{"id":150503,"date":"2016-04-24T20:01:16","date_gmt":"2016-04-24T18:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150503"},"modified":"2016-04-24T20:01:16","modified_gmt":"2016-04-24T18:01:16","slug":"landrat-woide-weist-vorwuerfe-ueber-angeblich-skandaloese-zustaende-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150503","title":{"rendered":"Landrat Woide weist Vorw\u00fcrfe \u00fcber angeblich skandal\u00f6se Zust\u00e4nde zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWenn Menschen unter beengten r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnissen zusammenleben, kann es zu Problemen kommen.\u201c Dies gilt laut Landrat Bernd Woide auch f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingsunterkunft in der Fliedener Bahnhofstra\u00dfe. Dies sollte aber kein Anlass f\u00fcr in der Sache v\u00f6llig \u00fcberzogene Vorw\u00fcrfe sein, wie sie in einer Pressemitteilung vom 21. April der Ausl\u00e4nderbeirat der Stadt Fulda erhebe. \u201eWo es berechtigte Kritik gibt, bem\u00fchen wir uns mit den Verantwortlichen vor Ort, f\u00fcr schnelle Abhilfe zu sorgen.\u201c<\/p>\n<p>Bei der Fl\u00fcchtlingsunterkunft in Flieden handelt es sich nach Angaben von Landrat Woide um eine Notunterkunft, die der Landkreis Fulda im vergangenen Winter auf Bitten des Landes Hessen eingerichtet habe, weil zu diesem Zeitpunkt die Erstaufnahmekapazit\u00e4ten des Landes nicht ausgereicht h\u00e4tten. Auch seien dort vor\u00fcbergehend Fl\u00fcchtlinge untergebracht, die dem Landkreis aus Erstaufnahmeeinrichtungen weiterhin regelm\u00e4\u00dfig zugewiesen w\u00fcrden, obwohl die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes wegen zur\u00fcckgehender Fl\u00fcchtlingszahlen wieder freie Kapazit\u00e4ten aufwiesen.<\/p>\n<p>Die Ausstattung der Notunterkunft in Flieden entspreche dem vorgegebenen Standard auch in anderen Unterk\u00fcnften, unterstreicht Landrat Woide. Es gebe einen Sicherheitsdienst, die Essensversorgung erfolge zentral, und um die medizinische und soziale Betreuung der Bewohner k\u00fcmmere sich der Malteser Hilfsdienst. Im Schichtbetrieb seien rund um die Uhr bis zu zwanzig Betreuungskr\u00e4fte im Einsatz, denen Landrat Woide ebenso wie den freiwilligen Helferinnen und Helfern ausdr\u00fccklich f\u00fcr ihr Engagement dankt. Tags\u00fcber stehe ein Arzt und in den Nachtstunden ein Sanit\u00e4tsdienst f\u00fcr die medizinische Betreuung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Zu den vom Ausl\u00e4nderbeirat im Einzelnen erhobenen Vorw\u00fcrfen merkt Landrat Woide an, dass die Unterbringung einer Gro\u00dffamilie auf deren ausdr\u00fccklichen Wunsch gemeinsam und nur mit Angeh\u00f6rigen ihrer Nationalit\u00e4t erfolgt sei. Es gebe in ausreichender Zahl Toiletten sowie getrennte Wasch- und Duschm\u00f6glichkeiten, die t\u00e4glich professionell gereinigt w\u00fcrden. Auch f\u00fcr warmes Wasser sei gesorgt. Der Wickelraum k\u00f6nne weiterhin unter Aufsicht genutzt werden, nachdem ihn einige Bewohner zweckentfremdet h\u00e4tten und er deshalb zeitweilig abgeschlossen werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der Landrat bestreitet nicht, dass es in Flieden Probleme gebe, die eine Folge der im Moment noch hohen Belegung, aber auch einer latenten Unzufriedenheit wegen der langen Asylverfahrensdauer seien. So falle es nicht in die administrative Zust\u00e4ndigkeit des Landkreises, dass noch keiner der notuntergebrachten Bewohner einen Asylantrag habe stellen k\u00f6nnen. Es sei bereits geplant, einen Teil der Fl\u00fcchtlinge in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sowie den neu entstandenen kommunalen Einrichtungen unterzubringen. \u201eDies wird  die Situation in Flieden merklich entspannen.\u201c <\/p>\n<p>Insbesondere dem Vorsitzenden des Ausl\u00e4nderbeirats wirft Landrat Woide vor, dass er Anschuldigungen erhebe, die den tats\u00e4chlichen Gegebenheiten in Flieden nicht gerecht w\u00fcrden. Ein solches Vorgehen liege nicht im Interesse der Fl\u00fcchtlinge, die Probleme direkt im \u00c4ltestenrat der Einrichtung ansprechen k\u00f6nnten. Wegen der behaupteten Missst\u00e4nde sei zu keinem Zeitpunkt das Gespr\u00e4ch mit dem Landkreis gesucht worden. \u201eEs ist f\u00fcr mich schlechter Stil, Situationen in der Fl\u00fcchtlingshilfe \u00f6ffentlich anzuprangern, ohne dass vorher Gelegenheit besteht, aus Sicht des Landkreises und des Malteser Hilfsdienstes Stellung zu nehmen und kritikw\u00fcrdige Dinge auszur\u00e4umen.\u201c<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen weist Landrat Bernd Woide ausdr\u00fccklich darauf hin, dass der Ausl\u00e4nderbeirat der Stadt Fulda keinerlei Befugnisse im Landkreis habe. Aber nicht aus diesem Grund sei dem Vorsitzenden der Zutritt zur Fl\u00fcchtlingsunterkunft in Flieden verwehrt worden. Vielmehr habe er sich nicht ordnungsgem\u00e4\u00df beim Landkreis angemeldet. Auch gebe es klare Zugangsbeschr\u00e4nkungen von Seiten des Landes Hessen, um einen \u201eBesucher-Tourismus\u201c in Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften zu vermeiden und die Privatsph\u00e4re der Bewohner zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>\u201eWenn Menschen unter beengten r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnissen zusammenleben, kann es zu Problemen kommen.\u201c Dies gilt laut Landrat Bernd Woide auch f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingsunterkunft in der Fliedener Bahnhofstra\u00dfe. Dies sollte aber kein Anlass f\u00fcr in der Sache v\u00f6llig \u00fcberzogene Vorw\u00fcrfe sein, wie sie in einer Pressemitteilung vom 21. 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