{"id":151322,"date":"2016-05-18T08:38:52","date_gmt":"2016-05-18T06:38:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=151322"},"modified":"2016-05-18T08:38:52","modified_gmt":"2016-05-18T06:38:52","slug":"rhoener-schafhalter-besuchen-die-wetterau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=151322","title":{"rendered":"Rh\u00f6ner Schafhalter besuchen die Wetterau"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/11-PM-Sch\u00e4fer-Link-aus-Eichelsdorf-mit-seiner-Herde.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-151329\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/11-PM-Sch\u00e4fer-Link-aus-Eichelsdorf-mit-seiner-Herde-265x177.jpg\" alt=\"11 PM Sch\u00e4fer Link aus Eichelsdorf mit seiner Herde\" width=\"265\" height=\"177\" \/><\/a>Seit rund 20 Jahren organisiert das Biosph\u00e4renreservat in Kooperation mit der Schafhaltervereinigung Rh\u00f6n und dem Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n eint\u00e4gige Schafhalterexkursionen. In diesem Jahr konnte Exkursionsleiter Martin Kremer 47 Teilnehmer begr\u00fc\u00dfen, die sich \u00fcber die Schafhaltung in der Wetterau informieren wollten.<\/p>\n<p>Erstes Ziel der Busfahrt war der Nebenerwerbssch\u00e4fer Sascha Schumacher. Auf der Haardt bei Ranstatt weiden seit ein paar Jahren die Suffolk-Schafe von Schumacher.Sie fressen regelm\u00e4\u00dfig gerade die steilsten und magersten Bereiche ab, wodurch sie wertvolle Arten erhalten und unerw\u00fcnschte zur\u00fcckdr\u00e4ngen. Dabei arbeitet der Sch\u00e4fer mit mobilen Netz-Z\u00e4unen, mit denen er die Tiere koppelt.<\/p>\n<p>In Ortenberg-Bergheim besuchten die Rh\u00f6ner Schafhalter den Wandersch\u00e4fer Christian Krauthahn, der mit seiner rund 600 Kopf starken Herde die Auenlandschaft, aber auch Trockenh\u00e4nge pflegt. Der Haupterwerbssch\u00e4fer h\u00e4lt Merino-Schafe, deren Fleisch er auch direkt an regionale Kunden vermarktet. Krauthan ist, \u00e4hnlich wie auch die anschlie\u00dfend besuchten Sch\u00e4fer Ralf Meisezahl und Peter Link ein echter Wandersch\u00e4fer, der Tag f\u00fcr Tag mit den Tieren unterwegs ist.<\/p>\n<p>Informativ war auch der Besuch bei der Stadtsch\u00e4ferei Hungen, welche von Sch\u00e4fer Ralf Meisezahl gef\u00fchrt wird. F\u00fcr die Pflege der sogenannten Trockeninseln, die sich von der intensiv genutzten Landschaft abheben, leistet sich die alte Sch\u00e4ferstadt einen hauptamtlichen Sch\u00e4fer. Insgesamt stehen dem Stadtsch\u00e4fer 150 Hektar Gr\u00fcnland zur Verf\u00fcgung, verteilt auf viele kleine Fl\u00e4chen im Umkreis von etwa 15 Kilometern. Das t\u00e4gliche Treiben der rund 600 Tiere z\u00e4hlenden Herde geh\u00f6rt zum Tagesgesch\u00e4ft.<br \/>\nVon besonderer Bedeutung f\u00fcr die Besucher aus der Rh\u00f6n war das EU-F\u00f6rderprojekt Wetterauer Hutungen. Im Rahmen des Projektes wurden verbuschte Fl\u00e4chen gepflegt, die Sch\u00e4fer mit Z\u00e4unen, Elektroger\u00e4ten und mobilen Wasserf\u00e4ssern unterst\u00fctzt, Vermarktungsinitiativen entwickelt sowie eine kleinen K\u00e4serei mit Infozentrum zur Schafbeweidung aufgebaut. Meisezahl betonte, dass das Projekt den Sch\u00e4fern viel positives Image brachte und das Bewusstsein f\u00fcr die Schafhaltung in der Region sch\u00e4rfte. Kremer erl\u00e4uterte den Teilnehmern, dass auch f\u00fcr die hessische Rh\u00f6n derzeit ein \u00e4hnliches Projekt geplant sei. Die Antragstellung bei der EU sei erfolgt und man warte nun auf die Bewilligung.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Etappenziel war die Sch\u00e4ferei von Peter Link in Eichelsdorf. 400 Mutterschafe nennt Link sein eigen. Auch ihn trifft die Exkursionsgruppe bei der Herde in der Fl\u00e4che. Link lobt die gute Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Kommunen und der Sch\u00e4ferei. Allerdings sieht auch er die steigenden Pachtpreise und die geringen Erl\u00f6se aus der Lammvermarktung als problematisch an.<\/p>\n<p>Zum Abschluss erfolgte ein letzter Stopp bei Nebenerwerbssch\u00e4fer Jens Uhl in Eichelsdorf. Er betreibt ein kleine Herdbuchzucht mit Merinoschafen. Zwar entstehen durch die Herdbuchzucht h\u00f6here Kosten, aber, so erl\u00e4utert Uhl, \u00fcber Bockauktionen k\u00f6nne er gute Preise erl\u00f6sen, so dass sich der Aufwand f\u00fcr ihn rechnet.<\/p>\n<p>Deutlich wurde bei der Exkursion, dass die Sch\u00e4fer mit schwierigen Rahmenbedingungen k\u00e4mpfen. Billiges Fleisch aus \u00dcbersee, Konkurrenz um Fl\u00e4chen und steigende Pachtpreise sowie erhebliche Auflagen bei Viehzucht und Landschaftspflege machen den Beruf unattraktiv. Und die zunehmenden Meldungen \u00fcber Luchs- und Wolfssichtungen sehen viele Sch\u00e4fer als zus\u00e4tzliche existenzielle Bedrohung an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Seit rund 20 Jahren organisiert das Biosph\u00e4renreservat in Kooperation mit der Schafhaltervereinigung Rh\u00f6n und dem Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n eint\u00e4gige Schafhalterexkursionen. In diesem Jahr konnte Exkursionsleiter Martin Kremer 47 Teilnehmer begr\u00fc\u00dfen, die sich \u00fcber die Schafhaltung in der Wetterau informieren wollten. Erstes Ziel der Busfahrt war der Nebenerwerbssch\u00e4fer Sascha Schumacher. 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