{"id":150731,"date":"2016-04-28T16:32:07","date_gmt":"2016-04-28T14:32:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150731"},"modified":"2016-04-28T16:32:07","modified_gmt":"2016-04-28T14:32:07","slug":"bei-klaus-huegel-bekommen-die-kunden-ihre-milch-direkt-vom-erzeuger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150731","title":{"rendered":"Bei Klaus H\u00fcgel bekommen die Kunden ihre Milch direkt vom Erzeuger"},"content":{"rendered":"<p>Es ist sicherlich der Kuhstall mit der sch\u00f6nsten Aussicht in Fulda: Einen weiten Blick \u00fcber die Stadt genie\u00dfen die K\u00fche auf dem Milchhof H\u00fcgel in Edelzell. \u201eOffenhaltung extrem\u201c nennt sich der gro\u00dfe an den Seiten offene Stall, in dem die Tiere das ganze Jahr stehen.<\/p>\n<p>\u201eDie Minustemperaturen im Winter machen ihnen nichts aus. Im Gegenteil: wenn es zu warm wird, f\u00fchlen sie sich nicht mehr so wohl, und die Milchleistung geht etwas zur\u00fcck\u201c, erz\u00e4hlt Landwirt Klaus H\u00fcgel. Rund 140 Milchk\u00fche hat er, dazu zwei Deckbullen und meist etwa 20 K\u00e4lber. Stolz ist er darauf, Simmentaler Rinder zu haben, eine Ur-Rasse aus der Rh\u00f6n, die aber heute weitgehend von den schwarz-wei\u00dfen Hochleistungsk\u00fchen verdr\u00e4ngt wurde, die rund ein Viertel mehr Milch geben. Daf\u00fcr seien die Simmentaler K\u00fche sch\u00f6ner und ges\u00fcnder, sagt er.<\/p>\n<p>Alles dreht sich um die Milch auf dem Milchhof H\u00fcgel: Den gr\u00f6\u00dften Teil der Produktion vermarktet Klaus H\u00fcgel selber, nur ein Drittel geht an die Molkerei. Das liegt auch an dem niedrigen Milchpreis, denn die Molkerei zahlt um die H\u00e4lfte weniger als die Direkt-Kunden. Seit 26 Jahren f\u00fchrt Klaus H\u00fcgel den Hof in Edelzell, mit der Selbstvermarktung begann er vor 18 Jahren. Damals war der Milchpreis im Keller, so wie heute auch, und ein Verwandter seiner Frau Sandra, der als Koch in einem Altersheim arbeitete, brachte ihn auf die Idee, das Altersheim direkt zu beliefern. Heute liefert ein Mitarbeiter t\u00e4glich rund 2.000 Liter pasteurisierte Milch an Kinderg\u00e4rten, Altersheime, Eisdielen, B\u00e4ckereien und Wiederverk\u00e4ufer wie Bauernl\u00e4den und Marktst\u00e4nde aus. Die Kunden kommen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet bis nach Frankfurt. Und weitere Kunden sind herzlich willkommen: Gerne liefert Klaus H\u00fcgel Milchproben und beantwortet alle Fragen zu Qualit\u00e4t und Lieferservice.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts \u201eBauernhof als Klassenzimmer\u201c des Landkreises Fulda k\u00f6nnen interessierte Gruppen den Milchhof H\u00fcgel besuchen und alles \u00fcber die Milch und ihre Produzenten, die K\u00fche, erfahren. Nat\u00fcrlich altersgerecht: spielerisch f\u00fcr die Kindergartenkinder, mehr informativ f\u00fcr Schulklassen. Besonders interessant sei es, wenn zum Beispiel Studierende der \u00d6kotrophologie k\u00e4men, denn da komme es durchaus auch zu kritischen Fragen und zu Diskussionen, sagt der Landwirt. F\u00fcr seine Kunden ist der rund dreist\u00fcndige Besuch kostenlos, der Landwirt bekommt lediglich vom Landkreis Fulda eine Aufwandsentsch\u00e4digung. F\u00fcr ihn geh\u00f6rt das zum Service, schlie\u00dflich sollen seine Kunden wissen, woher ihre Milch stammt.<\/p>\n<p>Die Regionalit\u00e4t sei immer ein wichtiges Argument, wei\u00df Klaus H\u00fcgel. F\u00fcr alle Nicht-Kunden \u2013 beispielsweise Busausfl\u00fcgler \u2013 berechnet er 100 Euro pro Besuch. Neben dem Besuch im gro\u00dfen Stall k\u00f6nnen Kinder auch die K\u00e4lber streicheln und sogar mit warmer Milch f\u00fcttern. Beliebt vor allem bei den Jungs ist die Maschinenhalle. \u201eDa bildet sich immer eine Schlange vor dem Traktor, weil jeder einmal darauf sitzen will\u201c, wei\u00df Klaus H\u00fcgel aus Erfahrung. Ein Anliegen ist es ihm, ein realistisches Bild von der Arbeit auf einem modernen Bauernhof zu geben. Dazu geh\u00f6ren auch die Maschinen, wie beispielweise der moderne Melk-Roboter, mit dem die K\u00fche vollautomatisch rund um die Uhr gemolken werden, ohne menschliche Hilfe.<\/p>\n<p>Eine Tankstelle der etwas anderen Art gibt es direkt neben dem Hof: rund um die Uhr k\u00f6nnen die Kunden hier die Milch in ihrem eigenen Gef\u00e4\u00df selber abf\u00fcllen, einen Liter zu 70 Cent. Dabei haben sie die Wahl zwischen Rohmilch und pasteurisierter Milch. Ein Schild weist darauf hin, dass die Rohmilch vor dem Verzehr erhitzt werden muss. \u201eDie Rohmilch kaufen Kunden, um zum Beispiel Dickmilch, Joghurt oder K\u00e4se selber zu machen\u201c, erkl\u00e4rt Landwirt H\u00fcgel. Neben der Milchtankstelle steht ein Automat, aus dem Eier oder Kartoffeln von Herbert Bleuel aus Hofbieber gekauft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kontakt<br \/>\nInformationen zu Milchlieferungen oder Hoff\u00fchrungen erhalten Interessenten bei Klaus und Sandra H\u00fcgel, huegelmilch@gmx.de, Telefon (0661)47766.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Es ist sicherlich der Kuhstall mit der sch\u00f6nsten Aussicht in Fulda: Einen weiten Blick \u00fcber die Stadt genie\u00dfen die K\u00fche auf dem Milchhof H\u00fcgel in Edelzell. \u201eOffenhaltung extrem\u201c nennt sich der gro\u00dfe an den Seiten offene Stall, in dem die Tiere das ganze Jahr stehen. \u201eDie Minustemperaturen im Winter machen ihnen nichts aus. 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