{"id":151905,"date":"2016-06-07T09:07:40","date_gmt":"2016-06-07T07:07:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=151905"},"modified":"2016-06-07T09:07:40","modified_gmt":"2016-06-07T07:07:40","slug":"gemeindemuseum-burghaun-informierte-ueber-sanierung-des-kirchturms-der-mariae-himmelfahrt-kirch-ein-burghaun-ein-wahrzeichen-der-gemeinde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=151905","title":{"rendered":"Gemeindemuseum Burghaun informierte \u00fcber Sanierung des Kirchturms der Mari\u00e4-Himmelfahrt-Kirch ein Burghaun \u2013 Ein Wahrzeichen der Gemeinde"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/02_Dokumentenh\u00fclse.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/02_Dokumentenh\u00fclse-265x398.jpg\" alt=\"02_Dokumentenh\u00fclse\" width=\"265\" height=\"398\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-151907\" \/><\/a>Die umfangreiche Sanierung des Turms der katholischen Mari\u00e4-Himmelfahrt-Kirche in Burghaun ist nicht nur Thema einer jetzt er\u00f6ffneten Sonderausstellung im Gemeindemuseum Burghaun. Thomas Dees, bauleitender Architekt (Architekten- und Ingenieurb\u00fcro Trapp und Wagner, Mackenzell) zeichnete am Internationalen Museumstag das Sanierungsprojekt an dem 300 Jahre alten Gotteshaus detailliert nach.<\/p>\n<p>Das Gemeindemuseum Burghaun nahm in diesem Jahr erstmals seit seiner Gr\u00fcndung vor knapp zwei Jahren am Internationalen Museumstag teil und griff dabei auch das Motto der Veranstaltung \u201eMuseen in der Kulturlandschaft\u201c inhaltlich auf. Die Sonder\u00f6ffnung mit Vortrag und Ausstellungser\u00f6ffnung lockte am Internationalen Museumstag mehr als doppelt so viel Besucher als gew\u00f6hnlich in das \u201eHaus H\u00f6lzerkopf\u201c in der Moorstra\u00dfe in Burghaun, berichtete Alexander Hohmann. Der Vorsitzende des Geschichts- und Kulturvereins ist auch von dem gro\u00dfen Interesse der Besucher an dem Vortrag begeistert: \u201eAllein \u00fcber zwei Dutzend Zuh\u00f6rer folgten den detaillierten und interessanten Ausf\u00fchrungen von Dees\u201c, so Hohmann. Gew\u00f6hnlich \u00f6ffnet das Gemeindemuseum jeweils am ersten Sonntag im Monat f\u00fcr den Besucherverkehr. Ansonsten k\u00f6nnen Gruppen auch bei Voranmeldung unter der Woche gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Mehr als doppelt so viele Besucher als gew\u00f6hnlich<br \/>\nAuch die dazugeh\u00f6rige Sonderausstellung fand gro\u00dfe Resonanz, denn mit der Sanierung des 300 Jahre alten Kirchturms sowie der vorangegangenen der benachbarten evangelischen Christuskirche ist auch ein Blick in die geschichtstr\u00e4chtige Vergangenheit Burghauns verbunden. \u201eDa die Sanierung im vergangenen Jahr stattgefunden hat, war es unsere Absicht, ein dadurch aktuelles geschichtliches Thema aufzugreifen\u201c, erl\u00e4utert Hohmann. Die direkt benachbarten Gottesh\u00e4user der beiden gro\u00dfen christlichen Konfessionen, die mehr als nur ortsbildpr\u00e4gend sind, sind auch ein Sinnbild f\u00fcr ein \u00f6kumenisches Miteinander in der Gemeinde, und das seit Jahrhunderten, sagte er. Er verstehe es als einen wichtigen Beitrag seines Vereins, solche und \u00e4hnliche Themen aufzugreifen und zu vermitteln, damit aber auch auf die thematische Vielfalt einer reichen, heimischen Kulturgeschichte hinzuweisen.