{"id":150149,"date":"2016-04-14T08:36:17","date_gmt":"2016-04-14T06:36:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=150149"},"modified":"2016-04-14T08:36:17","modified_gmt":"2016-04-14T06:36:17","slug":"neue-broschuere-vom-neophyten-im-biosphaerenreservat-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=150149","title":{"rendered":"Neue Brosch\u00fcre vom \u201eNeophyten im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Globalisierung hat auch Einfl\u00fcsse auf die heimische Pflanzenwelt. Immer mehr Pflanzen werden durch den weltweiten Handel und das bewusste oder unbewusste Ausbringen von Pflanzen und Samen bei uns heimisch. Als Neophyten werden solche Pflanzarten bezeichnet, welche durch den Menschen in ein Gebiet eingef\u00fchrt wurden, in dem sie nat\u00fcrlicherweise nicht vorkommen. Manche Arten dieser \u201eNeupflanzen\u201c bereiten durchaus Probleme, insbesondere wenn sie andere, heimische Arten verdr\u00e4ngen oder wenn von ihnen andere Gefahren ausgehen. <\/p>\n<p>Ein Beispiel ist der Riesenb\u00e4renklau, der auch als Herkulesstaude bezeichnet wird. Als Bienenfutter und Zierpflanze wurde sie aus dem Kaukasus eingef\u00fchrt. Vielerorts hat sich die Pflanze, wie z. B. in der Fuldaaue, zu fl\u00e4chenhaften Best\u00e4nden ausgedehnt. Dabei ist die \u00fcber zwei Meter gro\u00dfe Staude \u00fcberaus problematisch, da sie nicht nur andere Pflanzen verdr\u00e4ngt sondern auch bei Ber\u00fchrung zu schweren, verbrennungsartigen Verletzungen f\u00fchren kann. Im hessischen Teil des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n wird die Pflanze seit 1996 von den Rangern mit Erfolg zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Von urspr\u00fcnglich \u00fcber 50 Standorten sind aktuell nur noch f\u00fcnf \u00fcbrig, die vermutlich auch in den n\u00e4chsten Jahren erloschen sein werden. <\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber steht das Zur\u00fcckdr\u00e4ngen der lila bl\u00fchenden Staudenlupine noch am Anfang. Diese urspr\u00fcnglich aus Nordamerika stammende Pflanze besiedelt heute viele Stra\u00dfenb\u00f6schungen, weite Teile der Hochrh\u00f6n und dringt auch in die W\u00e4lder vor. Die Pflanze ist f\u00fcr die Artenvielfalt ein besonderes Problem. Die eigentlich positive Eigenschaft der Pflanze, N\u00e4hrstoffe aus der Luft aufzunehmen und diese im Boden zu speichern, macht sie zum Problem f\u00fcr den Naturschutz. Gerade unged\u00fcngte Wiesen und Magerstandorte mit ihrer hohen Artenvielfalt werden durch die Lupine aufged\u00fcngt. Arnika und Silberdistel sowie vielen anderen Pflanzen und den damit in Zusammenhang stehenden Artengemeinschaften wird der Lebensraum entzogen. In der hessischen Rh\u00f6n m\u00e4hen die Ranger die aufkommenden Lupinen bis zu f\u00fcnf Mal pro Jahr, um ein Aussamen zu verhindern. Erst Erfolge zeigen sich z. B. am Weiherberg. Aber, \u00e4hnlich wie bei der Herkulesstaude, steht den Verantwortlichen ein langer Weg bevor, zumal die Samen der Lupine jahrzehntelang keimf\u00e4hig bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In einer zw\u00f6lfseitigen Brosch\u00fcre hat die Hessische Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats nun die Neophytenproblematik anhand der Herkulesstaude und der Lupine aufgearbeitet, um Bewohner und G\u00e4ste zu sensibilisieren. Die Brosch\u00fcre liegt im Biosph\u00e4ren-Infozentrum im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe zur kostenlosen Mitnahme aus. Auf der Homepage des Biosph\u00e4renreservats www.brrhoen.de ist sie als PDF-Dokument in der Mediathek zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Die Globalisierung hat auch Einfl\u00fcsse auf die heimische Pflanzenwelt. 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