{"id":150594,"date":"2016-04-27T11:59:05","date_gmt":"2016-04-27T09:59:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150594"},"modified":"2016-04-27T11:59:05","modified_gmt":"2016-04-27T09:59:05","slug":"leitbildbildprozess-zur-nachhaltigen-wasserversorgung-in-der-rhein-main-region-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150594","title":{"rendered":"Leitbildbildprozess zur nachhaltigen Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region gestartet"},"content":{"rendered":"<p>Staatssekret\u00e4rin Dr. Beatrix Tappeser: \u201eEine umweltvertr\u00e4gliche und zukunftssichere Wasserversorgung ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Hessen vertrauen zu Recht darauf, dass es zu Hause jederzeit aus dem Wasserhahn sprudelt \u2013 in guter Qualit\u00e4t und ausreichender Menge. Mit dem Leitbildprozess, f\u00fcr den wir heute den Startschuss geben, entscheiden wir \u00fcber die nachhaltige Wasserversorgung von morgen. Das ist gerade in der Rhein-Main-Region sehr wichtig. Unser Ziel ist der Ausgleich von \u00d6kologie und \u00d6konomie \u2013 das geht nur gemeinsam\u201c, sagte die Staatssekret\u00e4rin im Umweltministerium, Dr. Beatrix Tappeser, heute bei der Auftaktveranstaltung im Sitzungssaal \u201eSchalterhalle\u201c des Hessischen Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Kunst.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem B\u00fcrgermeister der Stadt Wiesbaden, Arno Go\u00dfmann, dem ersten Stadtrat a. D. von Pfungstadt, Harald Polster, sowie der B\u00fcrgermeisterin von Schotten, Susanne Schaab, wurde der gemeinsame Leitbildprozess \u201eIntegriertes Wasserressourcen-Management Rhein-Main\u201c eingel\u00e4utet. Das Leitbild wird bis Ende 2017 entwickelt und drei Handlungsfelder enthalten: Die nachhaltige Bewirtschaftung und Bereitstellung der Ressource Wasser, die rationelle Verwendung des Wassers sowie die Zusammenarbeit der Akteure.<\/p>\n<p>Alle Akteure an einen Tisch bringen<\/p>\n<p>\u201eDie Wasserversorgung des Ballungsraums Rhein-Main mit den St\u00e4dten Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden w\u00e4re ohne einen wesentlichen Beitrag aus der Region durch die F\u00f6rderung von Grundwasser im Hessischen Ried und im Vogelsberg nicht zu gew\u00e4hrleisten\u201c, betonte die Staatssekret\u00e4rin. \u201eDies darf allerdings nicht dazu f\u00fchren, dass es im Vogelsberg und im Hessischen Ried oder im Wohratal zu Sch\u00e4den an Natur und Landschaft kommt.\u201c Zudem soll die Wasserversorgung der St\u00e4dte im Ballungsraum nicht zu Lasten kleiner Gemeinden erfolgen. <\/p>\n<p>\u201eDer Klimawandel und seine Folgen stellen auch die Wasserwirtschaft vor gro\u00dfe Herausforderungen. Mit dem Leitbildprozess legen wir einen Grundstein f\u00fcr eine weitere Optimierung einer umweltgerechten und zukunftsgerichteten Wasserversorgung in einem wirtschaftsstarken Ballungsraum\u201c, betonte Tappeser. Alle Akteure \u2013 von den kommunalen Vertretern und den Wasserversorgungsunternehmen bis zu den Umweltverb\u00e4nden \u2013 an einen Tisch zu bringen und gemeinsam L\u00f6sungen zu erarbeiten, ist das Ziel des Leitbildprozesses. \u201eMit dem Leitbildprozess sto\u00dfen wir als Land daher einen Dialog mit allen Akteuren an, um die unterschiedlichen Interessen auszubalancieren und Akzeptanz zu schaffen. Nur so kann eine Balance zwischen Wasserwirtschaft, \u00d6kologie und \u00d6konomie gelingen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die B\u00fcrgermeisterin der Stadt Schotten, Susanne Schaab, bietet der Leibildprozess die gro\u00dfe Chance f\u00fcr alle Fernwassergewinnungsgebiete gemeinsame Interessen herauszuarbeiten und im Schulterschluss Forderungen zu formulieren. \u201eF\u00fcr uns im Vogelsberg ist es wichtig, dass die \u00f6kologischen Risiken der Trinkwasserf\u00f6rderung gerade auch angesichts des Klimawandels ausreichend gewichtet werden. Wir erwarten aber auch einen Ausgleich f\u00fcr die finanziellen Belastungen und wirtschaftlichen Nachteile, die wir zum Beispiel als Folge der gro\u00dffl\u00e4chigen Wasserschutzgebiete tragen m\u00fcssen. Diese Interessenlage ist im Wohratal und im Hessischen Ried sicherlich nicht gravierend anders.\u201c<\/p>\n<p>Wiesbadens B\u00fcrgermeister Arno Go\u00dfmann betonte bei der Auftaktveranstaltung in Wiesbaden: \u201eDie gro\u00dfe Chance dieses Leitbildprozesses liegt auch darin, dass im gesamten Rhein-Main-Gebiet auf eine rationelle Trinkwassernutzung hingewirkt werden kann. Die Sparpotenziale f\u00fcr Trinkwasser m\u00fcssen wir klar benennen. Unser aller Ziel muss es sein, m\u00f6gliche Nutzungskonflikte im Dialog mit allen Beteiligten fr\u00fchzeitig zu erkennen und fundierte L\u00f6sungen gemeinsam zu erarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Der erste Stadtrat a.D. aus Pfungstadt, Harald Polster, sagte: \u201eMeine Erwartungen an den Leitbildprozess sind Transparenz der fachlichen Grundlagen, Einbeziehung insbesondere der Kommunen auf Augenh\u00f6he und Ber\u00fccksichtigung der Erfahrungen aus bisherigen Prozessen der Grundwasserbewirtschaftung, insbesondere im Hessischen Ried.\u201c<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hessenwasser GmbH &#038; Co.KG, Wulf Abke, erg\u00e4nzte: \u201eDie Wasserversorger in der WRM sind Dienstleister f\u00fcr die \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge im Auftrag der Kommunen. Wir gew\u00e4hrleisten f\u00fcr den stark wachsenden Ballungsraum Rhein-Main die sichere Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen. Die Grundlage hierf\u00fcr ist eine umweltgerechte und nachhaltige Wassergewinnung. Der Ressourcenschutz hat f\u00fcr uns einen besonders hohen Stellenwert.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Staatssekret\u00e4rin Dr. Beatrix Tappeser: \u201eEine umweltvertr\u00e4gliche und zukunftssichere Wasserversorgung ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.\u201c \u201eWasser ist das Lebensmittel Nummer 1. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Hessen vertrauen zu Recht darauf, dass es zu Hause jederzeit aus dem Wasserhahn sprudelt \u2013 in guter Qualit\u00e4t und ausreichender Menge. 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