigen-alte-gesichter-der-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=152562","title":{"rendered":"Geologische Wanderungen zeigen alte Gesichter der Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p>Hochgebirge, Sumpflandschaft und Vulkanmassiv \u2013 im Laufe der Erdgeschichte hatte das Land der offenen Fernen verschiedene Gesichter. Spuren davon kann man heute auf geologischen Wanderungen entdecken.<\/p>\n<p>Gipfel h\u00f6her als die heutigen Alpen ragten vor 300 Millionen Jahren in der Rh\u00f6n empor. Kaum vorstellbar, dass 30 Millionen Jahre sp\u00e4ter die Rh\u00f6n eine Senke war, von einem Meer \u00fcberflutet. Es folgte eine Sumpflandschaft mit riesigen Farnen und Schachtelhalmen zur Zeit der Trias. Das m\u00e4chtige Vulkanmassiv, das man heute noch in den Kuppen und Basaltformationen der Rh\u00f6n erahnen kann, entstand danach, vor etwa 30 Millionen Jahren und wurde im Verlauf der Jahrmillion abgetragen.<\/p>\n<p>Gez\u00e4hmte Vulkane<\/p>\n<p>Mit ihrer charakteristischen Kegelform sind die Kuppen im Hessischen Kegelspiel ganz offensichtliche Zeugen dieser Zeit. Auch auf der Extratour Kuppenweg genie\u00dft man grandiose Ausblicke \u00fcber die eingeschlafenen Vulkane der Rh\u00f6n. Wer auf der Extratour Basaltweg wandert, entdeckt auf dem Weg zum Gipfel des L\u00f6sershag offene Basaltblockhalden zwischen uralten B\u00e4umen. Der Weg f\u00fchrt weiter zum Basaltsteinbruch Gebirgsstein. Auf der Sohle des Steinbruchs befindet man sich im Inneren des ehemaligen Vulkankraters. Dessen Struktur wurde durch den Basaltabbau wieder sichtbar. Das abgebaute Gestein verwendete man \u00fcbrigens als Eisenbahnschotter, beim Stra\u00dfenbau oder f\u00fcr Pflastersteine.<\/p>\n<p>Kegelberge und Basalthalden sind aber nur die offensichtlichsten Zeugen der Rh\u00f6ner Geologie. Mehr erf\u00e4hrt man auf einer geologischen F\u00fchrung vom UNESCO Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n. Am 17. Juli 2016 geht es zum Teufelstein bei Poppenhausen. Diplom-Geologin Anna Leonhard erkl\u00e4rt unterwegs die erdgeschichtliche Entstehung der Rh\u00f6n und Europas.<\/p>\n<p>Nachfahren der Trias-Welt kennenlernen<\/p>\n<p>Ganz eintauchen in die Epoche der Trias, die vor etwa 250 Millionen Jahren \u2013 also noch vor der \u201eVulkanzeit\u201c \u2013 begann, kann man im Museum Terra Triassica bei Euerdorf. Im alten Forsthaus zeigt die Dauerausstellung Versteinerungen aus der triassischen Lebenswelt. Im Museumsgarten sieht man Nachfahren von Pflanzen aus der Trias. Manche, wie der Gingkobaum, haben sich seitdem wenig ver\u00e4ndert. Auf dem geologischen Lehrpfad \u201eWein und Stein\u201c kann man vom Museum zu einer geologischen \u201eExpedition\u201c starten. Schautafeln weisen unterwegs auf geologische Ph\u00e4nomene hin, wie auf die Grenze zwischen Buntsandstein und Muschelkalk.<\/p>\n<p>Wo Erdgeschichte sp\u00fcrbar wird<\/p>\n<p>Mit allen Sinnen sp\u00fcren kann man die Geologie \u00fcbrigens in den Rh\u00f6ner Kurorten und Thermen: Die zahlreichen Heilquellen und Salze sind in den verschiedenen Epochen der Erdgeschichte entstanden. Wer also am Gradierwerk von Bad Salzungen durchatmet oder die wohltuende Wirkung der Sole in Bad Kissingen sp\u00fcrt, nutzt Sch\u00e4tze, die wir der Erdgeschichte verdanken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hochgebirge, Sumpflandschaft und Vulkanmassiv \u2013 im Laufe der Erdgeschichte hatte das Land der offenen Fernen verschiedene Gesichter. Spuren davon kann man heute auf geologischen Wanderungen entdecken. Gipfel h\u00f6her als die heutigen Alpen ragten vor 300 Millionen Jahren in der Rh\u00f6n empor. Kaum vorstellbar, dass 30 Millionen Jahre sp\u00e4ter die Rh\u00f6n eine Senke war, von einem &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-152562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=152562"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152562\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":152566,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152562\/revisions\/152566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=152562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=152562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=152562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}