{"id":150907,"date":"2016-05-04T08:42:30","date_gmt":"2016-05-04T06:42:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150907"},"modified":"2016-05-04T08:42:30","modified_gmt":"2016-05-04T06:42:30","slug":"hessenforst-sichert-das-vorkommen-des-seltenen-gruenen-besenmooses-in-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150907","title":{"rendered":"HessenForst sichert das Vorkommen des seltenen  Gr\u00fcnen Besenmooses in Hessen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Gr\u00fcne Besenmoos (Dicranum viride) ist eine stark gef\u00e4hrdete Art in Hessen. Es kommt vor allem in alten Buchenw\u00e4ldern vor und wird durch die FFH-Richtlinie streng gesch\u00fctzt. HessenForst richtet die Waldpflege und Holzernte streng nach den Bed\u00fcrfnissen des Mooses aus, um die vorhandenen Vorkommen zu f\u00f6rdern. Im Forstamt Wettenberg haben die F\u00f6rster mit einem anerkannten Moosexperten vor Beginn der Holzernte potenziell betroffene Buchenbest\u00e4nde begutachtet, um die erforderlichen Ma\u00dfnahmen naturschutzfachlich optimal durchzuf\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p>HessenForst setzt sich seit Jahren f\u00fcr die Erhaltung des Gr\u00fcnen Besenmooses ein: \u201eBereits 2009 haben die Naturschutzexperten von HessenForst gemeinsam mit einem Moosspezialisten landesweite Artgutachten und einen Artensteckbrief erstellt\u201c, so Detlef Stys, Abteilungsleiter f\u00fcr Waldnaturschutz. In 2012 folgte ein Artenhilfskonzept.<\/p>\n<p>Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse in praktische Ma\u00dfnahmen zu \u00fcberf\u00fchren, schulte HessenForst intensiv die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Forst\u00e4mtern mit Besenmoosvorkommen.<\/p>\n<p><strong>Ma\u00dfnahmen der Forst\u00e4mter<\/strong><\/p>\n<p>Die Forst\u00e4mter kennen die Vorkommen und stellen durch differenzierte, auf die Anspr\u00fcche des Mooses zielgerichtete Ma\u00dfnahmen dessen Erhalt sicher. Dies sind insbesondere:<\/p>\n<ul>\n<li>Markierung und Schonung der durch das Gr\u00fcne Besenmoos besiedelten B\u00e4ume<\/li>\n<li>sensible Waldpflege im Umfeld von Besenmoosvorkommen<\/li>\n<li>Erhaltung eines geschlossenen Kronendachs im Umfeld der vom Besenmoos besiedelten B\u00e4ume zur Vermeidung starker Besonnung des Mooses<\/li>\n<li>Beseitigung von beschattendem Jungwuchs, um dem Moos auf besiedelten B\u00e4ume ausreichenden Lichtgenuss zu sichern<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Forstamt Wettenberg ist das Forstamt mit den gr\u00f6\u00dften Vorkommen des Gr\u00fcnen Besenmooses in Hessen. \u201eUnsere Mitarbeiterinnen\u00c2\u00a0und Mitarbeiter setzen sich schon seit Jahren f\u00fcr den Erhalt der Art ein. Sie verf\u00fcgen \u00fcber spezielles Fachwissen, um das seltene Moos erfolgreich sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Dass dies gelingt, zeigt die bisherige Entwicklung\u201c, betont Stys. S\u00e4mtliche bekannten Besenmoos-Vorkommen sind erfasst und im Wald gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Auch im Bereich des Diethersberg in der N\u00e4he des Hungener Stadtteils Villingen geschieht das mit der erforderlichen Professionalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Bevor das Forstamt Wettenberg die aktuelle Holzernte am Diethersberg durchf\u00fchrte, hatten die F\u00f6rster im Vorfeld mit dem Moos-Experten die Best\u00e4nde gewissenhaft nach B\u00e4umen mit Besenmoos-Vorkommen abgesucht. Die Best\u00e4nde, in denen kein Besenmoos w\u00e4chst, sind zur Holzernte freigegeben worden. Die sonstigen forst- und naturschutzrechtlichen Bestimmungen wurden dabei selbstverst\u00e4ndlich beachtet.<\/p>\n<p>In der N\u00e4he der aktuell bearbeiteten Waldabteilungen hat man die altbekannten Vorkommen best\u00e4tigt und die B\u00e4ume entsprechend gekennzeichnet. Der Gutachter hat Vorgaben f\u00fcr die Holzernte in diesen Best\u00e4nden und die Pflege der Besenmoos-B\u00e4ume formuliert, die eingehalten werden. So haben die F\u00f6rster zum Beispiel beschattende Naturverj\u00fcngungsb\u00e4ume entfernt &#8211; bei der Holzernte m\u00fcssen in speziellen F\u00e4llen weite Abst\u00e4nde von den \u201eMoos\u201c-B\u00e4umen einhalten werden.<\/p>\n<p>Es ist erfreulich, wenn sich Naturschutzverb\u00e4nde wie der NABU f\u00fcr den Erhalt des\u00c2\u00a0 Gr\u00fcnen Besenmooses einsetzen. Bevor man jedoch &#8211; wie jetzt der NABU-Landesverband &#8211; falsche Darstellungen in die \u00d6ffentlichkeit setzt, sollte man sich zuerst Vorort gr\u00fcndlich informieren.<\/p>\n<p>Fazit: Die vom NABU behaupteten Sch\u00e4den am Gr\u00fcnen Besenmoos entsprechen nicht der Realit\u00e4t und entbehren jeglicher Grundlage. Realit\u00e4t ist: Die get\u00e4tigten Ma\u00dfnahmen stehen im Einklang mit den Erhaltungszielen der Natura-2000-Richtlinie -\u00c2\u00a0 die bekannten Besenmoosvorkommen sind in keiner Weise gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gern informiert die Landesbetriebsleitung oder das Forstamt Wettenberg n\u00e4her zum Thema Gr\u00fcnes Besenmoos. Weitere Informationen zum Artenschutz von HessenForst finden Sie auf unserer Homepage:\u00c2\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hessen-forst.de\/naturschutz-artenschutz-1265.html\">http:\/\/www.hessen-forst.de\/naturschutz-artenschutz-1265.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Das Gr\u00fcne Besenmoos (Dicranum viride) ist eine stark gef\u00e4hrdete Art in Hessen. Es kommt vor allem in alten Buchenw\u00e4ldern vor und wird durch die FFH-Richtlinie streng gesch\u00fctzt. 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