{"id":150924,"date":"2016-05-06T10:42:29","date_gmt":"2016-05-06T08:42:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150924"},"modified":"2016-05-06T10:42:29","modified_gmt":"2016-05-06T08:42:29","slug":"verein-pfad-fuer-kinder-e-v-besteht-seit-15-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150924","title":{"rendered":"Verein PFAD f\u00fcr Kinder e.V. besteht seit 15 Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Kinder haben ein Recht darauf, in einer Familie aufzuwachsen. Aus verschiedensten Gr\u00fcnden kann dies jedoch nicht immer die leibliche sein. Pflege- und Adoptiveltern helfen dabei, dass sie dennoch in einem famili\u00e4ren Umfeld gro\u00df werden \u2013 eine anspruchsvolle Aufgabe f\u00fcr meist mehrere Jahre.<\/p>\n<p>Um diese besser bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, haben sich Pflege- und Adoptiveltern in Landkreis und Stadt Fulda zum Verein PFAD (Pflege- und Adoptivfamilien) f\u00fcr Kinder e.V. zusammengefunden. In diesem Jahr feiert er sein 15-j\u00e4hriges Bestehen als eingetragener Verein. 15 Jahre, in denen zahlreiche Kinder und Jugendliche ihren Pflegefamilien entwachsen sind und der Verein selbst deutlich gewachsen ist: \u201eMit neun Gr\u00fcndungsmitglieder haben wir angefangen, derzeit sind es 35, und es d\u00fcrfen gerne noch mehr werden\u201c, sagt Vorstandsmitglied Petra Tusche mit einem Augenzwinkern und erg\u00e4nzt: \u201eDabei steht hinter jedem Mitglied auch immer eine ganze Familie.\u201c<\/p>\n<p>Initiiert wurde der Verein einst von einem Jugendamtsmitarbeiter, der die Pflegeeltern untereinander vernetzte. Im Jahr 2001 schlossen sich einige Eltern zusammen und zugleich dem Verein PFAD, der sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene existiert, an. Damals wie heute ist das Ziel dasselbe: \u201eFamilien sollen hier den Raum haben, sich untereinander \u00fcber das Leben als Pflegefamilie auszutauschen, sich gegenseitig zu unterst\u00fctzen und sich weiterzubilden\u201c, erz\u00e4hlt Brigitte Mihm vom Vereinsvorstand. Zuletzt etwa referierte die bundesweit anerkannte Expertin Dr. Bettina Bonus zum Thema \u201eMit den Augen eines Kindes sehen lernen\u201c. W\u00e4hrend dieses Tagesseminars besch\u00e4ftigten sich die Teilnehmer damit, wie Pflegeeltern mit hochproblematischen, traumatisierten Kindern umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein Thema, das sich h\u00e4ufig im Alltag von Pflegefamilien Bahn bricht, wei\u00df Petra Tusche zu berichten: \u201eEs kommt vor, dass Kinder mit einer schwierigen sozialen Vorgeschichte in ihrer Ursprungsfamilie nach einem Besuchskontakt erneut traumatisiert in die Pflegefamilie zur\u00fcckkehren\u201c, erz\u00e4hlt sie. Dann seien von den Pflegeeltern Geduld, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Verst\u00e4ndnis und nicht zuletzt auch professionell geschultes Wissen gefragt, damit das Kind wieder in seinen normalen Alltag zur\u00fcckfinden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Doch der Verein sieht sich nicht nur als Plattform f\u00fcr einen internen Austausch sondern auch als Ansprechpartner etwa bei formellen Fragen, mit denen Pflege- und Adoptiveltern konfrontiert werden. \u201eWir verstehen uns als Bindeglied, eine Art Interessenvertretung gegen\u00fcber dem Pflegekinderdienst von Stadt und Landkreis\u201c, bringt es Brigitte Mihm auf den Punkt. Dar\u00fcber hinaus sucht PFAD e.V. auch den Kontakt zum Familiengericht: \u201eVor einigen Jahren haben wir einen Runden Tisch mit Familienrichtern initiiert, um ihnen einen Eindruck zu vermitteln, welche Konsequenzen im Zusammenleben mit Pflegekindern aus ihren Urteilen folgen \u2013 das wollen wir in n\u00e4chster Zeit noch einmal wiederholen\u201c, erl\u00e4utert Petra Tusche.<\/p>\n<p>Solche Einblicke in das Leben als Pflege- und Adoptivfamilie gew\u00e4hren sie auch anderen: \u201eWir informieren gerne jeden, der sich f\u00fcr die Arbeit als Pflegefamilie interessiert oder sich mit dem Gedanken tr\u00e4gt, ein Kind adoptieren zu wollen\u201c, erz\u00e4hlt sie. Und dazu geh\u00f6ren nicht nur die formalen Anforderungen, Rechte und Pflichten, sondern auch die Beweggr\u00fcnde, warum das Engagement f\u00fcr Pflegekinder trotz besonderer Herausforderungen auch besonders lohnenswert ist: \u201ePflegekinder sind eine enorme Bereicherung f\u00fcr das eigene Leben\u201c, ist Petra Tusche \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Info<br \/>\nDer Verein PFAD trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat (au\u00dfer Feiertage und Ferien) in Petersberg. Informationen bei Petra Tusche, Telefon (06652)6658 oder Brigitte Mihm, Telefon (06648)8452, E-Mail pfad.tusche@gmx.de, www.pfad-fulda.de<\/p>\n<p>Foto: Die Vorstandsdamen (v.l.) Karin Nowak, Christa Jest\u00e4dt, Petra Tusche (1.v.r.) mit Kreisausschussmitglied Ulla D\u00f6ppner\u00c2\u00a0 (2.v.r.) w\u00e4hrend des Tagesseminars mit Dr. Bettina Bonus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kinder haben ein Recht darauf, in einer Familie aufzuwachsen. Aus verschiedensten Gr\u00fcnden kann dies jedoch nicht immer die leibliche sein. Pflege- und Adoptiveltern helfen dabei, dass sie dennoch in einem famili\u00e4ren Umfeld gro\u00df werden \u2013 eine anspruchsvolle Aufgabe f\u00fcr meist mehrere Jahre. Um diese besser bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, haben sich Pflege- und Adoptiveltern in Landkreis &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":150946,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-150924","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=150924"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150924\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150948,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/150924\/revisions\/150948"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/150946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=150924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=150924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=150924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}