{"id":151883,"date":"2016-06-06T09:01:09","date_gmt":"2016-06-06T07:01:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=151883"},"modified":"2016-06-06T09:01:18","modified_gmt":"2016-06-06T07:01:18","slug":"stress-entsteht-im-kopf-gefuehl-lebendig-begraben-zu-sein-fragen-und-antworten-im-aaanderer-gottesdienst-in-fulda-neuenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=151883","title":{"rendered":"Stress entsteht im Kopf: \u201eGef\u00fchl lebendig begraben zu sein\u201c Fragen und Antworten im AAAnderer Gottesdienst in Fulda-Neuenberg"},"content":{"rendered":"<p>Sechs von zehn sind stressgeplagt. F\u00fcr \u00fcber H\u00e4lfte der Menschen steht der Wunsch nach Stressfreiheit oben auf dem Wunschzettel, zeigen Umfragen. Gibt es auch positiven Stress und wie sieht es mit der Work-Life-Balance aus? Mit diesen Fragen hat sich Pfarrer Stefan B\u00fcrger im AAAnderen Gottesdienst (Ausschlafen \u2013 Aufatmen \u2013 Aufeinander zu gehen) in der Kreuzkirche in Fulda-Neuenberg besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Alle Kirchenb\u00e4nke sind belegt, wie meist in diesem besonderen Gottesdienstformat. \u00dcberwiegend kommt die Altersgruppe, die man sonst nicht so oft im Gottesdienst findet, 40-50-J\u00e4hrige mit ihren Kindern. Pfarrer Stefan B\u00fcrger stellt in seiner Predigt dar, dass Work-Life-Balance sicher wichtig sei, Beruf und Familie, Freizeit und Arbeit in eine Waage zu bekommen. \u201eWork und Life, Arbeit und Leben werden aber in diesem Begriff zu sehr als ein Gegeneinander dargestellt. Ist denn Arbeit kein Leben?\u201c, problematisiert der Pfarrer.<\/p>\n<p>Positiver und negativer Stress<br \/>\nStressige Arbeit sei wiederum auch nicht einfach durch Entspannung zu kompensieren. Negativer Stress passiere hingegen oft im Kopf: \u201eMan hat das Gef\u00fchl lebendig begraben zu sein, die Kontrolle zu verlieren\u201c, beschreibt B\u00fcrger Stresssymptome, die er auch selbst zur Gen\u00fcge kennt. Arbeit sei nicht das Problem, aber das Zuviel an Arbeit, die man selbst an sich zieht oder auferlegt bekommt. Nicht trotzig Nein zu sagen, sondern bewusst, sei auch eine Form des Ja-Sagens zu anderen Aufgaben, die man dann gr\u00fcndlich und engagiert ausf\u00fchre. Positive Gef\u00fchle entst\u00fcnden da, wo man merkt, dass man seinen eigenen Gaben gem\u00e4\u00df agieren k\u00f6nnte und entsprechend positive R\u00fcckmeldung erhalte. Hier gebe es eine Form des positiven Stress\u00e2\u20ac\u02dc, aber auch hier m\u00fcsse man aufpassen, dass es nicht zu viel werde.<\/p>\n<p>Sinnfrage? Gott sendet uns ins Leben<br \/>\nDie Frage nach dem Sinn des Lebens stelle sich hier grunds\u00e4tzlich. F\u00fcr B\u00fcrger ergibt sich die Antwort aus dem Glauben, dass Gott den Menschen ins Leben sende. Sinn und Sendung h\u00e4nge in der deutschen Wortbedeutung auch zusammen. \u201eDu Mensch, hast dein Leben nicht von dir selbst, sondern von Gott. Wenn Gott Sie und mich geschaffen hat, dann sind Sie und ich gewollt und geliebt. Unsere Arbeit macht nicht den Wert unseres Lebens aus\u201c, ruft B\u00fcrger den rund 120 Kirchenbesuchern zu. Der Clou dabei sei sogar noch, dass der Glaubende selbst im Nichtgelingen, im Scheitern von Gott unendlich geliebt sei. Das befreie. Glauben befreie und erdr\u00fccke nicht.<\/p>\n<p>In der Taufe zeigt sich Gottes Herz<br \/>\nSpontan kn\u00fcpft B\u00fcrger noch an zwei aus Buchsbaum gekn\u00fcpfte Herzen an, die am Vortag eine kirchliche Trauung in der Kreuzkirche schm\u00fcckten. \u201eSie h\u00e4ngen am Taufstein genau richtig. Die Taufe steht daf\u00fcr, dass wir als Christen ohne unsere Arbeit und unser Zutun angenommen und geliebt sind. Gottes gro\u00dfes Herz liebt unser menschliches Herz.\u201c<\/p>\n<p>Menschen kommen, die selten Gottesdienste besuchen<br \/>\nDer AAAndere Gottesdienst lebt von der Freiheit in der Predigt, aber auch vom Schwung der modernen christlichen Lieder, die die Kreuzkirchenband begleitet. Der parallele Kindergottesdienst unterstreicht die Kinderfreundlichkeit und das anschlie\u00dfende Grillen zeigt die Gastfreundlichkeit der Gemeinde. Durch Umfrageb\u00f6gen k\u00f6nne die Gemeinde zudem feststellen, dass viele Besucher k\u00e4men, die selten oder nie normale Gottesdienste besuchen, zudem auch manchmal ein Drittel der Besucher ohne eigenen Kirchenbezug. Auch andere Kirchengemeinden seien an dem besonderen Gottesdienst interessiert, so der Pfarrer, gerade heute waren wieder Vertreter eines Kirchenvorstands vor Ort. Die Kollekte deckt das Mittagessen. Das Geld, das dar\u00fcber hinaus gegeben wird, geht in die Jugendreferentenstelle \u201eZukunft leben\u201c. Der Gottesdienst lebt von den gut 30 Ehrenamtlichen in den verschiedenen Teams, von der modernen Themenvielfalt &#8211; und auch der Pfarrer tut seinen Teil dazu.<br \/>\nDer n\u00e4chste AAAndere Gottesdienst findet nach der Sommerpause am 4. September 2016, um 11.00 Uhr zum Thema \u201eIm Zweifel glauben\u201c statt. Ein regelm\u00e4\u00dfiger Newsletter (pfarrer@kreuzkirche-fulda.de) kann zur Erinnerung angefordert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sechs von zehn sind stressgeplagt. F\u00fcr \u00fcber H\u00e4lfte der Menschen steht der Wunsch nach Stressfreiheit oben auf dem Wunschzettel, zeigen Umfragen. Gibt es auch positiven Stress und wie sieht es mit der Work-Life-Balance aus? 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