<\/p>\n<p>Der reich bebilderte Vortrag Dees\u00e2\u20ac\u02dc war auch alles andre als trocken. Der Architekt und Denkmalpfleger freute sich besonders dar\u00fcber, dass unter anderem im Zuge der Sanierung die Laterne der Turmhaube wieder ge\u00f6ffnet wurde. Dies entspreche auch dem originalen Zustand, sagte er. \u201eDie \u00d6ffnungen der Turmhaubenlaterne waren mit Jalousien verschlossen. Gedacht war das als Wetterschutz f\u00fcr den Turm. Da das Kupferblech sehr korrodiert war, musste hier ohnehin etwas geschehen, und so lag es auch nahe, die Laterne wieder zu \u00f6ffnen\u201c, so Dees.<\/p>\n<p>Laterne wieder ge\u00f6ffnet und Turmspitze erneuert<br \/>\nSichtbares Zeichen der gelungenen Turmsanierung ist der aus vergoldeten Kupferblech gebaute Turmknauf mit dem Doppelkreuz und dem goldenen Wetterhahn, die zusammen wieder 40 Meter \u00fcber dem Ort thronen. Damit hatte das altehrw\u00fcrdige Gotteshaus \u2013 Erbauer war der Fuldaer F\u00fcrstabt Konstantin von Buttlar (1714 bis 1726) \u2013 auch wieder eine weithin sichtbare w\u00fcrdige Bekr\u00f6nung. Pfarrer Franz Hilfenhaus hatte das Ensemble w\u00e4hrend eines Gottesdienstes gesegnet, bevor es damit wieder hinauf in luftige H\u00f6hen ging.<\/p>\n<p>Die Sanierung war ein dringendes Gebot des Handelns gewesen. Nicht nur der Zahn der Zeit hatte ausgiebig an der Holzkonstruktion genagt. Auch mutwillige Sch\u00e4den, wie der von Einsch\u00fcssen durchl\u00f6cherte Turmknauf zeigten, mussten beseitigt werden, so Dees. Die Zifferbl\u00e4tter der Turmuhr wurden ebenfalls abgebaut, gereinigt und neu vergoldet.<\/p>\n<p>Turm- und Fassadensch\u00e4den wurden beseitigt<br \/>\nIm Einzelnen erl\u00e4utert Architekt Dees den Befund vor der Sanierung: \u201eDie Schieferdeckung hat verschiedene Sch\u00e4den. Die Undichtigkeiten haben im Laufe von 298 Jahren zu vielen Sch\u00e4den an der Holzkonstruktion gef\u00fchrt. Diese wurden nun erstmals saniert.\u201c Die bautechnische Untersuchung der Holzsch\u00e4den wurde durch das Mackenzeller Ingenieurb\u00fcro f\u00fcr Holzbau und Bauwerkserhaltung vorgenommen worden.<\/p>\n<p>Doch nicht nur die Konstruktion und Dacheindeckung des Turms wurde saniert. Auch die Kirchenfassade r\u00fcckte in den Blickpunkt der Ma\u00dfnahmen \u201eDie Kirchenfassaden besitzt eine reiche Gliederung mit Gesimsen, Pilastern und profilierten Fenstergew\u00e4nden aus Sandstein. Sie wiesen ebenfalls verschiedene Witterungssch\u00e4den auf und mussten \u00fcberarbeitet werden. Die Putzfl\u00e4chen waren weitestgehend intakt, lediglich ein paar schadhafte Stellen waren zu erneuern. Schlie\u00dflich erhielt die gesamten Fassaden einen neuen Anstrich\u201c, erl\u00e4utert Dees.<\/p>\n<p>Gesamtkosten unter einer halben Millionen Euro<br \/>\nDie Kosten f\u00fcr die gesamte Ma\u00dfnahme bezifferte Dees auf 442 000 Euro. Das Land Hessen bezuschusst die Kosten mit 50 000 Euro aus dem Etat des Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege. 65 Prozent der Restsumme tr\u00e4gt das Bistum, sodass die Kirchengemeinde noch den Restbetrag von 137 000 Euro schultern muss.<\/p>\n<p>http:\/\/www.gemeindemuseum-burghaun.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die umfangreiche Sanierung des Turms der katholischen Mari\u00e4-Himmelfahrt-Kirche in Burghaun ist nicht nur Thema einer jetzt er\u00f6ffneten Sonderausstellung im Gemeindemuseum Burghaun. Thomas Dees, bauleitender Architekt (Architekten- und Ingenieurb\u00fcro Trapp und Wagner, Mackenzell) zeichnete am Internationalen Museumstag das Sanierungsprojekt an dem 300 Jahre alten Gotteshaus detailliert nach. 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